Demenz mit vielen Gesichtern

Eine Demenz kann viele Ursachen haben. Es ist sehr wichtig bei Verdacht einer Demenz möglichst früh alle behandelbaren Ursachen auszuschließen. Bei vielen Formen der Demenz lässt sich der Verlauf durch diverse Therapien verzögern.

Das Risiko für eine Demenz steigt mit zunehmendem Alter. Eine Demenz kann unterschiedliche Ursachen haben und in verschiedenen Formen auftreten.  Immer kommt es hierbei zum Verlust kognitiver Leistungen und zusätzlich können andere Begleitsymptome auftreten, oder sogar im Vordergrund stehen.  Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Demenzen unterschieden. Für eine Therapiemaßnahme muss erst nach der möglichen Ursache gesucht werden.

Was ist eine Demenz?

Eine Demenz wird als anhaltende oder fortschreitende Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des Denkens oder anderer Gehirnleistungen beschrieben. Die Ursachen dafür können Eiweißablagerungen oder Durchblutungsstörungen im Gehirn oder aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten sein.

Welche Symptome gehen mit einer Demenz einher?

Eine Demenz-Erkrankung ist ein schleichender Prozess. Nicht alle Veränderungen werden  von dem betroffenen selbst  wahrgenommen. Neben Gedächtnisproblemen kann es zu einer zeitlichen und örtlichen Desorientiertheit, Verhaltensänderungen, Reizbarkeit und Interessenlosigkeit kommen. Sollten Sie bei Ihren Angehörigen gehäuft solche Zeichen wahrnehmen, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen.

Welche Arten einer Demenz gibt es?

  • Alzheimer
  • Vaskuläre Demenz
  • Gemischte Demenz
  • Lewy-Body-oder Lewy-Körperchen-Demenz
  • Frontotemporale Demenz
  • Korsakow-Syndrom
  • Creutzfeldt-Jakob Krankheit
  • Andere Ursachen

Diagnostik

Die Demenz kann zahlreiche Ursache haben. Wichtig ist es, möglichst früh die zugrundeliegenden Ursachen zu erkennen und den Schweregrad zu bestimmen. Deswegen ist eine gründliche neurologische Untersuchung erforderlich, nach der sich die weitere Diagnostik und Behandlung richtet.
Um die Diagnose Demenz stellen zu können, erheben wir in einem ärztlichen Gespräch gemeinsam mit dem Patienten und den Angehörigen die genaue Krankengeschichte sowie Vorerkrankungen. Durch eine neuropsychologische Testeung  erfassen wir sehr genau, wie sehr Gedächtnis, Konzentration, Sprache und Orientierung beeinträchtigt sind. In der Regel sind Untersuchungen von Blut und Nervenwasser notwendig, um behandelbare Ursachen zu erfassen. In Zusammenarbeit mit den Kollegen der Neuroradiologie schauen wir mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) nach zu grunde liegenden  Strukturveränderungen des Gehirns. Evtl. erfolgt auch eine Stoffwechseluntersuchung des Gehirns in der Abteilung für Nuklearmedizin.

Gibt es eine Therapie bei Demenz?

Ein Großteil der Demenzen kann nach heutigem Wissensstand nicht geheilt werden. Jedoch finden sich zahlreiche Methoden und Medikamente, die den Prozess verlangsamen und Nebenerscheinungen abmildern. Hierzu  passen  wir die Therapie je nach Stadium der Krankheit an. Darüber hinaus beraten wir über  nicht-medikamentöse Maßnahmen und helfen diese im Alltag umzusetzen . Dazu zählt auch die Sozialberatung für unterstützende Hilfestellungen im privaten Umfeld. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an unsere Spezialisten.

So erreichen Sie uns

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Prof. Dr. med. Georg Hagemann

Chefarzt der Neurologie

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