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Analgetika-Intoleranz-Syndrom

Das Analgetika-Intoleranz-Syndrom, auch Samter Trias genannt, kann vielfältige Symptome auslösen, wie etwa immer wiederkehrende Nasenpolypen. Umso wichtiger ist eine wirksame Therapie.

Das Analgetika-Intoleranz-Syndrom ist ein Symptomkomplex aus drei Merkmalen:

  • Unverträglichkeit auf Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen mit wiederkehrenden Polypen
  • Nicht allergisches Asthma bronchiale

Die Erkrankung ist unter vielen Namen wie Analgetika-Asthma-Syndrom oder Samter Trias bekannt. Obwohl sie nur selten auftritt, sind bestimmte Patentengruppen wie Asthmatiker und Menschen mit Nasenpolypen, chronischer Sinusitis oder chronischer Nesselsucht (Urtikaria) einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Samter Trias: Symptome

Charakteristische Symptome durch die Einnahme von ASS sind:

  • Entzündung der Augen (Bindehautentzündung, Lid- und Bindehautschwellung, Tränenfluss)
  • Entzündung der Nasenschleimhaut (Nasenatmungsbehinderung, Nasenlaufen)
  • Entzündung der Bronchien (Luftnot, vermehrte Sekretion) bis hin zum Asthmaanfall
  • Hautreaktion (Hautquaddeln, Rötung, Hautausschlag, Schwellung)
  • Schock mit Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand

Die Intoleranzreaktionen auf Acetylsalicylsäure können von leichten bis hin zu schweren Verlaufsformen reichen und innerhalb von Minuten bis Stunden nach Einnahme von ASS oder weiteren nicht-steroidalen Schmerzmitteln (Analgetika) auftreten. Viele Betroffene reagieren auch auf den Verzehr von salicylathaltigen Lebensmitteln, wie verschiedener Gewürze (Curry), Getränke (Portwein), Obst (Ananas), Gemüse (Paprika) oder Nüssen.

Samter Trias: Diagnose und Behandlung

Häufig ist es für Patienten schwierig, die Beschwerden zu einem Krankheitsbild zusammen zu führen. Um die Erkrankung festzustellen ist deshalb eine gründliche Anamnese wichtig. Grundlage hierfür ist ein ausführliches Patientengespräch. Labortests geben weitere Hinweise. Die endgültige Diagnose wird anhand einer oralen Provokationstestung gestellt.

Je nach Symptomen sowie den Ergebnissen der Anamnese und klinischen Untersuchungen bieten wir Ihnen ein wirksames und nachhaltiges Therapiekonzept. Hierzu gehören:

  • Endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (Pansinusoperation, FESS)
  • Orale Provokation zur Bestätigung der Diagnose
  • ASS-Desaktivierung als ursächliche Behandlung

Ist eine Analgetika-Intoleranz sicher diagnostiziert, sollten die betreffenden Medikamente (Schmerzmittel) so weit wie möglich vermieden werden.

Die individuelle Versorgung ermöglicht es meistens, eine optimal zugeschnittene Lösung für unsere Patienten zu finden. Dafür arbeiten wir Hand in Hand im Team aus Spezialisten der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dermatologie und Pneumologie zusammen. Jede Abteilung übernimmt in der Therapie eine wichtige Funktion und verfügt über langjährige Erfahrung in der Erkennung und Behandlung des Krankheitsbildes.

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