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Pränataldiagnostik

Pränataldiagnostik

In den allermeisten Fällen (mind. 97 %) kommt ein Kind gesund zur Welt! Trotzdem ist es ganz normal, dass sich die werdenden Eltern bereits während der Schwangerschaft Gedanken um die Gesundheit Ihres Kindes machen.

Gründe für weitergehende vorgeburtliche (pränatale) Untersuchungen reichen vom Wunsch nach mehr Sicherheit bei erhöhtem Alter oder familiärer Belastung bis hin zu einem verdächtigen Ultraschallbefund beim Frauenarzt.

Unter dem Begriff Pränataldiagnostik werden alle Untersuchungen bei Schwangeren zusammengefasst, die der Erkennung einer möglichen Schädigung oder Erkrankung des ungeborenen Kindes dienen. Im Rahmen der Schwangerenvorsorge wird Ihr Frauenarzt den Verlauf der Schwangerschaft überwachen und Sie über spezielle weiterführende Untersuchungen  informieren.
Sollte eine solche Untersuchung von Ihnen gewünscht werden, so kann diese entweder bei Ihrem Frauenarzt oder bei uns erfolgen. Sie entscheiden selbstverständlich jederzeit selbst, ob und wann Sie welche Untersuchungsangebote nutzen möchten. Sie haben ein Recht auf Wissen, aber auch ein Recht auf Nicht-Wissen. Welchen Weg Sie auch wählen, es bleibt Ihre individuelle Entscheidung. Wir können Ihnen bei der Entscheidung helfen, sei es orientierend durch diese Informationen oder durch eine persönliche, telefonische oder schriftliche Beratung.

Am Zentrum für Pränataldiagnostik ist gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) Dr. med. Yasmina Neuhaus (DEGUM II) ausgewiesen. Das bedeutet, dass wir Ihnen alle nicht-invasiven und invasiven Untersuchungsverfahren anbieten.

Die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik werden unterteilt in:

  • Ultraschallverfahren und Labortests (nicht-invasive Diagnostik)
  • Ultraschallgesteuerte Eingriffe (invasive Diagnostik)

Ultraschallverfahren und Labortests (nicht-invasiv)

Hierzu gehören alle Verfahren, die ohne Eingriff in die Unversehrtheit der Gebärmutter auskommen und daher keine heute bekannten Risiken für die Schwangerschaft in sich bergen. Im Wesentlichen sind dies:

  • Ultraschall-Frühscreening und Erst-Trimestertest (Nackentransparenzmessung und spezielle mütterliche Blutentnahmen)
  • Weiterführende Ultraschalluntersuchungen des Ungeborenen (auch "großer" Ultraschall, "Organ-Ultraschall" oder II. Screening genannt)
  • Vorgeburtliche Untersuchungen des kindlichen Herzens (fetale Echokardiographie)
  • Dopplersonographie zur Erkennung von Blutversorgungsstörungen des Ungeborenen oder der Mutter
  • Mehrdimensionaler 4D-Ultraschall bei speziellen medizinischen Fragestellungen (in Ausnahmefällen mit vorgeburtlichem MRT)

Ultraschallgesteuerte Eingriffe (invasive Diagnostik)

Hierzu zählen alle Untersuchungsverfahren, mit deren Hilfe kindliche Zellen oder Flüssigkeiten durch die mütterliche Bauchdecke zur weiteren Untersuchung gewonnen werden. Diese Untersuchungen erfordern meistens einen dünnen Nadeleinstich in die Gebärmutter unter Ultraschallsicht. Sie sind deshalb mit einem geringen Eingriffsrisiko (Fehl- oder Frühgeburtsrisiko von 0,3 bis 1 Prozent je nach Zeitpunkt bzw. Eingriffsart) verbunden.

  • Gewebeprobe aus dem Mutterkuchen (Chorionzottenbiopsie)
  • Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)
  • Nabelschnurpunktion/-blutentnahme im Mutterleib (Chordozentese)
  • Eingriffe an Feten (z.B. zur Entnahme oder Ableitung von gestautem kindlichen Urin, Bauch- oder Lungenwasser)