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Wissenswertes rund um die Herzkatheter-Untersuchung

Eine Herzkatheter-Untersuchung kann zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Herzens eingesetzt werden. Was Sie vor, während und nach der Untersuchung beachten sollten, erfahren Sie hier.

Die Herzkatheter-Untersuchung dient dazu,  Durchblutungsstörungen des Herzmuskels oder Erkrankungen der Herzklappen und Herzkammern  zu erkennen. Durch einen sogenannten Rechtsherzkatheter kann zudem der Lungenkreislauf  untersucht werden. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes liegt zumeist zwischen ein und drei Tagen.

In der Regel wird der Katheter über eine Schlagader zum Herzen geführt. Die Schlagader wird dabei mit einer dünnen Nadel über die Haut punktiert (eingestochen), z. B. an Handgelenk, Ellenbeuge oder in der Leiste. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung, eine Vollnarkose ist nicht notwendig.

Über ein in die Herzkranzgefäße gespritztes Röntgenkontrastmittel können anhand einer kurzen Röntgendurchleuchtung Verengungen (Stenosen) oder Verschlüsse festgestellt werden. Falls notwendig, können diese direkt im Anschluss gedehnt und mit einer Gefäßprothese (Stent) versehen werden.

Der Ablauf im Überblick:

  1. Vorgespräch

    Im Vorgespräch werden Sie über den Ablauf der Behandlung aufgeklärt und willigen mit Ihrer Unterschrift in die Untersuchung ein. Das Gespräch findet in der Regel am Vortag der Untersuchung statt. Bringen Sie dazu bitte etwaige Vorbefunde mit.

  2. Tag der Untersuchung

    Am Tag der Herzkatheter-Untersuchung bitten wir Sie, sechs Stunden vor dem Eingriff nüchtern zu bleiben. Findet die Untersuchung erst am Nachmittag statt, ist also ein kleines Frühstück möglich. Ein Schluck Wasser, um notwendige Medikamente einzunehmen, ist immer erlaubt.

    Bei einer Nierenschwäche erhalten Sie vor und nach der Untersuchung in der Regel eine Infusionsbehandlung. Dadurch wird Ihre Niere vor dem Röntgenkontrastmittel geschützt. Ist bei Ihnen eine Kontrastmittel-Allergie bekannt, erhalten Sie zusätzlich Medikamente, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

  3. Nach der Untersuchung

    Je nachdem, welche Schlagader punktiert wurde, dürfen Sie gleich nach der Herzkatheter-Untersuchung nach Hause gehen. In einigen Fällen verordnen wir eine Bettruhe von drei bis sechs Stunden. In dieser Zeit wird ein Druckverband über der Einstichstelle angebracht, der einen sicheren Verschluss des Gefäßes gewährleistet und eine Nachblutung verhindert.

    Vermeiden Sie in den ersten Tagen nach der Untersuchung schwere körperliche Arbeit und schweres Heben – insbesondere wenn zur Untersuchung die Leistenschlagader punktiert wurde.

So erreichen Sie uns

Dr. med. Artur Lange

Leiter Interventionelle Kardiologie

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