Corona-Virus:

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Wenn Fußballfieber zum Gesundheitsrisiko wird

Pforzheim

Die Bilder des EM Spiels Dänemark Finnland bleiben in Erinnerung: Ein kerngesunder 29-jähriger Profifußballer bricht auf dem Platz zusammen und muss wiederbelebt werden. Dr. Kai Weinmann, Sektionsleiter Elektrophysiologie am Helios Klinikum Pforzheim, gibt Laien und Fans Tipps für den Ernstfall.

Bei einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung kommt es auf jede Sekunde an. Christian Eriksen war vor seinem Zusammenbruch in Ballkontakt und hatte die volle Aufmerksamkeit, sodass das Ärzteteam schnell reagieren und einen Defibrillator einsetzen konnte. „Nur eine sofortige Wiederbelebung kann eine Behinderung durch Hirnschäden oder gar den Tod verhindern. Deshalb sollten auch Laien bei einem Herzstillstand immer sofort Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Leben retten ist einfach“, erklärt Dr. Kai Weinmann:

Prüfen-Rufen-Drücken:

  • Prüfen: Zeigt der Betroffene eine Reaktion, atmet er? 
  • Rufen: Wenn nicht, rufen Sie sofort die Notfallnummer 112 an!
  • Drücken: Drücken Sie schnell und kräftig mit gestreckten Armen in die Mitte des Brustkorbs 5 cm tief, mindestens 100-120x pro Minute, bis der Rettungsdienst eintrifft. Untätiges Warten kann für den Betroffenen fatal sein.

Im Fall des dänischen Nationalspielers haben diese unmittelbar durchgeführten Maßnahmen gezeigt, dass sofortige Hilfe Leben retten kann. Der schnelle Einsatz eines Defibrillators hat, durch den abgegebenen Elektroschock, das Herz wieder zum Schlagen gebracht.

Die Ursache von Herzrhythmusstörungen kann in einem elektrophysiologischen Labor (siehe Bild) abgeklärt und behandelt werden. Bei dieser Abklärung wird  entschieden, ob die Implantation eines Defibrillators erforderlich ist.
Ein implantierter Defibrillator, wie ihn Eriksen laut Medienbeichten erhält, schützt zuverlässig vor bedrohlichen Herzrhythmusstörungen und dem plötzlichen Herztod. Der Defibrillator wird dem Betroffenen bei einem kleinen operativen Eingriff eingesetzt.

Auch Fans haben während eines spannenden und nervenaufreibenden Spiels ihrer Mannschaft ein erhöhtes Risiko. Ist die Spannung zu groß, steigt der Stresslevel, die Herzfrequenz wird höher und der Blutdruck kann sich kritisch erhöhen. Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung sind hierbei besonders gefährdet.
Studien belegen, dass das Herzinfarktrisiko während Weltmeisterschaften messbar ansteigt. So haben Forscher aus München während der WM 2008 bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft wesentlich mehr herzmedizinische Notfälle beobachtet: Dies betrifft überwiegend Männer. Sie hatten während der Weltmeisterschaft ein 3,3-faches Risiko für Herzattacken. Bei Frauen wurde ein „nur“ 1,8-faches Risiko nachgewiesen. Das Risiko tritt jedoch nur auf, wenn wir mit unserem Team besonders verbunden sind.

„Wir wünschen uns natürlich kein frühes Ausscheiden unserer Mannschaft, aber mehr Gelassenheit der Fans. Wenn die Spannung unerträglich wird, passen Sie bitte auf sich auf:  Ein kleiner Spaziergang um das Haus in der Halbzeitpause kann die Anspannung verringern. Zudem erhöht übermäßiger Alkoholgenuss den Blutdruck und kann das Risiko zusätzlich steigern. Denken Sie immer daran: Es ist alles nur ein Spiel“, empfiehlt Dr. Kai Weinmann.

 

 

Das Klinikum der Goldstadt Pforzheim ist ein leistungsfähiges und modernes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 500 Planbetten. Hinzu kommt eine Privatklinik mit 18 Planbetten. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg verfügt das Helios Klinikum Pforzheim über 15 Kliniken, zwei medizinische Institute und ist mit hochmodernen medizinischen Geräten ausgestattet. Etwa 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass unsere Patientinnen und Patienten medizinisch kompetent und sorgfältig sowie nach dem aktuellen Stand der Medizin rund um die Uhr versorgt und betreut werden. Jährlich werden knapp 21.000 Patienten stationär und rund 55.000 ambulant versorgt. In der Klinik für Geburtshilfe erblicken pro Jahr knapp 1.600 Babys das Licht der Welt.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 52 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patienten behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

Pressekontakt:

Christina Schwara

Tel.: 07231/969-45679

E-Mail: christina.schwara@helios-gesundheit.de