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COPD und Lungenemphysem

COPD ist eine Sammelbezeichnung für chronische Erkrankungen der Lunge, die auf entzündeten und dauerhaft verengten Atemwegen beruhen. Hierzu gehören die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem.

Allein in Deutschland sind ca. 6,8 Millionen Menschen an einer COPD erkrankt. Eine Hauptursache dieser Erkrankung ist das Rauchen, welches besonders die Entwicklung eines Lungenemphysems begünstigt. Durch den Abbau der elastischen Fasern im Lungengewebe verbunden mit einer entzündlichen Verengung der kleinen Atemwege entweicht die Luft beim Ausatmen immer schlechter: Die Lunge wird überbläht und gesunde Lungenbläschen werden zerstört. Ist diese Überblähung der Lunge stark ausgeprägt, ist es den Betroffenen häufig kaum möglich, sich ohne Atemnot zu belasten. 

Die richtige Diganostik

Um festzustellen, wie weit die COPD bzw. Überblähung der Lunge fortgeschritten ist und welche Therapie für Sie die Beste ist, nutzen wir folgende Untersuchungen:

  • Lungenfunktionstest
  • Belastungstest(6-Minuten Gehtest bzw. Spiroergometrie)
  • Blutgasanalysen
  • Computertomografie der Lunge
  • Lungenszintigrafie
  • Bronchoskopie mit Luftstrommessung
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Je nach Schweregrad der Erkrankungen stehen mehrere Behandlungsverfahren zur Verfügung. Welches Verfahren sich für Sie eignet, klären wir in einem ausführlichen Gespräch auf Basis Ihrer Untersuchungsergebnisse.

Es stehen mit einer Vielzahl bronchialerweiternder und antientzündlich wirkender Medikamente verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Unterschiedliche Applikationssysteme lassen gerade im wichtigen Bereich der Inhalationstherapie individuelle medikamentöse Einstellungen zu.

Patienten in fortgeschrittenen Stadien der COPD benötigen nicht selten eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr. Blutgasanalysen in Ruhe und unter Belastung können den Bedarf klären. Durch zusätzliche schlafmedizinische Untersuchungen kann auch die Notwendigkeit eines nächtlichen Sauerstoffbedarfes untersucht werden.

Kommt es im Rahmen einer COPD durch Erschöpfung der wichtigen Atemhilfsmuskulatur zu einem Anstieg des Kohlendioxids im Blut, kann eine Atemunterstützung durch eine nächtliche häusliche Maskenbeatmung notwendig werden und Atemnot lindern.

Es handelt sich hierbei um ein nicht-operatives Verfahren, das sich für Emphysem-Patienten im fortgeschrittenen Stadium mit einer ausgeprägten, aber abgrenzbaren Lungenüberblähung eignet.  Im Rahmen einer Lungenspiegelung setzen wir Ventile in die Atemwegsabzweigungen (Bronchien) der überblähten Lungenabschnitte ein. Die Ventile schließen sich bei Einatmung und öffnen sich bei Ausatmung. Hierdurch schrumpfen die krankhaften Anteile und die gesunden Anteile der Lunge können sich wieder ausdehnen. Die Behandlung wird in einer kurzen Narkose durchgeführt, der Patient merkt von dem Einsetzen der Ventile nichts.

Patienten, für die weder Ventile noch Coils eine Verbesserung der Belastbarkeit bei ausgeprägtem Lungenemphysem versprechen, profitieren unter Umständen von einer operativen Therapie. Dies ist gerade bei Vorliegen größerer Blasen (Bullae) möglich. Durch die enge Zusammenarbeit mit unserer Thoraxchirurgie werden so weitere Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Um die Verbesserung Ihrer Beschwerden kontinuierlich im Blick zu behalten, führen wir regelmäßige Kontrolluntersuchungen in der Klinik oder in Abstimmung mit Ihrem Hausarzt oder niedergelassenen Lungenfacharzt durch.

Neben einer weiteren konsequenten inhalativen Therapie mit Medikamenten, die die enggestellten Bronchien erweitern, ist auch körperliches Training zur Stärkung der Atemmuskulatur sowie eine weitere strikte Nikotinkarenz von großer Bedeutung (Link Lungensport und Raucherentwöhnung).

Oftmals erweist sich eine pneumologische Rehabilitationsmaßnahme als sinnvoll. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrem Antrag bei der Rentenversicherung oder Krankenkasse.

Wir sind für Sie da

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an unser pneumologisches Sekretariat. Telefon (02151) 32-2696

Flyer Lungenvolumenreduktion Hier finden Sie weitere Informationen zur bronchoskopischen Lungenvolumenreduktion.