Behandlung von Netzhauterkrankungen

Die Netzhaut erzeugt Bilder, die über den Sehnerven an das Gehirn weitergeleitet werden. Ist sie verletzt, werden die Bilder unscharf. Früh erkannt können Netzhauterkrankungen jedoch gut behandelt werden. Wie genau erfahren Sie hier!

Was passiert bei der epiretinalen Gliose?

Bei der sogenannten epiretinalen Gliose kommt es auf der Netzhautoberfläche zu Ablagerungen von Zellen, welche mit der Zeit zunehmen und zur Ausbildung von Gewebsmembranen führen können. Diese Membranen auf der Netzhautoberfläche können die Netzhaut verziehen und hierdurch erhebliche Sehstörungen verursachen. In manchen Fällen kommt es zur Entstehung des sogenannten Makulaforamens, dabei handelt es sich um ein Netzhautloch direkt im Sehzentrum (Makula), welches zu einem Sehverlust führt.

Die operative Behandlung

Das Makulaforamen und die epiretinale Gliose können nur operativ behandelt werden, dabei muss der Glaskörper entfernt und anschließend durch ein Platzhalter ersetzt werden, in den meisten Fällen durch eine Luft-Gas Mischung. Dieser mikrochirurgische Eingriff sollte nur von erfahrenen Netzhautchirurgen durchgeführt werden, da hier direkt im Bereich des Sehzentrums operiert wird. Unsere Augenklinik verfügt über eine große Expertise auf diesem Gebiet. Unser Ärzteteam informiert Sie gerne über die Erkrankungen und die Behandlungsmöglichkeiten

Bei einer Netzhautablösung löst sich die Netzhaut und somit die für das Sehen notwendigen Sinneszellen von der darunterliegenden Augenschicht (sogenanntes "Retinales Pigmentepithel"). Die Ursache ist meistens ein Defekt in der Netzhaut. Hierbei kann es sich um ein kleines Netzhautloch bis hin zu großen Netzhautrissen handeln.

Wie zeigt sich ein Netzhautdefekt?

Netzhautdefekte können entstehen, wenn der das Augeninnere ausfüllende Glaskörper (der eine Gelee-artige Konsistenz hat), an der Netzhaut zieht und diese dadurch einreist. Durch den Zug an der Netzhaut werden die Sinneszellen an dieser Stelle aktiviert und es kann zu Lichterscheinungen (Blitze-Sehen) kommen. Wenn mit der Netzhaut ein Blutgefäß einreißt, folgt eine Einblutung in den Glaskörper, dieses Blut wirft Schatten auf die Netzhaut, sodass schwarze Punkte wahrgenommen werden. An der Stelle, wo die Netzhaut sich ablöst, kann nicht mehr normal gesehen werden, ein schwarzer Schatten tritt auf. Mit zunehmender Netzhautablösung nimmt dieser Schatten zu, sodass typischerweise der Patient den Eindruck hat, dass "eine schwarze Mauer aufsteigt", ein "schwarzer Vorhang" fällt bzw. sich der Schatten von der Seite in das Sehfeld hineinschiebt. Es kann hierdurch unbehandelt zur Erblindung kommen.

Behandlungsformen

Eine Netzhautablösung verläuft in der Regel schmerzfrei. Ein isolierter Netzhautdefekt kann mit Laser oder Kältetherapie behandelt werden. Bei einer Netzhautablösung im Frühstadium kann eine Kryotherapie versucht werden und bei ausgeprägten Befunden kommen eindellende Verfahren oder eine Vitrektomie zum Einsatz.

Die Netzhautablösung im Spätstadium ist eine schwere Erkrankung und die Operation ein komplexer chirurgischer Eingriff. Daher sollte die operative Versorgung von einem spezialisierten Netzhautchirurgen durchgeführt werden, der über langjährige Erfahrungen verfügt. Es besteht prinzipiell ein Risiko, dass es postoperativ nicht zu einer Wiederanlage der Netzhaut kommt, bzw. dass sich die Netzhaut erneut ablöst. Dies würde dann eine weitere Operation erforderlich machen.

Bei Erkrankungen der Netzhaut und des Glaskörpers verwenden wir minimal invasive (gewebeschonende) Instrumente und OP-Verfahren, die eine rasche und schmerzfreie Erholung deutlich begünstigen.