Leistungen

Gut zu Fuß: Hilfe bei Erkrankungen der Füße

Anatomische Veränderungen können die Funktion der Füße beeinträchtigen und bei jedem Schritt schmerzen. Unser Orthopädie-Team kümmert sich darum, dass Sie wieder unbeschwerter durchs Leben gehen.

In unserer Klinik behandeln wir unter anderem:

  • Hallux valgus
  • Hallux rigidus
  • Krallenzeh
  • Hammerzeh

In einem ersten Gespräch befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden. Im Anschluss folgen eine Laboruntersuchung Ihres Blutes und körperliche Untersuchungen. Eine Röntgenuntersuchung hilft dabei, das Ausmaß der Erkrankung zu klären.

Behandlung

Der Hallux valgus – auch „Ballenzeh“ genannt, ist eine Zehenfehlstellung. Hierbei kommt es zu einer Abweichung der Großzehe nach außen und einer am inneren Rand deutlich sichtbaren knöchernen Auswachsung des Mittelfußknochens. Der Ballenzeh kann zu einem Druck- und Berührungsschmerz führen und die Gehbelastung einschränken.  

Je nach Grad des Hallux Valgus gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Wenn der Hallux Valgus noch nicht weit fortgeschritten ist oder keine Beschwerden bereitet, sind konservative Behandlungen möglich: Gezielte Fußgymnastik kann die Muskulatur stärken. Auch Barfußlaufen und orthopädisches Schuhwerk oder Schuheinlagen können zu einer Entlastung führen. Bei fortgeschrittenem Hallux valgus (Ballenzeh) oder Großzehenarthrose raten wir zu einer Operationen. Die Art der Operationsmethode hängt dabei vom Stadium der Fußerkrankung, einer möglichen Arthrose im Großzeh und dem Alter der Patienten ab. Nach der Operation legen wir dem Patienten eine vorbereitete Gipsschiene an, die den Fuß für einige Tage schützt. Anschließend wird ein Vorfußentlastungsschuh angepasst und mit Abrollbelastung an Gehhilfen begonnen. Vor der Entlassung aus der Klinik und gegebenenfalls sechs Wochen nach der Operation führen wir eine Röntgenkontrolle durch. Bis zu einer Belastung mit dem halben Körpergewicht ist es notwendig, dass die Patienten sich täglich Thrombosespritzen verabreichen.

Als Hallux rigidus bezeichnet man den Gelenkverschleiß (Arthrose) des Grundgelenks der großen Zehe. Die Erkrankung verursacht zunächst Schmerzen und führt dazu, dass sich der Umfang am Ballen vergrößert. In der Folge kann das schleichend zur Versteifung des Gelenks führen. Typischerweise tritt auch eine Bewegungseinschränkung der Großzehe auf, weshalb Patienten wiederum den Fuß falsch belasten.  

Bei leichten Erkrankungen stehen konservative Maßnahmen im Vordergrund der Behandlung. Durch entzündungshemmende Medikamente und Einlagen sollen Schmerzen reduziert, Schwellungen gelindert und die Gelenkbeanspruchung verringert werden. Physiotherapie kann die Gelenkbeweglichkeit verbessern. Der Gelenkverschleiß bildet sich jedoch nicht zurück. In fortgeschrittenen Krankheitsstadien kommen operative Verfahren zum Einsatz. Die jeweilige Operationsmethode ist dabei abhängig vom Alter und der Aktivität des Patienten. Bei jüngeren Patienten wird oft die Arthrodese (gelenkversteifende OP) eingesetzt. Dadurch können sie wieder schmerzfrei abrollen und die Beweglichkeit im Zehenendgelenk bleibt erhalten. Bei älteren Patienten wird oft ein Teil des Grundgliedes der großen Zehe entfernt und der Zeh dadurch verkürzt (sogenannte Operation nach Keller-Brandes).

Hammerzehen und Krallenzehen sind Fehlstellungen der Zehengelenke. Von einem Hammerzeh spricht man, wenn das Zehenendgelenk dauerhaft gebeugt ist – auch, wenn eigentlich alle Zehen entspannt oder gestreckt sind. Bei einer Krallenzehe ist das Mittel- oder Endgelenk gekrümmt, während das Zehengrundgelenk sehr gerade ausgestreckt beziehungsweise überstreckt ist. Hammerzeh und Krallenzeh entwickeln sich relativ unscheinbar: Oft beobachtet der Patient eines Tages kleine Erhebungen an einem Zeh oder an mehreren Zehen. Im Laufe der Zeit verformt sich der Zeh, Mittel- oder Endgelenke verkrümmen sich und stoßen an die Schuhdecke. Als Folge entstehen schmerzhafte Druckstellen (Hühneraugen) auf den betroffenen Zehen. Ein unbehandelter Hammer- oder Krallenzeh kann im Laufe der Zeit vollständig verkrümmen und versteifen.   

Im Frühstadium, wenn die Fehlstellung noch nicht so stark ausgeprägt ist, ist eine konservative Behandlung möglich: spezielle Schuheinlagen oder Nachtschienen, die den Zeh über Nacht strecken sollen, sowie Zehengymnastik bei Physiotherapeuten und bequemes Schuhwerk. Hat sich der Zeh bereits stark verformt, hilft nur die Operation, um die Krümmung der Zehen zu beseitigen. Dabei gibt es verschiedene Operationsmethoden. Beispielsweise kann das betroffene Zehengelenk versteift werden – jedoch in einer normalen Stellung. Weiterhin können wir den betroffenen Knochen entfernen und gleichzeitig die Sehnen und Muskeln wieder aufbauen. Die Art der Operation ist abhängig vom Erkrankungsstadium und der Aktivität der Patienten.