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Nicht nur die Gelenke betroffen: Interdisziplinäre Behandlung von Rheumapatienten

Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen denken die meisten Menschen an Schmerzen in den Gelenken. Das ist aber nur ein kleiner Teil der über 100 verschiedenen Erkrankungen, die in der Rheumatologie behandelt werden. Auch die Haut als größtes Organ kann betroffen sein, wie eine Fachveranstaltung des Helios Rheumazentrums Duisburg Anfang Mai zeigte

27.05.2026 Lesedauer: - Min. Aktualisiert am 27.05.26

Prof. Alexander Kreuter ist Chefarzt der Dermatologie an den Helios Kliniken in Oberhausen und Duisburg. Gemeinsam mit seinem Team beschäftigt sich der erfahrene Hautarzt und Leiter des Rheumazentrums seit vielen Jahren mit den Auswirkungen von rheumatischen Erkrankungen. „Rheuma zeigt sich ganz unterschiedlich auf der Haut, von Durchblutungsstörungen über verdickte Hautpartien bis zu großflächigem Ausschlag“, erklärt Prof. Kreuter. „Oft treten diese Symptome zeitgleich mit Schmerzen in den Gelenken auf. Gerade weil es so vielfältig ist, setzen wir im Rheumazentrum auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit.“ Zusätzlich sind je nach Befund etwa Experten aus Dermatologie, Pneumologie, Nephrologie, Kardiologie oder Radiologie im Einsatz. Das Helios Rheumazentrum Duisburg versorgt Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sowohl stationär als auch über eine Spezialambulanz. So ist eine kontinuierliche Patientenversorgung gewährleistet, sagt Aydin Urhan, leitender Oberarzt der Rheumatologie. Die Behandlung besteht nicht nur aus komplexen medikamentösen Behandlungen, sondern meist zusätzlich aus Physio- und Ergotherapie. „Einige Patienten reagieren außerdem gut auf Kälte, um die Schmerzen zu lindern“, so Urhan. „Dafür haben wir in Duisburg extra eine Kältekammer im Einsatz.“ In dieser herrschen für die Sitzungen bis zu -110° Celsius. Die Ausnahmesituation für den Körper setzt Hormone frei und sorgt für ein reduziertes Schmerzempfinden. 

Da die Leidensgeschichte der Patienten normalerweise von den niedergelassenen Fachärzten und Hausärzten festgestellt wird, präsentiere das Helios Team die Diagnose- und Therapie-Möglichkeiten des Rheumazentrums Anfang Mai in einem Fach-Symposium. Prof. Kreuter: „Für Betroffene ist eine frühzeitige und präzise Diagnostik besonders wichtig. Moderne Therapien können heute Entzündungen gezielt kontrollieren, Organschäden verhindern und die Lebensqualität deutlich verbessern. Für uns ist dieser Schulterschluss mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen deshalb ein wichtiger Schritt.“

Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen

Chefarzt Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leiter Hauttumorzentrum

Weil das Krankheitsbild so vielfältig ist, setzen wir im Rheumazentrum auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit