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Signal für Frauenherzen: Kardiologie-Team trägt Rot

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache bei Frauen. Das Problem: Die Symptome werden häufig zu spät erkannt, das Risiko unterschätzt. Die kardiologische Abteilung am Amper-Klinikum setzt daher ein rotes Zeichen für das weibliche Herz. Anlass dafür ist der Zieh-etwas-Rotes-an-Tag am 4. Februar.
02. Februar 2022

Ob rote Jacke, T-Shirt oder Mundschutz – der erste Freitag im Februar steht jedes Jahr ganz im Zeichen der Farbe Rot. Grund dafür ist der Zieh-etwas-Rotes-an-Tag. An diesem Aktionstag tragen viele Menschen Kleidung in der Signalfarbe, um auf Herzerkrankungen bei Frauen aufmerksam zu machen. Auch das Kardiologie-Team am Helios Amper-Klinikum Dachau beteiligt sich. 

Herzleiden gelten als typisch männliches Problem, dabei sind auch Frauen gefährdet, oft sogar stärker. Gerade nach den Wechseljahren steigt das Risiko. Im Gegensatz zu Männern haben Frauen bis zu einem bestimmten Alter einen hormonell bedingten Gefäßschutz. Ändert sich der Hormonhaushalt nach der Menopause, entfällt dieser. Zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr nimmt bei Frauen die Zahl der Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu. „Frauen unterschätzen oft ihr Risiko, dabei könnten viele Todesfälle vermieden werden, wenn die Betroffenen schneller auf Symptome reagieren würden“, erklärt Privatdozent Dr. Bernhard Witzenbichler, Chefarzt Kardiologie und Pneumologie am Helios Amper-Klinikum Dachau. „Je besser Frauen informiert sind, desto besser können sie mögliche Warnzeichen einordnen.“ 

Frauenherzen erkranken anders
Viele Frauen bringen ihre Beschwerden nicht mit einer Erkrankung am Herzen in Verbindung. Das liegt einerseits an den weniger eindeutigen Symptomen, erklärt Dr. Witzenbichler: „Bei einem Herzinfarkt zum Beispiel haben Männer meist charakteristische Brustschmerzen, Frauen hingegen eher Beschwerden wie Übelkeit, Atemnot oder ein Druckgefühl im Oberbauch.“ Diese unspezifischen Anzeichen können dazu führen, dass die Erkrankung bei Frauen nicht rechtzeitig erkannt wird. Deshalb müssen Symptome immer ernst genommen werden, denn jeder Herzinfarkt kann zu einem plötzlichen Herzstillstand führen. Bei Verdacht sollte sofort die Notrufnummer 112 gewählt werden. Das Helios Amper-Klinikum wird von Rettungsdiensten bei Personen mit akuten Brustschmerzen und Herzinfarkt im Landkreis angefahren. Besteht der Verdacht auf einen Infarkt, kann dieser in der Chest Pain Unit durch gezielte kardiologische Untersuchungen schneller erkannt und behandelt werden.

„Frauen können aktiv etwas für ihre Herzgesundheit tun, zum Beispiel durch gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung“, so Witzenbichler. Klassische Risikofaktoren für Krankheiten am Herzen sind Rauchen und Diabetes. Sie betreffen zwar beide Geschlechter, Frauen aber mehr. Stark unterschätzt wird zudem der Faktor Stress. Studien belegen, dass dieser das weibliche Herz deutlich stärker belastet als das männliche. Der Kardiologie-Experte rät: „Lassen Sie Ihr Herz im Rahmen der Gesundheitsvorsorge regelmäßig untersuchen, auch wenn keine typischen Symptome einer Herzkrankheit vorliegen.“ 

Verbundenheit in Rot
Der Zieh-etwas-Rotes-Tag (National Wear Red Day) wurde 2003 von der American Heart Association sowie dem National Heart, Lung an Blood Institute ins Leben gerufen. Seitdem findet der Aktionstag traditionell am ersten Freitag im Februar statt. Ziel ist, mit roter Kleidung auf die hohen Zahlen von Herzerkrankungen bei Frauen aufmerksam zu machen und ein größeres Bewusstsein dafür zu schaffen. Die Farbe Rot wurde aufgrund ihrer Signalwirkung gewählt. 

Das Helios Amper-Klinikum Dachau versorgt jährlich rund 22.000 stationäre Patient:innen, die Helios Amper-Klinik Indersdorf rund 800 akutstationäre sowie 1.200 stationäre Reha-Patient:innen. Weitere rund 36.000 Patient:innen werden ambulant von den rund 1.200 Mitarbeitenden der beiden Klinikstandorte medizinisch versorgt. Die 16 Fachabteilungen in Dachau verfügen zusammen über 435 Betten. Die Klinik in Markt Indersdorf ist spezialisiert auf Altersmedizin und verfügt mit der Akutgeriatrie sowie der stationären und ambulanten geriatrischen Rehabilitation über insgesamt 90 Betten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Rund 20 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 53 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patient:innen behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 38 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.500 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an. 

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.


Pressekontakt:
Pia Ott
Pressesprecherin
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: (08131) 76-533
E-Mail: pia.ott@helios-gesundheit.de
 

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