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Sekretariat / Koordinierungsstelle: 03831 35-2700
In der Kardiologie am Helios Hanseklinikum Stralsund untersuchen und behandeln wir Erkrankungen von Herz und Kreislauf – vom EKG und Herzultraschall bis zum Eingriff per Herzkatheter. Unsere drei Herzkatheterlabore sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Auf unserer Station 2C behandeln wir jedes Jahr rund 4.500 Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen.
Bei einer Herzkatheter-Untersuchung führen wir einen dünnen Schlauch (Katheter) über die Leiste oder das Handgelenk bis zum Herzen. Unsere drei Herzkatheterlabore sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit.
Untersuchung
Mit Kontrastmittel und einer kurzen Röntgendurchleuchtung erkennen wir Verengungen oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße. Mit dem Links- und Rechtsherzkatheter untersuchen wir außerdem Erkrankungen der Herzklappen und Bluthochdruck im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie).
Behandlung von Engstellen
Verengte Herzkranzgefäße weiten wir auf und halten sie mit Gefäßstützen (Stents) offen. Das geschieht direkt im Anschluss an die Untersuchung, sodass Sie meist keinen zweiten Termin brauchen. Bei Bedarf schauen wir uns das Gefäß zusätzlich mit Ultraschall von innen an (intravaskulärer Ultraschall, IVUS). Stark verkalkte Engstellen tragen wir mit einem feinen rotierenden Bohrkopf ab (Rotablation). Seit 2026 setzen wir zudem den Koronarsinus-Reducer ein. Er ist für Menschen mit fortgeschrittener koronarer Herzkrankheit gedacht, bei denen die bisherigen Behandlungen ausgeschöpft sind und die weiter unter Brustenge und Luftnot leiden.
Wenn eine Operation nötig ist
Ist eine herzchirurgische Behandlung nötig, besprechen wir Ihren Fall im Heart-Team mit den Herzchirurg:innen unseres Kooperationspartners.
Bei einer Herzschwäche pumpt das Herz nicht mehr genug Blut durch den Körper. Sie kann plötzlich auftreten oder sich über längere Zeit entwickeln.
Diagnostik
Wir klären die Ursache Ihrer Beschwerden gründlich ab und beginnen früh mit der passenden Behandlung. Dabei arbeiten wir eng mit Ihrer Hausarztpraxis und mit niedergelassenen Kardiolog:innen zusammen.
Therapie
Eine Herzschwäche geht oft mit einer Nierenschwäche einher. Deshalb behandeln Kardiologie und Nephrologie bei uns gemeinsam. Auf unserer Station 2C versorgen wir jedes Jahr mehr als 4.500 Patient:innen mit Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen.
Akute Herzschwäche und kardiogener Schock
Versagt das Herz plötzlich (kardiogener Schock), versorgen wir Sie auf der Intensivstation. Bei akuter Herzschwäche oder Herzklappenfehlern können wir das Herz vorübergehend mit einer kleinen Herzpumpe (Impella®) unterstützen.
Nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand: unser Cardiac Arrest Center
Bringt der Rettungsdienst Patient:innen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu uns, versorgen wir sie in unserem Cardiac Arrest Center. Dort arbeiten Kardiologie, Intensivmedizin und Zentrale Notaufnahme eng zusammen.
Schlägt das Herz zu langsam oder setzt es aus, kann ein Herzschrittmacher helfen. Bei gefährlichem Herzrasen oder Kammerflimmern schützt ein eingesetzter Defibrillator (ICD) vor dem plötzlichen Herztod.
Der Eingriff bei uns
Wir setzen das Gerät während Ihres Aufenthalts unter örtlicher Betäubung ein. Es kommt in der Regel unterhalb des Schlüsselbeins unter die Haut oder unter den Brustmuskel. Ein bis drei dünne Elektroden verbinden das Gerät mit dem Herzen. In besonderen Fällen setzen wir auch Kapselschrittmacher ein. Sie kommen ohne Elektroden aus und werden direkt im Herzen platziert.
Resynchronisation bei Herzschwäche (CSP, CRT-P, CRT-D)
Bei bestimmten Formen der Herzschwäche sorgen wir mit einer zusätzlichen Elektrode für die direkte Erregung der linken Herzkammer. So arbeiten die Herzkammern wieder abgestimmt zusammen. Oft verbessert das die Belastbarkeit.
Heike Zilz
(03831) 35-3031
Die Kardiologen am Helios Hanseklinikum Stralsund erweitern ihr Leistungsspektrum um ein innovatives Verfahren für schwer herzkranke Patientinnen und Patienten: den sogenannten Koronarsinus (CS)-Reducer. Die neue Therapie richtet sich insbesondere an Menschen mit fortgeschrittener koronarer Herzkrankheit, bei denen herkömmliche Behandlungen ausgeschöpft sind und die dennoch weiterhin unter Brustenge (Angina Pectoris) und Luftnot leiden.
Wenn Birgit Tretter heute über ihren Krankenhausaufenthalt spricht, liegt Erleichterung in ihrer Stimme. Die 60-jährige Lymphtherapeutin aus Sassnitz hatte zehn Jahre lang mit immer wiederkehrenden Herzrhythmusstörungen zu kämpfen. Als zuletzt mehrere Episoden aufeinanderfolgen ruft sie den Notarzt. Sie kommt mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in die Notaufnahme des Helios Hanseklinikum Stralsund. Ein Moment, der sich als Wendepunkt herausstellen sollte.
Nach der Eröffnung des neuen Herzkatheterlabors können sich die Kardiologen am Helios Hanseklinikum Stralsund über eine neue Auszeichnung freuen. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) hat ihnen das Prädikat als offizielle Stätte für interventionelle Kardiologie verliehen. Damit gehört das Hanseklinikum zu einem exklusiven Kreis – nur fünf Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern verfügen derzeit über diese Zertifizierung.
Nach einer intensiven Planungs- und Bauphase hat das Helios Hanseklinikum Stralsund sein neues Herzkatheterlabor eröffnet. Mit einem Investitionsvolumen von 1,8 Millionen Euro sind hochmoderne Räumlichkeiten entstanden, die eine erhebliche Erweiterung der kardiologischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern bedeuten.
Die Patientenakademie am Helios Hanseklinikum Stralsund lädt im Rahmen der bundesweiten Herzwochen zur Informationsveranstaltung ein. Am 20. November 2024 um 18:00 Uhr stehen die häufigsten Herzkrankheiten wie Herzrhythmusstörungen, koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt sowie Herzschwäche im Mittelpunkt. Das Kardiologische Zentrum, unter der Leitung von Chefarzt Dr. Mathias Busch, präsentiert sein gesamtes Leistungsspektrum und geht auf die häufigsten Herzbeschwerden, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten ein. Die Veranstaltung findet in der Cafeteria des Krankenhauses am Sund statt.
18435 Stralsund