Das können wir außerdem für Sie tun

Weitere endoskopische Verfahren

Unsere Endoskopieabteilung verfügt über drei Untersuchungsräume, in der eine Vielzahl von verschiedenen endoskopischen Untersuchungen und Spezialverfahren durchgeführt werden können. Erfahren Sie mehr über unser endoskopisches Leistungsspektrum.

Unsere Endoskopieabteilung: Wir stellen uns vor

In unsere Endoskopieabteilung führen erfahrenen Gastrologen mithilfe moderner technischer Ausstattung verschiedenste endoskopische Untersuchungen und Spezialverfahren durch. Alle Arbeitsplätze sind mit hochauflösenden Videoendoskopen ausgerüstet. Unsere Klinik verfügt über eine mobile Endoskopieeinheit für Untersuchungen auf der medizinischen Intensivstation oder im Operationssaal.

An 365 Tagen im Jahr steht rund um die Uhr ein Endoskopie-Bereitschaftsdienst bereit, der aus einem gastroenterologisch erfahrenen Oberarzt und einer Endoskopieschwester besteht. Neben der Routineendoskopie werden auch in zunehmender Zahl Spezialverfahren wie die Chromoendoskopie, Mukuosektomie, Argonplasma-Koagulation, Laserbehandlung, Doppelballon-Endoskopie, Kapsel-Endoskopie und Endosonographie angewandt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der interventionellen Endoskopie.

Folgende Verfahren führen wir durch

Erkrankungen der Speiseröhre gehen wir mithilfe zweier Methoden auf den Grund:

Bei der sog. Ösophagusmanometrie wird der Druck in der Speiseröhre gemessen, um Symptome wie saures Aufstoßen, Magendruck, Schmerzen der Speiseöhre oder Schluckbeschwerden abzuklären.

Bei der ph-Metrie wird eine schmale Sonde durch die Nase oder den Mund in die Speiseröhre eingeführt und anschließend an der Nase befestigt. Dort bleibt Sie dann etwa 24 Stunden liegen, um die Säurekonzentration in der Speiseröhre über einen längeren Zeitraum messen zu können.

Außerdem werden Atemtests nach Gabe von verschiedenen Zuckerarten zur Abklärung bei chronischen Durchfallerkrankungen bzw. Bauchschmerzen durchgeführt.

Falls ein Patient durch Schluckstörungen oder Verengungen der Speiseröhre nicht mehr eigenständig Nahrung zu sich nehmen kann, ist es möglich, eine dünne Ernährungssonde durch die Bauchdecke direkt in den Magen zu legen. Über eine solche Sonde kann dann eine Flüssigkeitsgabe und/oder Ernährung über Jahre hinaus stattfinden. Zum Legen der Sonde ist nur eine lokale Betäubung der Bauchdecke und bei Wunsch eine Beruhigungsspritze nötig.

Durch die Kombination von Ultraschalluntersuchung und Endoskopie können auch innere Organe mit speziellen Instrumenten mittels Ultraschall untersucht werden. Die Untersuchung wird wie eine Magen- oder Darmspiegelung durchgeführt. Die Endosonographie wird nur bei bestimmten Fragestellungen vorgenommen, z.B. bei zur Bestimmung der Tumorausdehnung eines Magen- oder Darmkarzinoms oder bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.

Gallengänge und Bauchspeicheldrüse werden mithilfe der sog. endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) untersucht.

Ähnlich wie bei einer Magenspiegelung wird ein Endoskop über Speiseröhre und Magen bis zur Papille (d. h. der gemeinsamen Einmündungsstelle von Gallenwegen und Bauchspeicheldrüsengang in den Zwölffingerdarm) geschoben und ein Kontrastmittel gespritzt. Die Gangsysteme werden dann unter Durchleuchtung sichtbar. Neben der bloßen Darstellung der Strukturen besteht auch hier die Möglichkeit, therapeutisch zu intervenieren. Es können z. B. Gallengangssteine entfernt, die Mündung der Papille erweitert oder Verengungen im Gangsystem aufgedehnt oder mit Gefäßschienen (sogenannte Stents) überbrückt werden. Jährlich werden in unserer Klinik ca. 600 ERCPs vorgenomen, bei über der Hälfte der Untersuchungen werden auch therapeutische Interventionen durchgeführt.

Ist eine ERCP aufgrund bestimmter anatomischer Konstellationen nicht möglich, so besteht die Möglichkeit einer Darstellung der Gallenwege durch eine Punktion von außen durch die Haut hindurch (sog. PTC). Da diese Untersuchung schwieriger und komplikationsreicher ist als eine ERCP, wird sie nur durchgeführt, wenn eine ERCP technisch nicht durchführbar ist. Auf diesem Wege können auch Drainagen oder Gefäßschienen in das Gallenwegssystem eingeführt werden.

Bei der Laparoskopie wird die Bauchhöhle und die darin befindlichen Organe mit einem starrren optischen Instrument über einen kleinen Hautschnitt auf Nabelhöhe sichtbar gemacht. Im Gegensatz zu laparoskopisch durchgeführten Operationen ist bei der internistischen Laparoskopie keine Narkose nötig, die Untersuchung wird in Lokalanästhesie durchgeführt. Insbesondere die Leber kann auf diese Weise beurteilt werden, es können unter Sicht gezielt Gewebsproben entnommen werden.