Helios bündelt die Klinikstandorte in Leipzig und Dresden seit dem 1. Oktober 2026 im gemeinsamen Cluster Leipzig-Dresden. Ziel ist es, medizinische Kompetenzen stärker zu vernetzen, Spezialisierungen auszubauen und die Versorgung in der Region weiter zu stärken.
Gemeinsam für Gesundheit und regionalen Sport: Die Zusammenarbeit der beiden Kliniken am Helios Standort Leipzig wird auch in der kürzlich gestarteten Saison 2026/27 fortgesetzt.
Der vierjährige Ole leidet an einer schweren pulmonalen-arteriellen Hypertonie. Im Juni wurde er in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Herzzentrum Leipzig geflogen. Der Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine rettete ihm zunächst das Leben. Doch Ole benötigt dringend eine neue Lunge, um weiterzuleben. Auf der Kinder-Intensivstation wartet er gemeinsam mit seiner Familie auf das Spenderorgan. Dank des Einsatzes der Abteilung für Kardiotechnik und der Universitätsklinik für Kinderkardiologie kann er bis dahin aber zumindest zeitweise im Rollstuhl und mit medizinischer Begleitung das Klinikbett verlassen und eine Spazierfahrt auf dem Klinikgelände des Herzzentrums genießen – Luft und Sonne spüren.
Nach 28 Jahren am Herzzentrum Leipzig beendet Prof. MUDr. Martin Kostelka seine berufliche Laufbahn. Der langjährige Chefarzt der Kinderherzchirurgie hat mehr als 8.500 Kinder sowie 1.500 Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern operiert und Generationen junger Herzchirurg:innen ausgebildet. Die Leitung der Kinderherzchirurgie übergibt er nun an Priv.-Doz. Dr. med. Marcel Vollroth.
Am Herzzentrum Leipzig wurde im August der 8-jährige Amari* operiert. Über das Friedensdorf International kam er im Frühjahr 2025 aus Angola nach Deutschland. Nach einer medizinischen Versorgung seines Unterschenkels in Nordrhein-Westfalen wurde auch ein komplexer, angeborener Herzfehler entdeckt. Am Herzzentrum Leipzig erhielt er eine umfangreiche, kostenfreie Diagnostik, bei der auch zusätzlich ein seltenes Aneurysma festgestellt wurde. Dank einer komplexen Operation am offenen Herzen kann der Junge nach anschließender Rehabilitation nun nach Hause zu seiner Familie zurückkehren.
Nach eingehender Prüfung erhält die Universitätsklinik für Kinderkardiologie am Herzzentrum Leipzig fortführend das bundesweite Qualitätssiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“. Die Auszeichnung bestätigt eine qualitativ hochwertige, kindgerechte und familienorientierte stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Geprüft wurden unter anderem die ärztliche und pflegerische Versorgung, medizinische Angebote, Notfallstrukturen, Kooperationen sowie Maßnahmen des Qualitätsmanagements. Das Kinderherzzentrum freut sich über die erfolgreiche Zertifizierung und sieht darin eine Bestätigung des hohen Engagements des gesamten Teams.
Herzrasen, Erschöpfung und die Angst vor einem Schlaganfall waren jahrelang ständiger Begleiter von Gabi Riedel aus Leipzig. Obwohl Bewegung schon immer zu ihrem Alltag gehörte, schränkte Vorhofflimmern sie immer stärker ein. Erfahrungen mit schweren Komplikationen nach älteren Ablationsverfahren in ihrer Familie ließen sie lange vor einer Behandlung zurückschrecken. Erst die Behandlungsmethode der Pulsed Field Ablation in der Abteilung für Rhythmologie am Herzzentrum Leipzig gab ihr Vertrauen und Lebensqualität zurück. Heute ist die 62-jährige wieder flimmerfrei und körperlich belastbar. Sie kann wieder Sport treiben und ihr Leben in vollen Zügen genießen.
Am Herzzentrum Leipzig sind zehn ECMO-Geräte, sogenannte Herz-Lungen-Maschinen, im Einsatz. Diese Medizingeräte werden vordergründig in hochspezialisierten Zentren vorgehalten. Was nur wenige Kliniken wissen: Sie können vom Herzzentrum Leipzig auch mobil zu anderen Kliniken transportiert werden. Gemeinsam mit einem erfahrenen Mediziner und Kardiotechniker kommt das Gerät via Rettungstransport zur hilfesuchenden, weniger spezialisierten Klinik. Vor Ort können Patientinnen und Patienten gerettet werden, bei denen alle anderen lebensrettenden Verfahren bereits ausgeschöpft wurden.
Herzinsuffizienz ist in Deutschland die häufigste Ursache für eine Einweisung ins Krankenhaus. Bis zu 10 Prozent aller Herzinsuffizienz-Patient:innen entwickeln im Krankheitsverlauf eine schwere Form der Erkrankung und viele von ihnen werden transplantationspflichtig. Doch der Weg bis zur lebensrettenden Organtransplantation ist lang. Was bis dahin hinter den Kulissen passiert und welche Gefühle die Betroffenen haben, bleibt oft verborgen.