Aktuelle Besucherregelung

Wir möchten das Sicherheitslevel für Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher hoch halten. Aufgrund unseres Hausrechts bleiben wir, abweichend von der neuen Thüringer Verordnung, bei unserer bestehenden Besucherregelung, die seit 25. Mai 2020 gilt. Zutritt nur mit Besucher-Dokument (auch vor Ort erhältlich) -  Weiterführende Infos.

Kurzzeitige Bewusstlosigkeit

Ein kurzandauernder Bewusstseinsverlust kann infolge einer vorübergehenden Minderdurchblutung des Gehirns auftreten. Diese tritt letztlich durch einen Blutdruckabfall auf. Ärzte nennen diese Form einer kurzzeitigen Bewusstlosigkeit Synkope. Sie ist charakterisiert durch rasches Einsetzen der Bewusstlosigkeit, kurze Dauer (meist Sekunden) und spontane, rasche und vollständige Erholung.

Synkopen treten in der Allgemeinbevölkerung häufig auf, jeder Fünfte ist einmal in seinem Leben davon betroffen. Wenn eine solche kurzzeitige Bewusstlosigkeit, in der Regel mit Um- oder Hinfallen, aufgetreten ist, sollten Sie sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Nur ein Arzt kann die häufig auftretenden harmlosen Synkopen infolge Kreislaufkollaps (durch langes Stehen oder unangenehme Empfindungen ausgelöst) von lebensbedrohlichen Voranzeichen einer schweren Herzerkrankung oder Herzrhythmusstörung differenzieren.

Kurzzeitiger Bewusstseinsverlust anderer Ursache

Außerdem muss der Arzt auch eine Differenzierung zu anderen häufigen Formen einer kurzzeitigen Bewusstlosigkeit vornehmen, wie z.B. einer Epilepsie (mit erhöhter Gehirnaktivität einhergehender Krampfanfall). Hierbei hilft uns die intensive Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Neurologie unseres Hauses.

Untersuchungen zur Abklärung einer Synkope

Eine initiale Abschätzung der Ursache und Dringlichkeit weiterer Untersuchungen kann bereits mit drei grundlegenden Maßnahmen erfolgen:

Der Erhebung einer ausführlichen Krankengeschichte inklusive Beobachtung des Ereignisses durch Dritte, EKG (Elektrokardiogramm) und ggf. 10 minütiger Steh-Test mit Blutdruck- und Herzfrequenzmessung.

Bei Vorliegen von Risikofaktoren nach der Krankengeschichte oder dem EKG muss eine 24h EKG-Überwachung eingeleitet werden. Dazu steht uns eine mit Telemetrie ausgestattete Station zur Verfügung. Der Patient wird dort mittels EKG-Monitor überwacht, kann sich aber auf der Station frei bewegen. Die weitere Abklärung übernimmt ein spezialisiertes Team.

Je nach Vorgeschichte, Symptomatik vor/während des Ereignisses und initialen Befunden sind ggf. weitere Untersuchungen erforderlich, die wir alle in unserem Haus durchführen können:

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