Time is brain: Höchste Auszeichnung für Schlaganfallstation
Pressemitteilung

Time is brain: Höchste Auszeichnung für Schlaganfallstation

Dachau

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute – je schneller und qualifizierter die Hilfe, desto geringer sind die Folgeschäden. Im Helios Amper-Klinikum Dachau werden Betroffene von einem Spezialteam betreut, der Stroke Unit. Nach drei regionalen Zertifizierungen wurde sie jetzt erstmals als überregionale Schlaganfallstation zertifiziert. Sie erhielt diese Auszeichnung für ihre Rund-um-die Uhr-Betreuung von Schlaganfallpatienten auf höchstem Niveau.

In Deutschland gibt es insgesamt 329 solcher Stroke Units, nur ein Drittel davon – in der Regel Kliniken mit Maximalversorgung – sind überregional zertifiziert. Für das Dachauer Klinikum als Schwerpunktversorger ist diese Auszeichnung daher von besonders großer Bedeutung. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe haben der Stroke Unit eine hochqualifizierte Rund-um-die-Uhr-Betreuung von Schlaganfallpatienten bestätigt. „Ich freue mich über die Zertifizierung als überregionale Stroke Unit“, sagt Klinikgeschäftsführer Gerd Koslowski. „Sie bestätigt das hohe Niveau unserer Schlaganfallversorgung. Ich bin stolz auf dieses hochspezialisierte Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten, das gemeinsam so erfolgreich arbeitet.“

Schnelle Hilfe im Ernstfall
Laut der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft erleiden jährlich rund 260.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Die Ursache ist meist eine plötzliche Durchblutungsstörung oder ein Blutgerinnsel im Gehirn. Durch die Unterversorgung mit Sauerstoff sterben Gehirnzellen ab, erklärt Dr. med. Christian Lechner, Chefarzt Neurologie und Neurogeriatrie. „Deshalb zählt jede Minute. Ein Schlaganfall kann jeden treffen. Typische Symptome sind Lähmungserscheinungen, Sprach-, Sehstörungen oder sogar Bewusstlosigkeit.“

Kurze Wege, eine hochmoderne medizinische Ausstattung, ein eingespieltes interdisziplinäres Team und als Novum die rund um die Uhr erreichbare Neuroradiologie – dafür gab es jetzt das Prädikat „Überregionale Stroke Unit“. Der 2018 zusätzlich eingeführte Fachbereich Neuroradiologie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Sascha Prothmann macht den Einsatz von neuen Kathetertherapien möglich. Bei rund zehn Prozent der Patienten wurden bis zu 24 Stunden nach den ersten Symptomen mit dem sogenannten Hirnkatheter erhebliche Verbesserungen bis hin zur kompletten Beschwerdefreiheit erzielt.
„Unsere Abteilung leistet seit vielen Jahren erstklassige Arbeit“, so Dr. Lechner. „Durch die umfassende und schnelle Versorgung in der Dachauer Stroke Unit werden die Überlebenschancen erheblich verbessert und Folgeschäden sehr oft deutlich vermindert.“ Diese Betreuung wird durch speziell geschulte Ärzte und Pflegekräfte gewährleistet, die eng mit Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Sozialarbeitern zusammenarbeiten. Am Standort Dachau werden auf der acht Betten umfassenden Stroke Unit jedes Jahr rund 800 Patienten behandelt.

Ständige medizinische Verfügbarkeit
Um eine Zertifizierung zu erlangen, muss das interdisziplinäre Stroke Unit-Team besondere Qualifikationen in der Behandlung von Schlaganfallpatienten nachweisen. Die Stroke Unit am Amper-Klinikum, geführt vom Leitenden Oberarzt Dr. med. Olaf Schüler, wurde bereits zum vierten Mal von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zertifiziert. Mit der Bezeichnung „überregional“ werden dem Helios Amper-Klinikum Dachau jetzt eine ständige medizinische Verfügbarkeit aller Spezialisten sowie exzellente Versorgungsstrukturen bescheinigt.


Das Helios Amper-Klinikum Dachau versorgt jährlich rund 22.000 stationäre Patienten, die Helios Amper-Klinik Indersdorf rund 700 akutstationäre sowie 1.200 stationäre Reha-Patienten. Weitere rund 36.000 Patienten werden ambulant von den über 1.200 Mitarbeitern der beiden Klinikstandorte medizinisch versorgt. Die 14 Fachabteilungen in Dachau verfügen zusammen über 435 Betten. Die Klinik in Markt Indersdorf ist spezialisiert auf Altersmedizin und verfügt mit der Akutgeriatrie sowie der stationären und ambulanten geriatrischen Rehabilitation über insgesamt 95 Betten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von neun Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.


Pressekontakt:
Pia Ott
Pressesprecherin
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: (08131) 76-533
E-Mail: pia.ott@helios-gesundheit.de

Pressebild 1

Pressebild zum Download (JPG) Bildunterschrift: Ausgezeichnete Stroke Unit: Klinikgeschäftsführer Gerd Koslowski (2. Reihe, Mitte) gratulierte dem Chefarzt Neurologie und Neurogeriatrie, Dr. med. Christian Lechner (3.v.l.), und dem gesamten Team zur überregionalen Zertifizierung. © Helios

Pressebild 2

Pressebild zum Download (JPG) Bildunterschrift: Ein Kuchen der Extraklasse: Die überregionale Zertifizierung ist ganz nach dem Geschmack des Stroke Unit-Teams. © Helios