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Der Begriff „Rheuma“ umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen. Dazu zählen entzündliche Erkrankungen der Gelenke, der Wirbelsäule, des Bindegewebes sowie der Gefäße. Aufgrund dieser Vielfalt ist eine frühzeitige und differenzierte Diagnostik entscheidend. Unser Ziel ist es, Ihre Beschwerden schnell einzuordnen und eine passgenaue Therapie einzuleiten.
Wir gehen mit größter Sorgfalt vor und setzen alle erforderlichen diagnostischen Methoden ein: einen genauen Blick auf Ihre Krankengeschichte, körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen einschließlich spezieller immunologischer Methoden, bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT oder Kernspinuntersuchungen, Ultraschall (von Organen und Bewegungsapparat), Gelenkpunktionen und gastroenterologische Verfahren.
Die anschließende Therapie richtet sich nach Stadium, Ausdehnung und Aktivität der Erkrankung. Für jeden Patienten erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan. Unser Therapiekonzept basiert auf drei Säulen:
Medikamentöse Therapie – neben bewährten Verfahren stehen neu entwickelte Medikamente zur Wahl, die gezielt bestimmte Abwehrfunktionen des Körpers hemmen. Falls nötig, behandeln wir Sie gemeinsam mit Kolleg:innen aus anderen Fachabteilungen unserer Klinik.
Physikalische Therapie/Ergotherapie – siehe Abschnitt „Physikalische Therapie" unten.
Rheumachirurgie – zum Erhalt der Gelenkfunktionen. Rheumatisch-entzündliche Erkrankungen können die Funktion des Bewegungsapparats beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zur Invalidität führen. In der Rheumachirurgie können wir vorbeugend eingreifen oder Gelenkfunktionen operativ wiederherstellen.
z. B. chronische Polyarthritis, Psoriasisarthritis, reaktive Arthritis oder Arthropathien bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
wie Myopathien, Myositiden und Myalgien
z. B. Spondylitis ankylosans
wie systemischer Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, systemische Sklerose oder Mischkollagenosen
z. B. Riesenzellarteriitis, Granulomatose mit Polyangiitis, eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis oder mikroskopische Polyangiitis
z. B. Morbus Behçet, familiäres Mittelmeerfieber, Sarkoidose oder Gichtarthritis
Ein besonderer Schwerpunkt unseres Zentrums liegt in der Diagnostik und Behandlung komplexer systemischer Erkrankungen, insbesondere der systemischen Sklerose.
Unsere Therapien orientieren sich konsequent an aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und umfassen das gesamte Spektrum moderner Behandlungsmöglichkeiten – einschließlich:
- Biologika
- Biosimilars
- Zielgerichtete „small molecules“
Diagnostik auf höchstem Niveau
Neben der ausführlichen Anamnese und klinischen Untersuchung setzen wir moderne diagnostische Verfahren ein. Dazu gehören bildgebende Verfahren wie Röntgen und Knochendichtemessung sowie spezialisierte Labordiagnostik.
Insbesondere bei Erkrankungen des Knochenstoffwechsels (z. B. Osteoporose) spielen Laborparameter wie Parathormon (iPTH), Calcitonin und Vitamin D eine zentrale Rolle. Sie helfen, die Ursache von Knochenveränderungen zu erkennen und eine gezielte Therapie einzuleiten.
Viele rheumatologische Erkrankungen betreffen mehrere Organsysteme gleichzeitig. Deshalb arbeiten wir eng mit anderen Fachabteilungen unseres Hauses zusammen – unter anderem mit der Dermatologie, Nephrologie, Pneumologie, Kardiologie und Orthopädie. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung und kurze Wege für unsere Patientinnen und Patienten.
Ein besonderes Angebot unseres Zentrums ist die Ganzkörper-Kältetherapie. In unserer Kältekammer mit Temperaturen bis zu –85 °C kann es zu einer deutlichen Linderung von Schmerzen und Entzündungen kommen. Diese Therapie eignet sich insbesondere bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sowie bei chronischen Muskel- und Gelenkbeschwerden.
Unsere Kooperationspartner & Netzwerk
Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen denken die meisten Menschen an Schmerzen in den Gelenken. Das ist aber nur ein kleiner Teil der über 100 verschiedenen Erkrankungen, die in der Rheumatologie behandelt werden. Auch die Haut als größtes Organ kann betroffen sein, wie eine Fachveranstaltung des Helios Rheumazentrums Duisburg Anfang Mai zeigte