Mund-Nasen-Schutz in der Corona-Zeit
Richtiger Umgang mit Schutzmasken

Mund-Nasen-Schutz in der Corona-Zeit

In Deutschland gilt wegen des Corona-Virus in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eine Maskenpflicht. Wir erklären, was der Mund-Nasen-Schutz bringt und wie der richtige Umgang aussieht.

10 Punkte für Ihre Sicherheit

10 Punkte für Ihre Sicherheit

Sicher im Krankenhaus – trotz Corona-Pandemie. Helios hat ein 10 Punkte Sicherheitskonzept entworfen, dessen Maßnahmen Erkrankte, Besucher und Mitarbeiter vor Corona schützen. Mit dem Sicherheitskonzept gestalten wir Ihren Aufenthalt im Krankenhaus so sicher wie möglich: Beginnend mit einem individuellen Risikocheck über die strikte Trennung von Infizierten und Nicht-Infizierten bis hin zu kurzen Krankenhausaufenthalten und Videosprechstunden.

Frau mit Mund-Nasen-Schutz vor Obstregal
Auch beim Einkauf gilt: Mund-Nasen-Schutz aufsetzen | Foto: Canva

Abstand halten ist nicht immer möglich – gerade in Bus, Bahn oder beim Einkaufen ist es schwer, eineinhalb Meter Mindestabstand zu halten. Mit dem Mund-Nasen-Schutz soll das Risiko minimiert werden, sich oder andere mit dem Corona-Virus anzustecken.

Masken schützen vor Tröpfcheninfektionen

Schutzmasken sollen vor einer Tröpfcheninfektion mit dem Corona-Virus schützen. Zu beachten ist: „Der Träger oder die Trägerin der Schutzmaske schützt nicht sich selbst, sondern andere Personen vor einer möglichen Tröpfchen-Infektion. Durch den Mund-Nasen-Schutz wird die Verbreitung von Tröpfchen in die Umgebung gemindert", erklärt PD Dr. med. Irit Nachtigall, Krankenhaushygienikerin Region Ost.

Ein herkömmlicher Mund-Nasen-Schutz (MNS) liegt nicht dicht an der Haut des Tragenden an und schützt ihn somit nicht vor einer Tröpfcheninfektion. Zudem ist die Textur des Vliesses auch nicht so, dass es ganz kleine Partikel zurück hält. Die sogenannten Partikel-filternden Halbmasken FFP II und III reduzieren infektiöse Aerosole in der eingeatmeten Luft. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist allerdings darauf hin, dass diese Masken dem medizinischen und pflegerischen Personal vorbehalten sein sollten.

Der Träger oder die Trägerin der Schutzmaske schützt nicht sich selbst, sondern andere Personen vor einer möglichen Tröpfchen-Infektion.

PD Dr. med. Irit Nachtigall, Krankenhaushygienikerin Region Ost

Mund-Nasen-Schutz richtig tragen – was ist zu beachten?

Für den Privatgebrauch empfiehlt das RKI das Tragen von einer Mund-Nasen-Bedeckung. Diese Masken bestehen aus handelsüblichen Stoffen und können selbst genäht werden. Mittlerweile ist der gängige Begriff auch „Community Maske“. Im öffentlichen Leben könnte so die Verbreitung des Corona-Virus eingeschränkt werden. Allerdings dürfen sich Trägerinnen und Träger nicht in einer vermeintlichen Sicherheit wiegen. „Der Mindestabstand von eineinhalb Metern, gründliches und regelmäßiges Händewaschen sowie Niesetikette als effektive Schutzmaßnahmen sollten weiterhin eingehalten werden“, erklärt PD Dr. Nachtigall.  

Die Mehrweg-Maske – das sollten Sie beachten

Bei dem Gebrauch von Mehrweg-Masken gibt es ein paar Punkte, die Trägerinnen und Träger beachten sollten. Generell gilt auch beim Tragen von Mehrweg-Masken: Hygienemaßnahmen einhalten, ausreichend Abstand halten und nicht ins Gesicht fassen.

Infografik mit Bildern von Menschen und Schutzmasken
Grafik: Helios

3 Tipps rund um den Mund-Nasen-Schutz

1. Hautpflege

Beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist es wichtig, Hautschäden zu vermeiden. Die Maske darf nicht drücken, schaben oder scheuern. Um die Haut zu schützen, sollten sehr eng anliegende Masken, wie FFP-Masken, alle regelmäßig in nicht zu langem Abstand abgenommen werden, damit der Druck wenigstens zeitweise nachlässt. Unter Schutzmasken ist schwitzen, gerade bei wärmeren Temperaturen, unvermeidbar. Dadurch kann sich der pH-Wert der Haut verschieben. Auch hier hilft es, die Schutzmaske gelegentlich abzunehmen, sodass die Haut trocknen kann.

Mit einer Hautpflege kann die Haut zudem widerstandfähig gehalten werden. „Dazu eignen sich sanfte, pH-neutrale Reinigungsmittel. Das Gesicht sollte nur kurz gereinigt werden. Verwenden Sie dabei am besten körperwarmes Wasser.“ Hautpflegeprodukte sollten zudem sparsam aufgetragen werden.“, erläutert PD. Dr. Nachtigall. Wer Schutzmasken aus medizinischen Gründen nicht tragen kann, sollte auf einen leichten Schal oder eine Maske aus dem Wander- und Sportbedarf ausweichen. Diese sind atmungsaktiv und besser als gar keine Maske. Dies geht natürlich nur außerhalb des Kontaktes zu Corona positiven Patienten.  

2. beschlagene Brillengläser

Gerade Brillenträger klagen derzeit über schnell beschlagene Brillengläser, wenn sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Aber: „Die Nase einfach nicht abzudecken, ist keine Option, denn dann wäre der Schutz hinfällig, vermutlich wird nämlich das Virus vor allem über die Nasenschleimhaut übertragen“, so PD. Dr. Nachtigall.

Es kann bereits helfen, die Brille soweit wie möglich nach oben zu schieben, sodass die Atemluft besser entweichen kann. Sollte das nicht ausreichen, können auch eingenähte Metallbügel in der Maske helfen. Die Maske kann dann enger an die Nase gedrückt werden, wodurch die Brillengläser nicht mehr beschlagen. Sollte alles nichts bringen, eignet sich auch das sogenannte „Anti-Beschlag-Spray“ oder der Einsatz von mildem Spülmittel ohne Alkohol. Dazu einfach die Brillengläser mit Spülmittel einreiben, mit klarem Wasser abwaschen und anschließend mit einem weichen Tuch trocknen.

3. Tragezeit

Im Alltagsgebrauch sollte der Mund-Nasen-Schutz maximal einen Tag getragen werden. Aber: Sobald er feucht ist, ist ein Wechsel nötig. Wenn die getragene Maske nicht mehr benötigt wird oder feucht ist, sollte sie in einer luftdichtverschlossenen Tüte oder Dose aufbewahrt werden, um mögliche Kontaminationen zu vermeiden. Gereinigt werden kann der Mundschutz mit dem 60-Grad-Waschgang in der Waschmaschine. Alternativ kann die Maske auch einige Minuten in einen Kochtopf mit kochendem Wasser gelegt werden. Das tötet die Viren ebenfalls ab.