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Die Herzkatheter-Untersuchung einfach erklärt

Die Herzkatheter-Untersuchung einfach erklärt

Eine Herzkatheter-Untersuchung wird vorgenommen, um festzustellen, ob ein Herz krank ist. Auch eine Behandlung kann unmittelbar erfolgen. Was Sie vor, während und nach der Untersuchung beachten sollten, erfahren Sie hier.

Bei einer Herzkatheter-Untersuchung wird in der Regel über eine Schlagader (meist die Pulsarterie am rechten Handgelenk) ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) zum Herzen geführt. Um den Katheter einzuführen, wird die Schlagader mit einer dünnen Nadel über die Haut punktiert (eingestochen), z. B. an Handgelenk, Ellenbeuge oder in der Leiste. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung.

Durch den Katheter wird ein Röntgenkontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt. Anhand einer kurzen Röntgendurchleuchtung können Verengungen (Stenosen) oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße festgestellt werden. Falls notwendig, können diese direkt im Anschluss gedehnt und mit einer Gefäßprothese (Stent) versehen werden.

Eine Herzkatheter-Untersuchung zu diagnostischen Zwecken dauert ca. 15 Minuten. Erfolgt eine Behandlung, schließt diese unmittelbar an. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes liegt meist zwischen ein und drei Tagen.

Der Ablauf im Überblick:

  1. Vorgespräch

    Im Vorgespräch werden Sie über den Ablauf der Behandlung aufgeklärt. In Ruhe besprechen wir Ihre Fragen. Das Gespräch findet in der Regel am Vortag der Untersuchung statt. Bringen Sie dazu bitte etwaige Vorbefunde mit. Einen Termin für das Vorgespräch können Sie bei 05551-97-1550 vereinbaren.

  2. Tag der Untersuchung

    Am Tag der Herzkatheter-Untersuchung bitten wir Sie, sechs Stunden vor dem Eingriff nüchtern zu bleiben. Findet die Untersuchung erst am Nachmittag statt, ist also ein kleines Frühstück möglich. Ein Schluck Wasser, um notwendige Medikamente einzunehmen, ist immer erlaubt.

    Bei einer Nierenschwäche erhalten Sie vor und nach der Untersuchung in der Regel eine Infusionsbehandlung. Dadurch wird Ihre Niere vor dem Röntgenkontrastmittel geschützt. Ist bei Ihnen eine Kontrastmittel-Allergie bekannt, erhalten Sie zusätzlich Medikamente, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

  3. Nach der Untersuchung

    Nach der Untersuchung sollten Sie eine Bettruhe von drei bis sechs Stunden halten. In dieser Zeit wird ein Druckverband über der Einstichstelle angebracht, der einen sicheren Verschluss des Gefäßes gewährleistet und eine Nachblutung verhindert.

    Vermeiden Sie in den ersten Tagen nach der Untersuchung schwere körperliche Arbeit und schweres Heben – insbesondere wenn zur Untersuchung die Leistenschlagader punktiert wurde.