Baldrian

Baldrian lockt Katzen an – diese Weisheit stimmt tatsächlich, denn die Samtpfoten werden vom Geruch dieser Pflanze magisch angezogen. Aber anders als beim Menschen wirkt der auch als „Katzenkraut“ bekannte Baldrian (Valeriana officinalis) bei Katzen anregend und berauschend. Man kann also sagen, Katzen riechen sich an dieser Droge „high“. Beim Menschen ist die Wirkung genau umgekehrt als bei der Katze: Die Pflanze wirkt beruhigend und schlaffördernd. Baldrian ist für uns eine wahre Wunderwaffe gegen Nervosität, Gereiztheit, Schlafstörungen und Angst.

Die Pflanze
Der Arzneibaldrian ist eine mehrjährige, krautige Pflanze von 50 cm bis 1,5 m Höhe mit sattgrünen gefiederten Laubblättern. Er blüht von Mai bis Juli mit kleinen hellrosa bis weißlichen, süß duftenden Blüten, die in Trugdolden, also alle Blüten in einer Ebene, angeordnet sind.

Anwendung:
Baldrian wird als Tee oder Tabletten zum Einnehmen und äußerlich als Baldrianöl angewendet.

Für einen Tee pro Tasse 2-3 g Baldrianwurzel (1 Teelöffel) mit kochendem Wasser übergießen und 10-15 Minuten ziehen lassen. Die Tagesdosis sollte 15 g nicht übersteigen. Tabletten, Dragees, Kapseln oder Tropfen sollen gemäß dem Beipackzettel eingenommen werden, um eine Überdosierung zu vermeiden. Schwangere, und Kinder unter zwölf Jahren sollten Baldrian nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen.
 
Wirkung:
Zur Behandlung wird die Wurzel des Baldrians (Valerianae radix) verwendet. Sie enthält Alkaloide und ätherische Öle, die für den typischen Geruch verantwortlich sind. Wissenschaftlich konnte bisher nicht genau geklärt werden, welche Inhaltsstoffe für die beruhigende Wirkung verantwortlich sind. Die Wirkung von Baldrian setzt nicht immer sofort ein, sondern baut sich mitunter über mehrere Wochen auf.