Ektope atriale Tachykardie

Anders als die anderen Herzrhythmusstörungen aus der Herzvorkammer, wird in einer ektopen atrialen Tachykardie keine kreisende Erregung festgestellt, sondern ein unabhängiger Fokus in einer beliebigen Stelle in der Herzvorkammer, die die Taktgeberfunktion übernimmt. Da diese Stelle einen schnelleren Takt angibt, bemerken die Patienten oft Herzrasen. Üblicherweise kann die Stelle durch eine medikamentöse Therapie, z.B. durch Betablocker, unterdrückt werden. Reicht die medikamentöse Therapie nicht aus, sollte bei hochsymptomatischen Patienten eine EPU durchgeführt werden. Hier wird mithilfe einer dreidimensionalen Bildgebung der Ursprung der Tachykardie festgestellt. Anschließend kann an dieser Stelle eine gezielte Verödungstherapie erfolgen.

Untersuchungsablauf:


Für die Untersuchung benötigt man neben den Ablationskatheter drei diagnostische Elektrodenkatheter (RV, CS und HD-Mapping Katheter (HD-Grid oder Pentaray)). Diese werden über die Leistenvenen bis zum Herzen eingeführt. Deshalb werden beide Leisten für diese Untersuchung vorbereitet. Falls der Ursprung der Rhythmusstörung in der linken Vorkammer liegen sollte, muss eine Punktion durch die Vorhofscheidewand vorgenommen werden (transseptale Punktion). Die Behandlung wird unter guter lokaler Betäubung und ausreichender Anlagosedierung (intravenöse Schmerz- und Sedierungstherapie) durchgeführt.


Nach der Behandlung wird ein zirkulärer Druckverband um die Leiste für einige Stunden (in der Regel vier bis sechs Stunden) angelegt. Sie werden nach dem Aufwachen auf Ihrer Station mit einem Fernüberwachungsgerät bis zum nächsten Tag überwacht.
Wir empfehlen Ihnen, nach der Behandlung die Leisten für weitere drei Tage zu schonen. Um Nachblutungen aus den Leisten zu verhindern, sollten in dieser Zeit folgenden Tätigkeiten vermieden werden: Schweres heben, Fahrrad fahren, starkes pressen im Bauch, schnelles laufen, Schwimmen oder ähnliches.