Klinikportrait

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Heute ist das Helios Klinikum eines der größten Krankenhäuser der Region, doch angefangen hat alles mit einem alten Waisenhaus. Hier stellen wir Ihnen die Geschichte unserer Klinik vor.

Mit über 140 Jahren ist das Klinikum das älteste Krankenhaus Pforzheims. Es wurde am 11. November 1871 eingeweiht. 

  •  Im 19. Jahrhundert: Die sozial sehr engagierte Großherzogin Luise von Baden wandelte das alte Waisenhaus zur Heil- und Pflegeanstalt um. Beraten wurde Sie von der berühmten Florence Nightingale. Auf Initiative von Großherzogin Lousie entstand um 1872 dann die wahrscheinlich älteste Krankenpflegeschule Baden-Württembergs am Pforzheimer Krankenhaus.
  • 1884 wurde ein größeres Gebäude gebaut, dass 1891 bereits um 200 Betten erweitert  wurde, denn schon bald nach dem Bezug war der Bau durch die rapide wachsende Bevölkerungszahl Pforzheims und auftretende Typhusepidemien zu klein.
  • Im 20. Jahrhundert: Nach der Jahrhundertwende folgten einige Erweiterungsbauten. Der erste Weltkrieg erforderte weitere Ausbauten, vor allem einen modernen Operationssaal, wegen des hohen Anteils chirurgischer Eingriffe bei Kriegsverletzten. Auch diese Erweiterungen konnten eine Überbelegung des Krankenhauses nicht verhindern. Aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Krieg war an einen Krankenhausneubau nicht zu denken. Nach Kriegsende waren die unterschiedlichen Abteilungen bedingt durch die Zerstörungen des Luftangriffs vom 23. Februar 1945 in verschiedenen Gebäuden in der Peripherie Pforzheims notdürftig untergebracht.
  • In der Nachkriegszeit: Die Frage stellte sich nun, ob das Krankenhaus am ehemaligen Standort erneut errichtet werden sollte, oder ob man in der Umgebung bauen würde. Entscheidend für den alten Standort trotz aller topografischen Nachteile war die Tatsache, dass die noch stehenden Gebäudeteile einen weiterhin erheblichen Wert besaßen. Der Aufbau in den nächsten Jahren schritt schnell voran. Bis 1959 konnten alle Außenstellen aufgelöst werden.
  • 2004: Mit Gemeinderatsbeschluss vom 22.06.2004 hat der Gemeinderat der Stadt Pforzheim der Privatisierung des Klinikums und dem Verkauf an die RHÖN-KLINIKUM AG zugestimmt. Ende 2009 begann ein großes Neubauprojekt.
  • 2014: Im Februar 2014 übernahm die Helios Kliniken Gruppe (früher: HELIOS) im Rahmen einer Übernahme von 38 RHÖHN-Kliniken auch die Pforzheimer Klinik, die nun Helios Klinikum Pforzheim heißt. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg verfügt das Helios Klinikum Pforzheim über 14 Kliniken, zwei medizinische Institute, eine eigene Apotheke und ist mit hochmodernen medizinischen Geräten ausgestattet. Etwa 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass unsere Patientinnen und Patienten medizinisch kompetent, sorgfältig sowie nach dem aktuellen Stand der Medizin rund um die Uhr versorgt und betreut werden. Jährlich werden 24.000 Patienten stationär und rund 67.000 ambulant versorgt. In der Klinik für Geburtshilfe erblicken pro Jahr über 1.200 Babys das Licht der Welt.

Das Unternehmen Helios

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden in Spanien über 9,7 Millionen Patienten behandelt, davon 9,4 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Helios und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.