Wie läuft eigentlich eine Narkose ab?

Wie läuft eigentlich eine Narkose ab?

Die Narkose ist eine Form der Anästhesie, bei der Ihr Bewusstsein und Ihr Schmerzempfinden ausgeschaltet werden. Während der Narkose befinden Sie sich in einem schlafähnlichen Zustand. Die lebenswichtigen Funktionen wie Atmung und Kreislauf werden dabei mit moderner Technik überwacht und aufrecht erhalten.

  1. Vor der Narkose

    Bis sechs Stunden vor der Narkose dürfen Sie essen und bis zwei Stunden davor klare Flüssigkeiten trinken. Welche Ihrer Medikamente Sie am Morgen des Operationstages einnehmen sollen, erklärt Ihnen der Narkosearzt im Vorbereitungsgespräch. Vor der Narkose werden Sie an den Überwachungsmonitor angeschlossen und erhalten einen Venenzugang, über welchen wir die Narkosemedikamente verabreichen.

  2. Während der Narkose

    Zur Narkose setzen wir eine Medikamentenkombination ein, die aus Schlafmitteln, Schmerzmedikamenten und muskelerschlaffenden Arzneien besteht. Bis zum Operationsende wird die Narkose kontinuierlich aufrecht erhalten.

    In der Narkose werden Schluck- und Atemreflexe unterdrückt. Um eine stabile Atmung zu gewährleisten, wenden wir unterschiedliche Hilfsmittel an. Dazu zählen Beatmungsschlauch (Tubus), Kehlkopfmaske und Gesichtsmaske. Die Wahl der Atemhilfe richtet sich nach Operation und Patient und wird vom Narkosearzt festgelegt.

    Je nach Operationsverlauf kompensieren wir Flüssigkeits- und Blutverluste und setzen Medikamente zur Unterstützung von Kreislauf und Atmung ein.

    Vor dem Erwachen aus der Narkose werden Tubus oder Kehlkopfmaske entfernt.

    Nach großen Operationen oder bei sehr schwer kranken Patienten kann die Fortsetzung von Narkose und Beatumung auf der Intensivstation erforderlich sein.

  3. Nach der Narkose

    Nachdem Sie aus der Narkose erwacht sind, beobachten wir Sie noch einige Zeit im Aufwachraum oder auf der Wachstation. Fachpersonal betreut Sie dort und behandelt eventuelle Übelkeit oder Schmerzen.