Die Birke

Ein vielseitiger Baum
Die Birke ist ein echtes Allroundtalent: Schon unsere Vorfahren aus der Steinzeit haben alle Bestandteile der Birke vielseitig genutzt. Aus der jungen Rinde wurden Umhänge, Matten und Taschen gefertigt. Sogar Schuhe, Behälter, Löffel, Teller und Kochtöpfe haben die Menschen damals aus Birkenrinde und Birkenharz hergestellt. Das Birkenharz diente vor über 5000 Jahren auch schon als Kaugummi. Die getrocknete Birkenrinde wurde eng zusammengerollt, um sie als Fackel zu nutzen. Der Pilz, der auf altem Birkenholz wächst, ist der Zunderschwamm, den schon der berühmte Steinzeitmann „Ötzi“ bei sich trug, um Feuer machen zu können, denn er ist leicht entflammbar und war das steinzeitliche Feuerzeug.

Die heilenden Kräfte von Birkenblättern und Birkenknospen
Birkenblätter
haben eine derart anregende Wirkung auf den Nierenstoffwechsel, dass etwa 15 Prozent mehr Urin ausgeschieden wird, als über Birkenblättertee aufgenommen wurde; die Birke ist daher auch als „Nierenbaum“ bekannt. Der Tee eignet sich mit seinen Flavonoiden, Saponinen, Salicylsäureverbindungen, Gerbstoffen und Vitamin C hervorragend für Nierenspülungen bei Harnwegsinfekten oder auch bei Blasen- und Nierensteinen. Durch die vermehrte Ausscheidung werden auch Hautprobleme wie Akne oder Ekzeme gemildert. Für den Tee werden 2 EL kleingeriebene Birkenblätter mit einem Liter kochenden Wasser übergossen. Die Birkenblätter können selbst gesammelt oder im Reformhaus gekauft werden.

Birkenknospen, ebenfalls als Tee aufgebrüht, wirken schweißtreibend, fiebersenkend und helfen bei Atemwegserkrankungen. Eine Tinktur aus Birkenknospen kann die Wundheilung unterstützen. Dazu wird ein Teil Birkenknospen im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt und als Umschläge auf die Wunde gegeben. 

Aufgepasst bei Birkenpollenallergie
Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Birkenpollen ist Vorsicht geboten:  Birkenblättertee kann allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht oder allergischen Schnupfen verursachen.