Endoskopische Untersuchungen in der Gastroenterologie

Im Mittelpunkt der endoskopischen Untersuchungsmethoden steht die Spiegelung von Magen, Zwölffingerdarm und Dickdarm. Pro Jahr führen wir etwa 3.700 Endoskopien des Magen-Darm-Trakts durch.

Nachfolgend stellen wir Ihnen die einzelnen Ultraschalluntersuchungen, die wir in unserer Gastroenterologie anbieten, vor:

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Bei einer Magenspiegelung betrachten wir den oberen Abschnitt des Verdauungstraktes von innen und untersuchen die Schleimhaut auf Auffälligkeiten. Die Untersuchung umfasst neben dem Magen auch die Speiseröhre und den Zwölffingerdarm.

Das Untersuchungsgerät ist ein dünner biegsamer Schlauch, in dessen Inneren mehrere Kanäle verlaufen. An der Spitze des Endoskopes befindet sich eine Miniaturkamera, die Bilder im Inneren des Körpers aufnimmt und uns auf einem Bildschirm anzeigt. Durch den anderen Kanal können wir beispielsweise eine winzige Zange oder Schlinge schieben, um Gewebeproben zu entnehmen.

Für die Behandlung müssen Sie nüchtern sein, das heißt, mindestens sechs Stunden vor der Untersuchung dürfen Sie nichts mehr essen. Bis zu zwei Stunden vorher dürfen Sie noch klare Flüssigkeiten wie Wasser, Tee und Brühe zu sich nehmen. Rauchen sollten Sie unterlassen, da es die Magensaftproduktion anregt. Welche Medikamente Sie gegebenenfalls absetzen oder ersetzen müssen, besprechen wir mit Ihnen vor der Behandlung.

Damit die Behandlung für Sie weniger unangenehm ist, betäuben wir Ihren Rachen. Auf Wunsch erhalten Sie auch eine kurz wirksame Narkose. Die Untersuchung erfolgt im Liegen. Wir führen das Endoskop durch den Mund in die Speiseröhre. Damit Sie nicht aus Versehen auf das empfindliche Gerät beißen, bekommen Sie einen Beiß-Ring zwischen die Zähne. Für eine bessere Sicht blasen wir Luft in Ihren Magen. Somit entfernen sich die Magenwände voneinander und die Schleimhaut lässt sich besser beurteilen. In der Regel ist die Magenspiegelung nicht schmerzhaft.

Während der Magenspiegelung können wir beispielsweise Gewebeproben für eine feingewebliche Untersuchung entnehmen oder Polypen entfernen. Bei Verengungen in der Speiseröhre, z. B. bei Tumoren oder bei narbigen Verengungen bei einem Rücklaufen von Magensäure in die Speiseröhre (Refluxkrankheit), können wir die Verengung aufdehnen oder ein Platzhalterröhrchen einsetzen.

Sofern Sie ein Betäubungs-, Beruhigungs- oder Schmerzmittel bekommen haben oder der Eingriff in Kurznarkose durchgeführt wurde, ist Ihr Reaktionsvermögen nach der Untersuchung eingeschränkt. Bitte lassen Sie sich von einer Begleitperson abholen. Sie sollten für 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen, keinen Alkohol trinken, keine gefährlichen Tätigkeiten ausüben oder wichtige Entscheidungen treffen. Haben wir Ihren Rachen örtlich betäubt oder Polypen abgetragen, dürfen Sie nach Untersuchungsende etwa zwei Stunden nichts essen und trinken. Wurden Polypen abgetragen, nehmen wir Sie zudem stationär in unserer Klinik auf.

Darmspiegelung (Koloskopie)

Bei einer Darmspiegelung betrachten wir den gesamten Dickdarm von innen und untersuchen die Schleimhäute auf Auffälligkeiten, um Erkrankungen am Dickdarm sowie am Ende des Dünndarms abzuklären. Oft erfolgt die Koloskopie im Rahmen der Krebs-Vorsorge.

Das Untersuchungsgerät ist ein dünner biegsamer Schlauch, in dessen Inneren mehrere Kanäle verlaufen. An der Spitze des Endoskopes befindet sich eine Miniaturkamera, die Bilder im Inneren des Körpers aufnimmt und uns auf einem Bildschirm anzeigt. Durch den anderen Kanal können wir beispielsweise eine winzige Zange oder Schlinge schieben, um Gewebeproben zu entnehmen.

Bereits eine Woche vor der Untersuchung sollten Sie auf grob geschrotetes Brot, Müsli, Trauben, Kiwis und andere körnerhaltige Lebensmittel verzichten. Die kleinen Kerne verbleiben sehr lange im Darm und können die feinen Kanäle der Endoskope verstopfen. Am Vortag der Untersuchung dürfen Sie morgens noch ein leichtes Frühstück und mittags eine klare Brühe zu sich nehmen. Danach nur noch Getränke wie Mineralwasser, Tee und Fruchtsäfte ohne Fruchtfleisch. Am Nachmittag erhalten Sie für die Darmreinigung eventuell ein Abführmittel und eine spezielle Abführlösung. Je mehr Sie trinken, desto besser ist der Darm für die Untersuchung gereinigt. Am Untersuchungstag müssen Sie morgens (terminabhängig) einen Liter der Abführlösung trinken. Nach Bedarf können Sie zusätzlich noch Wasser zu sich nehmen.

Einige Patienten empfinden die Spiegelung als unangenehm. In der Regel verabreichen wir Ihnen deshalb ein leichtes Beruhigungsmittel. Gegebenenfalls führen wir die Untersuchung auch in Kurznarkose durch. Während der Untersuchung liegen Sie linksseitig auf einer Liege oder auf einem besonderen Behandlungsstuhl. Durch den After schieben wir das Endoskop in den Dickdarm bis zur Mündung des Dünndarms. Damit die Darmwände sich voneinander entfernen und wir die Schleimhaut besser betrachten können, blasen wir Luft in den Darm. In der Regel sind die Behandlungsmaßnahmen schmerzfrei.

Bei der Darmspiegelung können wir krankhafte Veränderungen im Darm erkennen, wie Entzündungen und Polypen und Gewebeproben für eine feingewebliche Untersuchung entnehmen. Auch die Behandlung und Entfernung von Polypen ist während einer Darmspiegelung möglich. Hierzu umfassen wir den Polypen mit einer Drahtschlinge, trennen ihn mittels Stromzufuhr ab und entfernen ihn durch das Endoskop.

Wurde die Spiegelung ambulant durchgeführt, lassen Sie sich bitte von einer Begleitperson abholen und stellen Sie sicher, dass auch zu Hause eine Aufsichtsperson ein Auge auf Sie hat. Sofern Sie ein Betäubungs-, Beruhigungs- oder Schmerzmittel bekommen haben oder der Eingriff in Kurznarkose durchgeführt wurde, ist Ihr Reaktionsvermögen nach der Untersuchung eingeschränkt. Es ist normal, dass Sie sich schläfrig und müde fühlen. Auf Essen und Trinken sollten Sie für mindestens eine Stunde nach der Untersuchung verzichten. Zudem sollten Sie für 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen, keinen Alkohol trinken, keine gefährlichen Tätigkeiten ausüben und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Treten nach der Darmspiegelung starke Bauchschmerzen oder andere Beschwerden (Schwindel, Übelkeit, Fieber) auf oder tritt Blut aus dem After aus, informieren Sie bitte umgehend Ihren behandelnden Arzt.

Krebsvorsorge

Die Darmspiegelung ist Bestandteil der Darmkrebs-Früherkennung. Die Vorsorgeuntersuchung kann ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre in Anspruch genommen werden. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Die Untersuchung ist zurzeit die effektivste und treffsicherste Methode, Tumoren und Polypen im Darm zu erkennen.