Hautkrebs-Vorsorge

Unsere Experten empfehlen: 5 Tipps gegen weißen Hautkrebs

Unsere Experten empfehlen: 5 Tipps gegen weißen Hautkrebs

Weißer Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten weltweit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich circa zwei bis drei Millionen Menschen an der Tumorart erkranken. Tendenz steigend. Der Hauptrisikofaktor? Starke Sonneneinstrahlung. Unsere Experten haben Ihnen fünf wissenswerte Tipps zusammengetragen und erklären, wie Sie sich vorbeugend schützen können.

Was ist weißer Hautkrebs?

Als Hautkrebs werden bösartige Tumore bezeichnet, die an der Haut oder den Schleimhäuten auftreten. Unter dem Begriff „weißer Hautkrebs“ werden meist Basallzellkarzinome und Plattenepithekkarzinome zusammengefasst. Sie kommen deutlich häufiger vor als schwarzer Hautkrebs, der oftmals einem dunklen Muttermal oder einem Leberfleck gleicht. Weißer Hautkrebs hingegen kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Meist sind zudem Hautstellen betroffen, die häufiger als andere Körperteile Sonnenlicht und UV-Strahlung ausgesetzt sind. Dazu zählen der Kopf, das Gesicht, der Hals und das Dekolleté. Die betroffenen Hautpartien schuppen oder verfärben sich, können aber auch uneben werden, Juckreiz verursachen oder bluten. Charakteristisch für die Krebsart ist zudem ein langsamer Wachstum, der sich nicht selten über Jahre erstreckt. Besonders häufig betroffen sind Männer und Frauen zwischen 50 und 60 Jahren. Aber auch bei Kindern und Jugendlichen, die einer erhöhten UV-Belastung ausgesetzt sind, steigt bereits früh das Risiko einer späteren Erkrankung. Werden die Karzinome rechtzeitig erkannt, können sie mit einem kleinen Eingriff meist vollständig entfernt werden. Befindet sich der Tumor allerdings bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, wird er mit Medikamenten, einer Bestrahlung oder einem größeren Eingriff behandelt. Oftmals mit Erfolg: Derzeit liegen die Heilungschancen immerhin bei bis zu 95 Prozent.

So können Sie sich vor weißem Hautkrebs schützen

Von wegen Mythos - was den Verbrauch von Sonnencreme angeht, gilt tatsächlich: Viel hilft viel. Cremen Sie sich gründlich und am besten in regelmäßigen Abständen ein, um Ihre Haut dauerhaft zu schützen. Ganz gleich, ob Sie sich der Gartenarbeit widmen oder im Sommerurlaub ein entspanntes Sonnenbad nehmen wollen, die Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sollten Sie stets griffbereit haben. Das gilt übrigens besonders für Ausflüge an Seen, das Meer oder in die Berge. Dort ist die Sonneneinstrahlung sehr viel stärker als im heimischen Garten. Und auch beim Baden, Schnorcheln oder Tauchen ist Vorsicht geboten. Die Sonne dringt bis zu einen halben Meter unter die Wasseroberfläche ein, sodass Sie sich nicht nur vor, sondern auch nach der Erfrischung im kühlen Nass unbedingt eincremen sollten.

Neben der Verwendung von Sonnencreme ist auch der textile Sonnenschutz ein wichtiger Faktor, um das Risiko für weißen Hautkrebs zu minimieren. Wir empfehlen Ihnen daher, stets eine schützende Kopfbedeckung sowie langärmelige Kleidung dabeizuhaben. Ein breiter Strohhut, ein Cappy und ein luftiges Oberteil, welches Arme, Dekolleté und Hals bedeckt, reichen bereits aus, um die direkte Sonneneinstrahlung auf Ihre Haut abzuschwächen und Sonnenbrände zu vermeiden. Dies gilt vor allem auch für Säuglinge und Kleinkinder, die der prallen Sonne zu keiner Tageszeit ausgesetzt sein sollten.

Unsere Haut ist nicht nur unser größtes Organ, sondern verlangt auch besonders viel Pflege. Noch dazu gibt es viele verschiedene Hauttypen, die unterschiedlich auf den direkten Kontakt mit Sonneneinstrahlung reagieren. Eine allgemein bekannte Faustregel besagt: Je heller Ihre Haut ist, desto geringer ist ihr Eigenschutz. Umso wichtiger ist es dann, Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu verwenden. Generell empfehlen wir jedoch sowohl hellen als auch dunkleren Hauttypen, sich langsam an intensive Sonnenbäder heranzutasten und auch bereits gebräunte Haut gründlich einzucremen.

Hätten Sie es gewusst? Die künstliche Sonne auf Solarium-Bänken lässt Ihre Haut nicht nur schneller altern, noch dazu ist sie ein Risikofaktor für weißen Hautkrebs. Die bräunende Wirkung der Bestrahlung kommt oftmals ausschließlich durch langwelliges UVA-Licht zustande, welches die Bildung der Krebsart stark begünstigen kann. Und auch Sonnenbäder in der prallen Mittagssonne sollten Sie vermeiden, da die Einstrahlung zu dieser Tageszeit ebenfalls besonders intensiv ist und Ihrer Haut unter Umständen irreparable Schäden zufügt.

Die gute Nachricht: Wird weißer Hautkrebs frühzeitig erkannt, reicht meist schon ein kleiner Eingriff aus, um den Tumor zu entfernen. Wir empfehlen Ihnen daher dringend, Ihren Hautarzt aufzusuchen, sobald Sie Hautveränderungen feststellen. Ab einem Alter von 35 Jahren können Sie zudem alle zwei Jahre eine Hautkrebs-Früherkennung in Anspruch nehmen, bei der der gesamte Körper auf äußerliche Hautveränderungen untersucht wird.