Lipödem

Hilfe bei Fettverteilungsstörungen wie Lipödem

Hilfe bei Fettverteilungsstörungen wie Lipödem

Ein Lipödem ist eine krankhafte chronische Fettgewebsvermehrung mit Flüssigkeitseinlagerungen in bestimmten Arealen des Körpers. Die Plastische Chirurgie hilft mit modernsten Methoden der Fettabsaugung, zum Beispiel per Wasserstrahl-Liposuktion.

Was ist ein Lipödem?

Ein Lipödem ist eine krankhafte chronische Fettgewebsvermehrung mit Flüssigkeitseinlagerungen in bestimmten Arealen des Körpers. Vor allem die Beine und die Arme sind häufig betroffen. Auffällig sind dabei die Zunahme der Schwellung über den Tag sowie die Schmerzen. Dazu kommen Berührungsempfindlichkeiten und eine Neigung zu blauen Flecken.

Oft sind Frauen in Phasen der hormonellen Umstellung betroffen, z.B. in der Pubertät, in den Wechseljahren oder nach einer Geburt. Die Patienten fallen oft durch ungleich verteilte Körperproportionen auf. Hände und Füße sind selten betroffen. Außerdem tritt ein Lipödem in der Regel symmetrisch auf.

 

Stadieneinteilung des Lipödems

Das Lipödem wird je nach Schweregrad in drei Stadien eingeteilt.

Im Stadium I ist die Haut noch glatt und weich. Dazu kommt es jedoch zu kleineren Knötchenbildungen sowie einer verdickten Unterhautfettgewebsschicht (Subkutis).

Im Stadium II prägen sich die „Dellen“ schon deutlich aus. Die Knötchenbildung ist fortgeschrittener und die Unterhautfettgewebsschicht weiterhin verdickt.

Im Stadium III kommt es zu größeren Knoten, der sogenannten Wammenbildung. Die Haut ist deutlich angeschwollen und unförmig deformiert. Es treten vermehrte Haut- und Fettdepots auf.

Neben der Stadieneinteilung unterscheidet man noch zwischen sechs Typen des Lipödems. Die Einteilung bezieht sich auf die betroffenen Areale.

 

Behandlungsmöglichkeiten eines Lipödems

Wenn ein Lipödem nicht richtig behandelt wird, kann es zu einer Schädigung der Lymphbahnen kommen, sodass ein sogenanntes Lymphödem entsteht. Daher sind die rechtzeitige Diagnosestellung sowie die korrekte Therapie ausschlaggebend. In unserer Sprechstunde besprechen wir Ihr Anliegen und suchen mit Ihnen die bestmögliche Lösung.

 

Die konservative Therapien

Die initiale Behandlung der Wahl ist die Entstauungstherapie mit manueller Lymphdrainage. Hierbei wird die Stauung des Gewebes durch eine bestimmte Art der „Massage“ gelöst. Das Tragen von Kompressionswäsche und sportliche Aktivität tragen ebenfalls zur Rehabilitation bei. Ein stabiles Gewicht (BMI unter 30) und körperliche Fitness sind ebenfalls förderlich. Eine dermatologische Behandlung ist oftmals notwendig. Durch die ständige Reibung der Haut entstehen Entzündungen, die mit Salben versorgt werden sollten.

 

Operative Therapien

Die konservativen Therapien sind Voraussetzung, um ein gutes Ergebnis bei der chirurgischen Therapie zu erzielen. In erster Linie kommt hierbei eine Fettabsaugung (Liposuktion) infrage, die ggf. in mehrere Sitzungen wiederholt werden muss. Seit dem 01.01.2019 übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Fettabsaugung bei Patienten, die unter einem Lipödem Stadium III leiden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat innerhalb der Richtlinien festgelegt, welche Patienten von dem neuen Beschluss betroffen sind. Daher ist ein Kostenvoranschlag notwendig, wobei wir Sie bei der Antragstellung aktiv unterstützen.

Eine Fettabsaugung kann durch verschiedene Techniken durchgeführt werden. Die ideale Vorgehensweise wird individuell für jeden Patienten ausgewählt. Neben der sogenannten Power-Assisted-Liposuktion (PAL) führen wir auch die Wasserstrahl-assistierte-Liposuktion (WAL) mit einem der modernsten Geräte auf dem Medizinmarkt durch.

Durch sehr kleine Hautschnitte wird eine Flüssigkeitslösung in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Je nach Technik kann diese Lösung ein lokales Betäubungsmittel und zusätzlich den Wirkstoff Adrenalin enthalten, um Schmerzen und einer Blutung vorzubeugen. Nach der Flüssigkeitsinjektion wird eine Kanüle eingeführt, die an ein spezielles Gerät angeschlossen ist. Dadurch wird das Fettgewebe abgelöst und abgesaugt. Während der Operation wird die abgesaugte Menge kontinuierlich kontrolliert, auch, um seitengleiche Ergebnisse zu erzielen. Im Anschluss werden die Körperregionen gewickelt und/oder spezielle Kompressionsbekleidung angezogen.

Weiteren Fragen zu den Operationsverfahren stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

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