Hopfen

Hopfen ist für Liebhaber von Bier zunächst einmal die Würze, die dem Gerstensaft das typische Aroma und den bitteren Geschmack verleiht. Hopfen ist aber auch eine attraktive Kletterpflanze, die sich gut als Sichtschutz im Garten eignet. Die weiblichen Blüten sind hellgrün und auffälliger als die gelbgrünen männlichen Blüten. Der „Echte Hopfen“ (Humulus lupulus) wird in Europa seit dem frühen Mittelalter angebaut. Insbesondere in Klöstern wurde er für die Herstellung von Bier genutzt. Seine schlaffördernde und beruhigende Wirkung ist erst seit dem 18. Jahrhundert bekannt.

Die Pflanze

Hopfen ist eine Kletterpflanze, die schnell drei bis sechs Meter Höhe, als Hochleistungspflanze in der kommerziellen Landwirtschaft sogar bis zu zehn Metern erreichen kann. An so genannten Klimmhaaren winden sich die Triebe rechtsdrehend um Stützen, Zäune, Sträucher und Bäume. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, die Bestäubung besorgt der Wind. Geerntet und genutzt werden die grünen, an Zapfen erinnernden Früchte der weiblichen Pflanzen, die umgangssprachlich "Hopfenblüten" genannt werden. Diese eignen sich auch hervorragend zur Dekoration. Die Pflanze ist in Europa und Asien beheimatet und wächst noch wild an Flussufern und in Auenwäldern.

Medizinische Anwendung

Hopfen gibt es lose als Tee oder in Filterbeuteln in Drogerien und Reformhäusern zu kaufen. Sehr häufig ist er auch in Schlaf- und Beruhigungstees zusammen mit Baldrian, Melisse und Passionsblume beigemischt. Weitere Hopfenpräparate als Arzneimittel sind in Form von Tropfen, Dragees, Tabletten, Salben und Bädern erhältlich. Auch in Nahrungsergänzungsmitteln kann Hopfen enthalten sein. Die Wirkung ist beruhigend bei Unruhe und Nervosität, stressmindern und Anspannung lösend. Er fördert das Ein- und Durchschlafen.