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Gefährdungen erkennen und behandeln

Ein rechtzeitiger minimal-invasiver Eingriff bei einem Hirn-Aneurysma ersetzt häufig eine aufwändige Schädeloperation.

Was ist ein Aneurysma?

Zirka 350 Millionen Menschen mit Hirn-Aneurysma gibt es weltweit. Gefährdet sind vor allem Menschen mit einer besonderen Form von Bindegewebsschwäche, sehr hohem Blutdruck oder starke Raucher. Die Größe eines Hirn-Aneurysmas variiert zwischen einem Millimeter und zehn Zentimetern. Etwa 2,5 Prozent der erwachsenen Deutschen hat eine solche Aussackung eines Blutgefäßes im Gehirn. Die dünner werdende Gefäßwand kann jederzeit reißen und dann kommt es zur lebensbedrohlichen Hirnblutungen. Um einer solchen Hirnblutung vorzubeugen, führen wir eine schonende endo-vaskuläre (innerhalb der Gefäße durchgeführte) Behandlung durch, das so genannte „Coiling“.

Angiographische Diagnostik

Das besonders schonende Behandlungsverfahren der endovaskulären Therapie wird im Institut für Neuroradiologie durchgeführt. Die dort durchgeführten bildgebenden Untersuchungen der Gefäße – Angiographien –  bilden die diagnostische Grundlage für diese Operation.

Die moderne Operationstechnik gestattet dem Neurochirurgen, die Durchblutungsverhältnisse im Gehirn mit der ICG Angiographie (englisch: indocyanine green) genau zu analysieren. Dabei handelt es sich um einen fluoreszierenden Farbstoff, der intravenös gegeben wird. Der Operateur kann sehr gut erkennen, wie der Farbstoff über die arterielle Seite des Blutkreislaufs anflutet, die kapilläre Phase des Gehirns anfärbt und schließlich durch die großen Venen der Gehirnoberfläche abtransportiert wird.

Coiling – ein schonendes Verfahren

Duch die genaue Diagnostik kann das Aneurysma mit dem so genannten „Coiling“ restlos ausgefüllt werden. Dabei führen die Ärzte einen Katheter über die Leistenarterie und durch die Bauchschlagader bis ins Gehirn. Über den Katheter werden weiche Platin-Spiralen (Coils) in das Hirn-Aneurysma geschoben. Dort rollt sich die Spirale zu einem festen Knäuel auf und füllt die Ausbuchtung voll aus, so dass diese vom Blutstrom abgegrenzt ist. Die Gefahr der Hirnblutung ist damit gebannt.

Großer Vorteil dieser minimal-invasiven Methode: Eine Operation mit einer Öffnung des Schädels ist nicht mehr notwendig. Das umliegende Gehirngewebe wird geschont, die Gefahr von nervlichen Ausfällen wie Seheinschränkungen, Sprach- und Denkstörungen oder schweren Lähmungen ist minimiert. Für den Patienten bedeutet das eine kürzere Liegezeit, geringere Schmerzen und eine kleinere, nicht sichtbare Narbe.

Erfolgreiche Durchführung

Bereits über 500 Patienten konnten wir am Helios Klinikum Berlin Buch durch die Coil-Therapie erfolgreich behandeln. Der Anteil der offen operierten Patienten ging dadurch auf unter 10 Prozent zurück, da nur dann operiert wird, wenn eine endo-vaskuläre, also von der Innenseite der Gefäße kommende, Katheterversorgung durch das „Coiling“ nicht mehr möglich ist. Die klinischen Ergebnisse für die Coil-Patienten sind ausgezeichnet, und liegen über denen der internationalen Aneurysmastudie (ISAT).

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