Zertifiziertes Brustzentrum
Brustkrebs: kurze Wege bei der Behandlung

Brustkrebs: kurze Wege bei der Behandlung

Der Brustkrebs ist eine sehr belastende Diagnose für die Frau. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 70.000 Frauen neu an einem Krebs der Brust. Frühzeitig erkannt und umfassend behandelt, sind die meisten Brustkrebserkrankungen heilbar. Die neue Landesfrauenklinik ist Kooperationspartner im zertifizierten Brustzentrum Wuppertal und setzt mit hochmodernen Therapieverfahren - zum Beispiel der Bestrahlung während der Operation - neue Akzente im Bergischen.

Aktion „Pink Shoes – ein Zeichen gegen Brustkrebs“ auf dem Laurentiusplatz

Seit Mitte der neunziger Jahre bemühen sich Spezialisten der Brustdiagnostik und Brusttherapie, z.B. im Verband der AWOgyn oder der DGS, eine Konzentrierung ihrer Erfahrungen in Brustzentren zu erreichen. Der gesellschaftliche Druck und die Beispiele aus anderen europäischen Ländern führten Anfang 2002 dazu, dass auch in Deutschland die politische Initiative ergriffen wurde. Die Landesregierungen forderten die beteiligten Institutionen, im wesentlichen die Krankenhäuser auf, Anträge auf Anerkennung als Brustkrebszentrum zu stellen. Der Verband der Landeskrankenkassen war beauftragt, die Qualifikation der Bewerber zu prüfen und Vorschläge zur Anerkennung der Zentren zu machen. Jedes Zentrum steht im Interesse der Patienten unter ständiger Kontrolle seiner erbrachten Leistungen. Das Brustzentrum in der Landesfrauenklinik am Helios Universitätsklinikum Wuppertal ist eines der nach § 16 vorgeschlagenen Zentren.

Das Brustzentrum Wuppertal bietet seinen Patientinnen eine umfassende Diagnostik und Therapie auf modernstem medizinischen Stand. Im Brustzentrum arbeiten unterschiedliche Spezialisten Hand in Hand, um ein Optimum an diagnostischer und therapeutischer Sicherheit und Effizienz zu erreichen. Das Zentrum an der Vogelsangstraße konzentriert sich auf die Diagnostik und operative Therapie der Brust. Die mammografische Diagnostik erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einer Radiologischen Gemeinschaftspraxis, der radprax, die ein eigenes Institut an der Vogelsangstraße etabliert hat. Die angebotene digitale Mammografie erspart den Patientinnen bei besserer Erkennbarkeit der Tumoren ca. 30 % der Strahlenbelastung. Den Frauenärzten und Radiologen gelingt es in über 95 % der Fälle, eine sichere Artbeschreibung des Tumors ohne Operation zu erreichen. Es werden spezielle Nadelsysteme verwendet, mit denen die Spezialisten kleine Gewebefragmente aus dem Tumor heraus punktieren, um diese dann unter dem Mikroskop untersuchen zu lassen. Die Sicherheit dieser Verfahren ist höher als bei der Diagnostik über einen Hautschnitt.

Ergänzend zur Mammografie wird immer eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Die Frauenärzte nutzen dafür digitale Geräte mit sehr guter Detailauflösung. Gerade bei jungen Patientinnen ist dieses Verfahren besonders vorteilhaft. Nach der histologischen Sicherung wird der Tumor mit der digitalen Brustsonografie (Ultraschall) untersucht und die Lage des Knotens in der Brust exakt festgelegt. Dieses Verfahren, das auch die Möglichkeit bietet, kleine Tumore mit einem dünnen Hakendraht quasi „festzubinden“, ermöglicht eine gezielte operative Therapie.

Alle Spezialisten arbeiten interdisziplinär unter dem Dach des Wuppertaler Brustzentrums:

  • Diagnostische Radiologie inklusive Mammographie, Tomosynthese und Kernspin
  • Pathologie
  • Strahlentherapie
  • Onkologie
  • speziell ausgebildete Fachschwestern
  • Psychoonkologie 
  • Sozialarbeiter
  • Physiotherapie
  • Selbshilfegruppe
  • Diagnostik und Therapie aller gut- und bösartigen Veränderungen der Brust im Brustzentrum
  • Brusterhaltende Operationen inklusive onkoplastischer Operationen
  • Wächterlymphknoten-Operation
  • Plastische und wiederherstellende Mammachirurgie, Vergrößerung und Verkleinerung, Straffung
  • Neoadjuvante Therapiekonzepte
  • Test Endopredict (zur Notwendigkeit einer Chemotherapie)
  • Chemotherapie (ambulant und stationär)
  • Antikörpertherapie
  • Teilnahme an innovativen Therapiestudien

Informationen für Patienten

Flyer „Das Brustzentrum stellt sich vor“

Chefarzt Prof. Fleisch

Flyer „Selbstuntersuchung der Brust“

Flyer „Strahlentherapie bei Brustkrebs"

Patienten und Angehörige sagen „Danke“

hiermit möchte ich ein großes, herzliches Dankeschön an Sie und Ihr Team, Frau Dr. Böning, Frau Marzotko und Schwester Regina aussprechen. Auch ein herzliches Dankeschön an die Stationsleitung Frau Rüb und Ihr Team.

Mit der Diagnose Brustkrebs umzugehen, fiel und fällt mir noch recht schwer. Im ersten Aufklärungsgespräch zur Behandlungsmethode (OP, Bestrahlung, Antikörpertherapie u. evtl. Chemotherapie) im Oktober 2018, konnte Frau Dr. Böning mit ihrer ruhigen Art mir etwas die Angst nehmen. Dass eine „Brustschwester“ einem während der Behandlungszeit bei Ihnen zur Seite steht, spricht für ein multidisziplinäres Team, dass für die Nöte der Patientinnen da ist und versucht, diese dort abzuholen, wo sie stehen. Das half mir sehr!

Letztendlich auch den Schritt zu gehen und sich in Ihrem Brustzentrum behandeln zu lassen, rundete der Informationsordner ab. Ein ganz toller und liebevoll gestalteter Informationsordner!

Die „stille“ Begrüßung am Tag der Aufnahme im Krankenzimmer mit dem Herzkissen für die Krebspatientinnen zeigte mir, dass ich Ihnen wichtig bin und dass Ihr Team für mein Wohlbefinden im Einsatz ist. Dies schenkte mir Kraft und Zuversicht.

Dass es dann leider für mich etwas anders verlief wie gewünscht, und ich noch zweimal in den OP musste, kostete mich viel Kraft und die Zuversicht schwand. Meine Psyche wurde hart auf die Probe gestellt und ich musste aufpassen, dass mein Wohlwollen nicht in Wut und Enttäuschung umschlug. An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau Nüllmeier und Frau Schüßler herzlich bedanken, die für mich ein offenes Ohr hatten und mich in der Zeit des Krankenhausaufenthaltes mit „getragen“ haben.

Auch möchte ich einen Dank an das Anästhesieteam aussprechen. Das „Wärmekissen“ trug zu einer körperlichen Entspannung bei, bevor es in den OP ging.

Nicht zuletzt hat mich Ihr persönlicher Einsatz sehr beeindruckt und ich fühlte, dass ich Ihnen mit meiner Brusterkrankung und deren Heilung sehr am Herzen liege. Vielen lieben Dank dafür.

Alles in Allem wird eine Haltung deutlich, dass der Patient im Mittelpunkt steht.

Zum Abschluss wünsche ich Ihnen und Ihren Kollegen alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

(...)

Danke, dass Sie sich so um meine Mama kümmern.