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Chirurgie der Tränenwege und der Augenhöhle: Schonende Behandlungsmethoden

Erkrankungen im Bereich der Augenhöhle (Orbita) können verschiedene Ursachen haben: Blockaden der Tränenwege, gut- oder bösartige Tumoren, Entzündungen oder Verletzungen. Unsere HNO-Klinik bietet verschiedene schonende Behandlungsmethoden.

Erkrankungen der Tränenwege

Unsere Tränendrüse produziert kontinuierlich Tränenflüssigkeit. Diese läuft über die Tränenpunkte im unteren Augenlid und die Tränenwege zur Nase ab. Befindet sich hier eine Blockade oder Verengung (Tränenwegsstenose), kann die Tränenflüssigkeit nicht mehr abfließen, das Auge tränt ständig. Ursache können Verletzungen oder Entzündungen sein.  

Auch bei Kindern können solche Verengungen auftreten. Sie sind meist angeboren und äußern sich schon im Säuglingsalter durch tränende und entzündete Augen.

Eine Tränenwegsspülung gibt uns Aufschluss über die genaue Lage der Verengung oder des Verschlusses. Danach öffnen wir die Engstelle mithilfe eines feinen Bohrers oder Lasers und legen einen dünnen Silikonschlauch in die Tränenwege. Dieser verhindert in den nächsten drei bis sechs Monaten, dass sich die Tränenwege wieder verschließen.  

Führt dies nicht zum Erfolg oder liegt der Verschluss tiefer, stellen wir die Verbindung zwischen Tränensack und Nasenraum operativ her. Dazu ist kein Schnitt von außen nötig: Wir führen ein sehr feines Endoskop über die Nase ein und stellen über den Knochen einen neuen Zugang her. Die Tränen können wieder abfließen.

Bei der Geburt ist der Tränen-Nasengang noch verschlossen. In den ersten Lebenswochen öffnet er sich normalerweise. Geschieht dies nicht, sprechen wir von einer angeborenen Tränenwegsstenose.  

Zunächst spülen wir die Tränenwege. Häufig öffnen sie sich dadurch bei Kindern von alleine. Führt dies nicht zum Erfolg, wird unter Narkose ein kleines Silikonröhrchen in den Tränenweg eingelegt. Dieses hält die Tränenwege offen. Nach drei bis sechs Monaten kann das Röhrchen wieder entfernt werden.

Erkrankungen der Augenhöhle (Orbita)

Die Augenhöhle kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein. Zu den häufigsten gehören Tumoren, Entzündungen oder Verletzungen. Diese können zu ganz unterschiedlichen Symptomen wie Schmerzen, Doppelbildern, Sehstörungen oder auch einer sichtbaren Vorwölbung des Augapfels führen.

In der Augenhöhle kann sich eine Vielzahl gut- oder bösartiger Tumoren bilden. Diese entwickeln sich zum Teil aus der Augenhöhle selbst, können aber auch aus dem benachbarten Gewebe in die Augenhöhle einwachsen. Die Therapie besteht in den meisten Fällen aus einer Kombination aus Operation und Bestrahlung.  

Operationen an der Augenhöhle erfordern viel Erfahrung. Wir operieren mit schonenden minimalinvasiven Methoden. Um die sensiblen Strukturen um die Augenhöhle wie beispielsweise den Sehnerv zu schonen, nutzen wir moderne Instrumente wie intraoperatives Monitoring oder computerassistierte Navigation. Diese ermöglichen uns ein präzises Operieren und eine optimale Sicht auf das Operationsfeld.

Die häufigste entzündliche Erkrankung der Augenhöhle ist die sogenannte endokrine Orbitopathie, auch Morbus Basedow genannt. Durch die Entzündung kommt es zu dem typischen Hervortreten der Augäpfel, Rötungen der Augen oder Schwellungen im Lidbereich. Auch eine Sehverschlechterung bis hin zum Doppeltsehen ist möglich.  

Die endokrine Orbitopathie ist eine Autoimmunerkrankung, die häufig in Zusammenhang mit einer Schilddrüsenerkrankung auftritt. Der erste Behandlungsschritt ist die medikamentöse Behandlung. Erreichen wir dadurch keine Besserung, können wir mit einer Operation Augenhöhle und Sehnerv entlasten. Dazu führen wir ein dünnes Operationsinstrument (Endoskop) über die Nasennebenhöhlen ein und entfernen überschüssiges Gewebe.

Nach Unfällen kommt es häufig zu Verletzungen der knöchernen Struktur der Augenhöhle. Dadurch können Fehlstellungen des Auges ausgelöst werden, die Doppeltsehen zur Folge haben. Mithilfe verschiedener Methoden können wir den Boden der Augenhöhle unterfüttern und wieder aufrichten.

Bei uns profitieren Sie von der intensiven Zusammenarbeit erfahrener Hals-Nasen-Ohrenärzte, Augenärzte und Strahlentherapeuten in einer der medizintechnisch modernsten Kliniken Deutschlands.

Kontakt

Priv.-Doz. Dr. med. Jörn Kuchenbecker

Chefarzt Klinik für Augenheilkunde

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(030) 94 01-54000

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Prof. Dr. med. Marc Bloching

Chefarzt Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

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(030) 9401-54100

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