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Ein künstliches Gelenk für mehr Mobilität

Ein künstliches Gelenk für mehr Mobilität

Hohe Fallzahlen unserer Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie belegen gleichermaßen unsere Expertise und unsere Routine. Nachfolgend finden Sie einige Informationen über unsere Behandlungskonzepte für Gelenkersatzoperationen einschließlich der verwendeten Implantate.

Vortrag "Die schmerzende Hüfte"

Vortrag "Die schmerzende Hüfte"

Am 13. März fand bereits der 8. Gesundheitsdialog in Kooperation mit dem Wochenanzeiger und der Volksbank Rhein-Ruhr statt. Das Thema diesmal: "Die schmerzende Hüfte".

Falls Sie nicht dabei sein konnten, lesen Sie hier die wesentlichen Inhalte der Veranstaltung nach.

Unsere Behandlungskonzepte

Häufigste Ursache für Schäden an Gelenken ist ihr Verschleiß (Arthrose). Dieser entsteht durch Aufbrauchen des Gelenkknorpels am Hüftkopf und der Hüftgelenkspfanne. Reaktionen am Knochen wie Zysten oder knöcherne Anbauten am Hüftkopf oder der Pfanne (Osteophyten) beeinträchtigen dann die Beweglichkeit der Gelenke. Folgen sind Gelenkschmerzen, vor allem in der Leiste und an der Oberschenkelvorder- und -innenseite. Die Beweglichkeit des Hüftgelenks nimmt immer mehr ab.

Wir arbeiten mit allen modernen Implantatformen, um unseren Patienten die je nach Alter, dem Ausmaß des Verschleißes und dem jeweiligen Anspruch an die Belastung individuell bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

In besonders schweren Fällen z. B. bei einer Rheuma-Hüfte kommt die so genannte CTX-Prothese zum Einsatz. Diese wird via Computertomographen vorab angefertigt und passt exakt in Oberschenkelknochen und Hüftpfanne wie ein Schlüssel in das Schloss.

Hüftprothesen  - zementfrei und zementiert

In der Regel verwenden wir eine zementfrei Prothese, bei der sich die raue Oberfläche des Prothesenschafts stabil mit dem umgebenden Knochengewebe verbindet. Dies geschieht durch eine natürliche Heilungsreaktion des Körpers. Wenn aber die Knochenqualität des Patienten nicht ausreicht, kann als Bindeglied zwischen der Prothesenoberfläche und dem umliegenden Knochen auch ein biologisch gut verträglicher Klebstoff- der sog. Knochenzement - zum Einsatz kommen. Welche Methode für den Patienten in Frage kommt, wird ganz individuell besprochen und entschieden. 

Durch Implantation eines künstlichen Kniegelenks können wir Schmerzen lindern und die Funktion des Knies wiederherstellen. Bei dem chirurgischen Eingriff werden die abgenutzten oder beschädigten Oberflächen des Kniegelenks entfernt und durch künstliche Teile ersetzt.

Kniegelenksarthrosen gehen meist mit einer Achsverschiebung des Beines einher. Wir unterscheiden dabei das O-Bein und das X-Bein. Wir verwenden routinemäßig ein Kunstgelenk mit einem mobilen Inlay auf dem Schienbein, das eine Drehung des Unterschenkels bei Kniebeugung erlaubt. Bei einem O-Bein besteht die Möglichkeit, diese Prothese auch als Schlittenprothese zu implantieren. Hierzu sollte jedoch die äußere Hälfte des Kniegelenkes keine Arthrose aufweisen.    

Nach Hüft- und Knieendoprothesen ist die Schulterprothese – allerdings mit großem zahlenmäßigen Abstand – die dritte Endoprothese, die häufig eingesetzt wird. In den letzten Jahren hat man sich bei der Entwicklung dieser Prothesen sehr um die Rekonstruktion der individuellen Gelenkgeometrie bemüht. Überwiegend werden die Schultergelenke ohne Pfanne eingesetzt. Nur bei starken Deformitäten ist auch eine Pfannenimplantation nötig. 

Wir nehmen bei uns auch sämtliche Wechseloperationen vor, wenn Endoprothesen teilweise oder komplett ausgewechselt werden müssen. Das kann notwendig werden, wenn sich künstliche Gelenke lockern oder verschleißen. Rund jeder vierte Eingriff im Rahmen einer Hüftprothese ist bei uns inzwischen eine Wechseloperation. 

Wechseloperationen der Hüfte sind zumeist aufwändiger, da bei der Implantation bereits Knochenteile zum Einbringen der Prothese entfernt wurden. Große Knochendefekte werden dabei mit Knochentransplantaten aus der eigenen Knochenbank aufgefüllt, um so eine Knochenregeneration zu unterstützen. Die Knochenbank wird nach den Vorschriften des Arbeitskreises Knochentransplantation der DGOOC geführt. Die teilweise sehr ausgedehnten Knochendefekte an der Hüftpfanne benötigen häufig die Beckenverstärkung durch eine Pfannenstützschale (Reintitan), die als Standardimplantat aber auch als individuelle Anfertigung Verwendung findet.  Bei Wechseloperationen des Kniegelenks sind zudem oft gekoppelte Formen von Endoprothesen erforderlich, die je nach individueller Anforderung verlängert werden können (modulare Verlängerung).

Weitere Informationen

Bei Fragen zu unserer Abteilung und unseren Leistungen sprechen Sie uns gerne jederzeit an.

Sekretariat

Margit Bosbach

0203 546 2103
Margit Bosbach