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Kleinste Ventile gegen Atemnot

Kleinste Ventile gegen Atemnot

COPD-Patienten nehmen mehr Luft in die Lunge auf, als sie ausatmen – die Lunge überbläht und wird größer, Atemnot entsteht. Eine Therapiemöglichkeit für Betroffene besteht im Einsatz von Lungenventilen.

Dazu werden nur 4 bis 7 Millimeter große Ventile während eines endoskopischen Eingriffs unter Vollnarkose über die Nase in die überblähten Bereiche der Bronchienzweige eingeführt. Die genaue Platzierung bestimmt der operierende Arzt über eine in das Endoskop integrierte Kamera. Einmal eingesetzt erfüllen die Ventile sofort ihre Funktion: Sie verschließen sich beim Einatmen und öffnen sich beim Ausatmen. „Das hat zur Folge, dass keine neue Luft in die Emphysemblasen strömt und die bereits enthaltene Luft entweicht“, erläutert Chefarzt Sahmir Kujovic. Dadurch verringert sich das Lungenvolumen des Patienten und der restliche, funktionsfähige Teil der Lunge kann wieder besser arbeiten. Die Ventile können auch wieder entfernt werden, es handelt sich um ein  sogenanntes reversibles blockierendes Verfahren. Die Therapiemethode ist allerdings nicht für jeden Patienten gleichermaßen gut geeignet. Bei Betroffenen, die häufig unter Infektionen leiden und viel Auswurf produzieren, kommt der Einsatz der aus Nitinolgeflecht bestehenden kleinen Implantate nicht in Frage. Gleiches gilt für Raucher. Ob eine Therapie mithilfe der Lungenventile in Frage kommt, muss deshalb je nach Patient individuell und nach einer gründlichen Voruntersuchung entschieden werden.

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