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Informationen zu den häufigsten Hautkrebserkrankungen

Informationen zu den häufigsten Hautkrebserkrankungen

Die häufigsten Hautkrebsarten sind der weiße Hautkrebs, auch Plattenepithelkarzinom und Basaliom genannt, sowie der schwarze (melanozytäre) Hautkrebs, auch Melanom genannt.

Das Basalzellkarzinom

Das Basalzellkarzinom ist der häufigste bösartige Hauttumor in Mitteleuropa. Er wird manchmal auch weißer Hautkrebs oder Basaliom genannt. Es ist ein bösartiger Hauttumor, der in der Basalzellschicht des Hautgewebes entsteht. Innerhalb dieser Hautschicht wirkt er zerstörend, breitet sich aber so gut wie nie, in weniger als einem Prozent der Fälle, auf andere Hautschichten oder Gewebsteile aus.

Der wichtigste ursächliche Faktor ist die chronische Belastung mit ultraviolettem Licht. Aus diesem Grund entstehen Basalzellkarzinome vor allem im Gesicht, können grundsätzlich aber am ganzen Körper auftreten. Ein weiterer Risikofaktor ist ein heller Hauttyp. Wegen des geänderten Freizeitverhaltens (Urlaub im Hochgebirge, an der See oder Nutzung von Solarien) treten Basalzellkarzinome auch bei immer jüngeren Patienten auf.

Basalzellkarzinome können klinisch unterschiedliche Formen annehmen. Im Anfangsstadium erscheinen sie als kleine, glänzende Knötchen oder Rötungen, die auch einer Narbe ähneln können. Im Spätstadium können sie wuchernd wachsen, bluten und verkrusten. Die Diagnose kann meist klinisch  mit einer speziellen Lupe (Dermatoskop) gestellt werden.

Wird das Basalzellkarzinom zeitig behandelt, ist es heilbar. Es wird wie bei anderen Hauttumoren (z.B. Plattenepithelkarzinom, Melanom) eine vollständige chirurgische Entfernung, ggf. auch in mehreren Operationen („zweizeitige Operation“), angestrebt.

Alternative Therapieformen hängen von dem Subtyp des Basalzellkarzinoms und weiteren Faktoren (u.a. Lokalisation, Alter und Allgemeinzustand des Patienten) ab: die Exkochleation („Abkratzen“), die Kryotherapie („Vereisung“), die Lichttherapie (photodynamische Therapie – „PDT“) oder die Lokaltherapie mit einem Immunmodulator. Allerdings treten danach häufiger Rezidive auf. Die Durchführung einer Strahlentherapie ist in bestimmten Fällen, v.a. wenn eine Operation aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist, eine gute Therapiealternative.

Die Nachsorge des Basalzellkarzinoms erfolgt generell über fünf Jahre durch den niedergelassenen Hautarzt, da das Risiko, einen weiteren Hauttumor zu entwickeln, erhöht ist. Es erfolgt eine genaue klinische Untersuchung der gesamten Haut. Apparative Untersuchungen sind nicht notwendig.

Das maligne Melanom

Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist ein bösartiger Tumor, der aus den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) entsteht, die zwischen den basalen Zellen der Oberhaut liegen und für die Pigmentierung (Melaninbildung) der Haut verantwortlich sind.

Es kann sich also aus gesunder Haut oder aber aus Muttermalen (Leberflecke, Nävuszellnävi) sowie unter den Nägeln, an Schleimhäuten und den Augen entwickeln. Wie bei den hellen Formen von Hautkrebs (z.B. Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom) spielen die UV-Belastung, ein heller Hauttyp sowie eine genetische Veranlagung eine Rolle in der Entstehung eines Melanoms.

Zur Erkennung verdächtiger Veränderungen hat sich die ABCD-Regel bewährt, welche die klinische Erscheinung beschreibt: A-Asymmetrie, B-Begrenzung, C-Colour (Farbe), D-Durchmesser. Allerdings sind nicht alle Melanome hierdurch zu erkennen. Dafür ist viel Erfahrung nötig.

In frühen Stadien ist das Melanom durch eine Operation heilbar. Unbehandelt führt er jedoch meist zu Lymphknoten- und Organabsiedelungen (Metastasen) mit begrenzteren Heilungschancen.

Auch bei dem Melanom ist wie bei vielen Hauttumoren (z.B. Basalzellkarzniome, Plattenepithelkarzinome) die operative Entfernung (je nach Tumordicke bis zu zwei Zentimetern Sicherheitsabstand) die Therapie der Wahl. Zusätzlich kann bei Vorliegen bestimmter feingeweblicher Merkmale des Melanoms der Wächterlymphknoten entfernt sowie im Anschluss eine Immuntherapie (Interferon) zur Stärkung der körpereigenen Tumorabwehr durchgeführt werden. In weiter fortgeschrittenen Stadien mit Tumorabsiedlungen (Metastasen des Melanoms) können diese operativ entfernt, bestrahlt oder bei ausgedehntem Befall mit Chemotherapie oder neueren Therapieformen behandelt werden.

Die Nachsorge des malignen Melanoms erfolgt risikoangepasst. Diese erfolgt vierteljährlich über zehn Jahre durch Ihren Hautarzt und/oder Ihre behandelnde Klinik (spezielle Tumornachsorgesprechstunde). Neben der klinischen Untersuchung erfolgen je nach Stadium des Melanoms u.a. eine Ultraschalldiagnostik der örtlichen Lymphknoten und des Bauchraums, eine Röntgenuntersuchung und die Bestimmung des Tumormarkers.

Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an!

In enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen gewährleisten wir eine lückenlose Behandlung und Nachsorge. Darüber hinaus stehen an unserem Zentrum zahlreiche Beratungsangebote zur Verfügung, um Sie bestmöglich auf dem Weg durch die entstehenden Veränderungen zu begleiten.

Priv.-Doz. Dr. med. Chalid Assaf

Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Venerologie
Priv.-Doz. Dr. med. Chalid Assaf

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