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Arzt hält Modell einer Schilddrüse in den Händen

Schilddrüsenchirurgie

Die Schilddrüse ist ein kleines, aber lebenswichtiges Organ dessen produzierte Hormone regeln viele wichtige Stoffwechselprozesse im Körper. Geraten sie aus dem Gleichgewicht, wirkt sich das auf Körper und Psyche aus.

Wir kümmern uns um Sie
Herzlich Willkommen in der Schilddrüsenchirurgie

Die Chirurgie der Schilddrüse und Nebenschilddrüse ist ein zentraler Bestandteil unserer Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie.

Durch langjährige Erfahrung unserer Operateure in der Behandlung, moderne OP-Technik und ein bewährtes Betreuungskonzept bieten wir eine umfassende Versorgung auf höchstem Niveau  - insbesondere für onkologische Patient:innen. 

Spezialsprechstunde

In unserer Spezialsprechstunde für die Schilddrüsenchirurgie werden die Befunde und die weitere Therapieplanung mit Ihnen individuell besprochen.

 

Für besonders dringende Fälle ist auch eine kurzfristige Terminvergabe möglich.

 

Terminvereinbarung in unserer Spezialsprechstunde unter Telefon: 0208 8508-7000 oder per E-Mail.

Wichtige Informationen für Patient:innen

Die kritische Indikationsstellung zur Operation ist Voraussetzung einer guten Behandlung. In unserer Sprechstunde prüfen wir Ihre Befunde und planen mit Ihnen das weitere individuelle Vorgehen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen und beraten Sie ausführlich und umfassend hinsichtlich der für Sie optimalen operativen Therapie oder alternativer Therapieverfahren. Zudem stehen wir Ihnen natürlich auch im Rahmen einer chirurgischen Zweitmeinung zur Verfügung.

 

Gerne können Sie uns die Befunde auch per Email im Vorhinein zukommen lassen: E-Mail senden

 

Sprechstunde Schilddrüsenchirurgie:

freitags 08:30-12:00 Uhr

Elektiv Ambulanz, 1. Obergeschoss

 

Kontakt:

Telefon von 09:00 -15:00 Uhr:

Tel: 0208 8508-7000

per E-Mail

 

Für besonders dringende Fälle ist auch eine kurzfristige Terminvergabe möglich!

 

Bitte bringen Sie zu Ihrem Sprechstunden-Termin alle organspezifischen Unterlagen und Vorbefunde mit, dazu zählen:

 

  • Sonografie-Befund und Sonografie-Bilder
  • Ärztliche Einweisung für die Chirurgie
  • die letzten Laborwerte (insbesondere TSH, Calcium, Calcitonin oder auch Parathormon)
  • Endokrinologische Vorbefunde
  • Szintigrafiebefund und Szintigrafieaufnahmen
  • Originalbefund der Zytologie
  • Sämtliche bisher erfolgte nuklearmedizinische Untersuchungen
  • Etwaige erfolgte Bildgebung (z.B. MRT, CT) als CD oder Code

 

Um bei Ihrem Termin eine verlässliche Aussage zur weiteren Behandlung treffen zu können und Ihnen unter Umständen weitere Termine zu ersparen, ist es wichtig, dass Sie alle relevanten Vorbefunde mitbringen. Diese beziehen wir in unsere Beurteilung ein.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und endokrines Tumorboard

In unserer Klinik vereinen wir die gesamte Kompetenz in der Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse. Wir arbeiten hierbei eng und interdisziplinär mit den Kolleg:innen der Endokrinologie, Nuklearmedizin, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sowie der Onkologie zusammen.

 

Unserer Tumorpatient:innen werden in einem interdisziplinären endokrinen Tumorboard wöchentlich besprochen. Dort wird das onkologische Behandlungskonzept leitliniengerecht festgelegt.

 

 

Neuromonitoring

Die Stimulation des Stimmbandnervs mit einer Stimulationssonde wird in ein akustisches Signal umgewandelt. Während der gesamten Operation dient dies zur sicheren Schonung und Überwachung des Stimmbandnervs. Wir können das Neuromonitoring sowohl als intermittierende als auch kontinuierliche Stimulation durchführen. Für komplexe Rezidiveingriffe oder große Tumoroperationen verwenden wir vorwiegend ein kontinuierliches Monitoring, um größtmögliche Sicherheit für unserer Patient:innen zu gewährleisten.

 

 

Intraoperativer Schnellschnitt

Ein intraoperativer Schnellschnitt, auch Gefrierschnitt genannt, ist eine Methode, bei der während einer Operation entnommenes Gewebe sofort von einem Pathologen unter dem Mikroskop untersucht wird. Im Bereich der endokrinen Chirurgie, insbesondere bei Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen-Operationen, ist diese Technik in manchen Fällen wichtig, um schnell Informationen über die Art des Gewebes (gutartig oder bösartig) zu erhalten und ggf. die weitere Vorgehensweise uns das Resektionsausmaß während der Operation anzupassen.

Bei Schilddrüsenoperationen kann ein Schnellschnitt während der OP durchgeführt werden, um zu entscheiden, ob eine komplette Schilddrüsenentfernung (Thyreoidektomie) oder eine Teilentfernung möglich ist. 

 

Bei Nebenschilddrüsenoperationen kann ein Schnellschnitt helfen, die korrekte Anzahl der zu entfernenden Nebenschilddrüsen zu bestimmen, insbesondere wenn mehrere Nebenschilddrüsen betroffen sind.


Der wichtigste Vorteil ist die schnelle Rückmeldung an den Chirurgen, die es ermöglicht, die Operation sofort anzupassen und ggf. einen weiteren operativen Eingriff zu verhindern.

 

Wie läuft die OP-Vorbereitung ab?

In den meisten Fällen kann die OP-Vorbereitung ambulant erfolgen. Hierfür kommen Sie einige Tage vor der Operation in unsere chirurgische Ambulanz. Dort werden alle relevanten präoperativen Untersuchungen veranlasst. Zudem erfolgt bei Schilddrüsen- und Nebenschilddrüseneingriffen eine Spiegelung der Stimmbänder. 

 

Wie wird operiert?

Wir legen großen Wert auf eine gewebeschonende Arbeitsweise und ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis. Der Hautschnitt wird hierbei kleinstmöglich und individuell gewählt. Die Operation erfolgt immer in mikrochirurgischer Technik und unter Verwendung des intraoperativen Neuromonitorings des Stimmbandnerven. Je nach Operationsindikation kann das Neuromonitoring intermittierend oder kontinuierlich durchgeführt werden. Die größtmögliche Sicherheit unserer Patient:innen steht hierbei im Vordergrund. 

 

Zum Ausschluss von Bösartigkeit kann intraoperativ eine feingeweblich Untersuchung des Gewebes (sog. Schnellschnitt) erfolgen. Hierbei kann in manchen Fällen bereits intraoperativ eine Ausweitung der Operation festgelegt werden. Die enge Zusammenarbeit mit den Patholog:innen gewährleistet zudem in der Regel den Erhalt des endgültigen pathologischen Befundes innerhalb Ihres stationären Aufenthaltes (also binnen 24-36 Stunden). 

 

Neben Professionalität und der Sicherung eines medizinisch bestmöglichen Ergebnises stellt die persönliche Betreuung einen wichtigen Teil unserer Arbeit dar. Im Rahmen der gesamten Behandlung stehen wir Ihnen gerne zur Seite und für Rückfragen zur Verfügung

 

Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Die Entlassung erfolgt am zweiten postoperativen Tag. Vor der Entlassung führen wir eine erneute Spiegelung der Stimmbänder durch. Zur Entlassung erhalten Sie von uns Ihren Entlassungsbericht zur Vorlage bei Ihrem Hausarzt oder Ihrem Nuklearmediziner. In der Regel ist mit einer Krankschreibung für ca. 14 Tage zu rechnen.

 

Worauf muss ich achten?

Am Abend des OP-Tages dürfen sie normal essen und trinken und sich selbstständig mobilisieren. Eine komplexe Nachbehandlung nach Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenoperation ist in der Regel nicht erforderlich. Bereits am Tag der Operation dürfen Sie essen und trinken. Duschen ist ebenfalls bereits am ersten Tag nach der Operation erlaubt. Nach 1 Woche können sie wieder mit leichteren Sportarten beginnen.

 

Was geschieht nach der Entlassung?

Zur Entlassung beginnen wir bereits mit einer gewichtsadaptierten Hormonsubstitution. Diesbezüglich ist dann eine Kontrolle beim Hausarzt oder Nuklearmediziner ca. 4 Wochen postoperativ indiziert. 

 

Der endgültige histologische Befund liegt uns in der Regel bereits zu ihrer Entlassung vor. Anderenfalls werden wir Sie in jedem Fall telefonisch informieren.

Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Schilddrüsenerkrankungen sind ausgesprochen häufig und können in jedem Lebensalter auftreten. Bei etwa jedem dritten Erwachsenen in Deutschland bildet sich im Laufe des Lebens mindestens eine krankhafte Schilddrüsenveränderung. Die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter. Mit ca. 75.000 Schilddrüsen-Operationen jährlich zählt dieses Teilgebiet der Viszeralchirurgie zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland.

 

Gründe für eine Operation können unter anderem eine deutliche Vergrößerung der Schilddrüse, eine Überfunktion oder ein Verdacht auf Bösartigkeit sein.

 

Hierbei gilt es die relevanten Befunde herauszufiltern und unnötige Operationen zu vermeiden. In unserer Spezialsprechstunde stehen wir Ihnen hierfür mit unserer langjährigen Erfahrung und Expertise beratend zur Verfügung. 

Schilddrüse:

  • Schilddrüsenkrebs
  • Rezidiv-Struma nach Voroperation
  • Morbus Basedow oder andere Funktionsstörungen
  • Schilddrüsenknoten und –zysten
  • Autonome Adenome
  • Retrosternale Schilddrüsen

 

Nebenschilddrüse:

  • primärer Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion)
  • sekundärer und tertiärer Hyperparathyreoidismus
  • Nebenschilddrüsenkarzinome
  • Eigenes Labor mit allen für die Schilddrüsendiagnostik relevanten Parametern
  • Moderne Ultraschalluntersuchung
  • Computertomographie / Magnetresonanztomographie
  • nuklearmedizinische Untersuchungen (Szintigraphie, PET-CT/MR)
  • intraoperatives kontinuierliches und intermittierendes Neuromonitoring
  • Hals-Nasen-Ohrenärztliche Untersuchung präoperativ und postoperativ im Haus
  • Gewebeuntersuchung inkl. Schnellschnitt, Punktionen/Biopsien