Bestens informiert: Fragen und Antworten

Muss es immer die Vollnarkose sein?

Nein. Je nach operativem Eingriff kann die Narkoseform angepasst werden. Ob Voll- oder Teilnarkose wird mit Ihnen im Vorgespräch geklärt.

Was ist mit Zahnprothesen?

Auch dies klären wir im Vorgespräch. Die Beschaffenheit der Zähne, hier sind auch lockere Zähne relevant, wird berücksichtigt. Wir legen gemeinsam fest, was getan werden muss, um eine sichere Anästhesie  zu gewährleisten. Eine Zahnprothese kann bis zur Einleitung der Narkose getragen werden. Kurz vor der OP, müssen wir Sie bitten, die Prothese herauszunehmen. Wir verwahren diese dann in einem speziell geschützten Umschlag. Nach der Operation können sie die Zahnprothese bereits im Aufwachraum wieder tragen.

Darf ich vor der Narkose essen oder trinken?

Hier gibt es klare Verhaltensregeln, die Sie bitte berücksichtigen, um mögliche Zwischenfälle oder sogar den Ausfall der geplanten Operation zu vermeiden.

Was muss ich vor der Anästhesie beachten?

  1. Sechs Stunden vor der Anästhesie

    • Essen Sie nichts mehr und trinken keine trüben Flüssigkeiten.
  2. Zwei Stunden vor der Anästhesie

    • Trinken Sie auch keine klaren Flüssigkeiten mehr
    • Ausnahme: Vorbereitungstablette(n) mit etwas Wasser
  3. Am Anästhesietag

    • Lassen Sie bitte das Rauchen
    • Schminken Sie sich ab und lassen Sie die Schmuckgegenstände auf der Station
    • Kontaktlinsen bleiben im Zimmer Brillen, Hörgeräte und Zahnprothesen können Sie mit in den OP nehmen
    • Besprechen Sie bitte mit dem Anästhesisten, welche Medikamente am OP-Tag noch eingenommen werden dürfen.

Weitere Informationen für Sie

Die Tiefe der Vollnarkose wird durch Messung der Hirnströme, des Blutdrucks, der Herzfrequenz und der Beurteilung der Pupillengröße sowie weiterer Parameter überwacht. Die Anästhesisten können jederzeit die Tiefe der Narkose kontrollieren aber auch regulieren.

In äußerst seltenen Fällen, 0.1 bis 0.2 Prozent, können Wachphasen während einer Anästhesie vorkommen. Durch die ständige Anwesenheit eines Anästhesisten ist das Risiko so gering wie möglich.

In der Regel treten nach der Anästhesie kaum Beschwerden auf. Seltene Nebenwirkungen können Übelkeit, Zittern und Halsschmerzen sein. Unsere Pflegekräfte im Aufwachraum überwachen Sie und geben Ihnen bei Beschwerden in Absprache mit den behandelnden Ärzten Medikamente. Übelkeit kann im Aufwachraum sofort medikamentös behandelt werden. Zittern kann vorkommen, wenn die Körpertemperatur abfällt. Dieses verhindern wir konsequent, indem wir alle Patienten während der gesamten Anästhesie mit speziellen Geräten aktiv wärmen. Diese führen wir im Aufwachraum fort, falls erforderlich. Durch den Beatmungsschlauch, der bei einer Vollnarkose ggf. in die Luftröhre eingeführt wird, kann es zu leichten Halsschmerzen oder Heiserkeit kommen. Dies legt sich jedoch nach wenigen Tagen wieder.

Dann erhalten Sie von uns Medikamente in Form von Tabletten, Zäpfchen oder auch Injektionen oder auch direkt in die Blutbahn über den liegenden Venenzugang verabreicht werden.

Nach einer größeren Operation und bei schwerwiegenden Schmerzen setzen wir ein modernes und wirkungsvolles Behandlungsverfahren – die sogenannte Patienten kontrollierte Analgesie – ein. Über einen Knopf  können Sie sich selbst eine bestimmte Dosis an Schmerzmitteln verabreichen. Dafür werden zu ihrer Sicherheit im Vorfeld feste Zeitabstände festgelegt.

Auch nach einer ambulanten Operation gibt es Regeln:

  • Fahren Sie auf keinen Fall alleine nach Hause. Eine Teilnahme am Straßenverkehr sollte nur mit einer Begleitperson erfolgen.
  • Vermeiden Sie die Arbeiten an oder mit gefährlichen Maschinen
  • Halten Sie sich an die verordnete Medikation und trinken Sie keinen Alkohol
  • Verzichten Sie auch auf Sport
  • Treffen Sie keine wichtigen Entscheidungen (z.B. Verträge abschließen)
  • Ihre Betreuung zu Hause muss für die ersten 24 Stunden durch einen Erwachsenen sichergestellt sein.
  • Halten Sie zu Hause ein Telefon bereit.  

Dr. med. Stefan Wirtz

Chefarzt Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Dr. med. Stefan Wirtz

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(033631) 7-31 81

Ali Allam

Leitender Oberarzt, Leiter OP-Zentrum
Ali Allam

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