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Bauchaorta: Achten Sie auf Ihre größte Schlagader

Bauchaorta: Achten Sie auf Ihre größte Schlagader

Die regelmäßige Ultraschallkontrolle der Bauch-, aber auch der Halsschlagader durch einen Gefäßchirurgen ist eine wichtige Vorsorgeuntersuchung.

Unter einer Erweiterung der Bauchschlagader leiden in Deutschland geschätzt 65000 Menschen – zu 90 Prozent Männer. Besonders die Altersgruppe ab 65 Jahren ist betroffen. Der Gefäßchirurg rät deshalb Menschen im fortgeschrittenen Alter zu einer Vorsorgeuntersuchung per Ultraschall. Denn: Eine stark erweiterte Bauchschlagader führt, wenn sie platzt, meist zum Tode. Neu ist: Seit Beginn des Jahres zahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine Untersuchung ab dem 65. Lebensjahr.

Bemerkenswert ist, dass sich das Bauchaorten-Aneurysma ausbilden kann, ohne dass der Betroffene Probleme mit anderen Gefäßen hat. „Daher ist es wichtig, dass man bei einer Untersuchung gezielt danach sucht“, sagt Führer. Ab einem Querdurchmesser der Schlagader von fünf Zentimetern ist aus Sicht des Arztes die Notwendigkeit einer Operation gegeben. Ist die Aorta über sieben Zentimeter dick, liegt die Gefahr eines Risses bei etwa 60 Prozent pro Jahr. Auch wenn das Aneurysma mehr als fünf Millimeter pro Halbjahr wächst, muss ein Eingriff erfolgen.

Die betreffende Schlagader liegt im hinteren Bauchraum vor der Wirbelsäule. Im Normalzustand hat sie einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern. Je mehr sich die Bauchaorta erweitert, desto größer wird das Risiko einer Ruptur. „Einen offenen Riss überlebt nur die Hälfte derer, die noch lebend das Krankenhaus erreichen“, so Führer. Beschwerden im Falle einer Erweiterung der Bauchschlagader sind Rückenschmerzen sowie ein stechender Flankenschmerz. Allerdings können sich Menschen, die keine vergleichbaren Symptome verspüren, nicht automatisch sicher fühlen. „Die meisten Aneurysmen verursachen oft keine Beschwerden.“

Die Ultraschalluntersuchung kann in unserem Haus auf Überweisung des Haus- oder Facharztes durchgeführt werden.

Harald Führer

Chefarzt der Klinik für operative und endovaskuläre Gefäßchirurgie
Harald Führer

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