Pneumologie, Kardiologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin

Informationen für Ärzte

Informationen für Ärzte

Unsere Klinik ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen rund um die Atemwege, des Lungenparenchyms, der Brustwand, der Pleura und des Mediastinums. Nach Sicherung der Diagnose entscheiden wir, ob die weitere Therapie in unserer Klinik vorgenommen werden kann. Selbstverständlich binden wir Sie in die Therapieplanung ein und halten gerne Rücksprache mit Ihnen.

PNEUMOLOGIE-HOTLINE

Telefon: 0228/6481-13351
Diese Hotline ist ausschließlich für Ärzte reserviert und mo bis fr von 9 bis 16 Uhr erreichbar.  

Zur optimalen Versorgung Ihrer Patienten pflegen wir intensive Kontakte zu einem Netzwerk aus

  • weiteren Lungenkliniken
  • zertifizierten Schwerpunkt-Zentren
  • niedergelassenen Lungenfachärzten der Region
  • ambulanten und stationären pneumologischen‚ Reha-Einrichtungen
  • Erkrankungen der oberen Atemwege und der Trachea
    Laryngotracheobronchitis
    Tracheitis
    Trachealstenose
    Ösophagotracheale Fisteln
    Schlafapnoesyndrom

  • Erkrankungen der unteren Atemwege
    Asthma Bronchiale
    COPD (mit/ohne Emphysem)
    Mukoviszidose (Cystische Fibrose)

  • Erkrankungen des Lungenparenchyms

    infektiös:
    Pneumonie (typisch/ atypisch)
    Tuberkulose (TBC)
    atypische Mykobakteriosen (NTM)

    nicht infektiös:
    Lungenemphysem
    interstitielle Lungenerkrankungen (UIP, EEA, DIP u.a.)
    Lungenfibrosen (IPF)
    Pneumothorax
    Sarkoidose

  • Erkrankungen der Lungengefäße
    Pumonale Hypertonie (PAH/PH)
    Lungenembolie
  • Erkrankungen der ‚Atempume'

    Respiratorisches Versagen Typ I:
     hypoxämisches Lungenversagen bei

    Pneumonie
    Lungenembolie
    Lungenfibrose
    Atelektase
    Pneumothorax
    Lungenödem
    Respiratorisches Versagen Typ II:
    hyperkapnisches Lungenversagen bei

    Atemwegsobstruktion (COPD/ Asthma bronchiale)
    thorakal-restriktiven Erkrankungen (Kyphoskoliose, OHS)
    neuromuskulären Erkrankungen (ALS, Muskeldystrophie)
    Atemanstriebsstörungen (Undine Syndrom, Apolex)
    Akut auf chronische ventilatorische Insuffizienz mit CO2 Narkose

  • Thorakale Neoplasien
    Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)
    Lungenmetastasen extrapulmonaler Tumoren
    Pleuratumore (Mesotheliom/Metastasen)
    Mediastinale Tumore
  • Erkrankungen der Thoraxwand
    Lipome
    Sarkome
    Brustwandmetastasen
  • Erkrankungen des Mediastinums
    Thymome
    Lymphome
  • Erkrankungen der Pleura
    Pleuraerguss (unkompliziert/ maligne)
    Pleuraempyem
    Pleuramesotheliom
    Pleurametastasen
  • Berufsbedingte Erkrankungen der Lunge
    Silikose
    Asbestose
    u.a.

Apparative Diagnostik unseres Lungenfunktionslabors:

  • Spirometrie (Fluss-Volumenkurve) zur Erfassung der dynamischen Lungenvolumina
  • Ganzkörperplethysmographie zur Messung der Atemwegswiderstände und der statischen Lungenvolumina
  • Diffusionskapazität von Kohlenmonoxid (TLCO/KCO) zur Erfassung des Gasaustausches in der Lunge
  • kapilläre Blutgasanalysen zur Erfassung des Gasaustausches in der Lunge
  • Atemmechanik (p01, Pimax) zur Messung der Atemmuskelkraft und Identifizierung von Atempumpstörungen
  • Bronchoprovokationstest zur Erfassung eines hyperreagiblen Bronchialsystems
  • Sauerstofftitration zur Etablierung einer Heimsauerstofftherapie (LTOT)
  • 6-Minuten Gehtest zur objektiven Beurteilung der Leistungsfähigkeit
  • Spiroergometrie
  • Flexible Fiberoptische Bronchoskopie
    • Lavage zur mikrobiologischen Untersuchung (Suche nach Erreger und Resistenzen)
    • Lavage zur zytologischen Untersuchung (Suche nach maligen Zellen)
    • Bürstenabstriche und Wang-Nadel-Aspirationsbiopsien (zytologische Untersuchung)
    • Bronchoalveolärer Lavage (BAL) zur differentialdiagnostischen Zellbestimmung  (Suche nach Lymphozytose, Eosinophilie etc.)
    • Endobronchiale Biopsien (PEs) bei endobronchial sichtbaren Tumoren (histologische Sicherung von bösartigen Zellen)
    • Transbronchiale Biopsien (TBB/ C-Bogen) (differentialdiagnostische histologische Untersuchung)
    • Fremdkörperentfernung
  • EBUS (Endobronchialer Ultraschall mit Feinnadelpunktion) zur Untersuchung der mediastinalen Lymphknoten
  • Interventionelle starre Bronchoskopie in Narkose
  • Internistische Thorakoskopie in Lokalanästhesie bei Pleuraergüssen unklarer Genese
  • Thoraxsonographie
    Ultraschall gesteuerte Punktion der Brustwand, des Rippenfells sowie brustwandnaher Lungenrundherde

Krankheitsbilder

Respiratorisches Versagen Typ I:
hypoxämisches Lungenversagen bei

  • Pneumonie
  • Lungenembolie
  • Lungenfibrose
  • Atelektase
  • Pneumothorax
  • Lungenödem

Respiratorisches Versagen Typ II:
hyperkapnisches Lungenversagen bei

  • Atemwegsobstruktion (COPD/ Asthma bronchiale)
  • thorakal-restriktiven Erkrankungen (Kyphoskoliose, OHS)
  • neuromuskulären Erkrankungen (ALS, Muskeldystrophie)
  • Atemanstriebsstörungen (Undine Syndrom, Apolex)

Akut auf chronische ventilatorische Insuffizienz mit CO2 Narkose

Apparative Diagnostik

  • Pulsoxymetrie
  • kapilläre Blutgasanalysen
  • transkutane Kapnometrie
  • Monitorüberwachung bei respiratorischer Azidose

Therapeutische Konzepte 

  • Etablierung einer Beatmungstherapie (nicht invasiv/ invasiv) für die außerklinische Versorgung (Heimbeatmungstherapie)
  • Perioperatives Managemnet: präoperativer Evaluation der respiratorischen Situation und ggfls. Etablierung einer nicht invasiven Beatmungstherapie (NIV)
  • Umstellung und Kontrolle von bereits etablierten außerklinschen Beatmungstherapien (nicht invasiv/ invasiv)
  • Therapie der akuten hypoxämischen und/ oder hyperkanipschen respiratorischen Insuffizienz (ARI) mittels Akut-NIV unter Monitoring

Krankheitsbilder, die zum prolongierten Weaning führen können:

  • Respiratorisches Versagen Typ I:
    hypoxämisches Lungenversagen bei
    • Pneumonie
    • Lungenembolie
    • Lungenfibrose
    • Atelektase
    • Pneumothorax
    • Lungenödem
  • Respiratorisches Versagen Typ II:
    hyperkapnisches Lungenversagen bei
    • Atemwegsobstruktion (COPD/ Asthma bronchiale)
    • thorakal-restriktiven Erkrankungen (Kyphoskoliose, OHS)
    • neuromuskulären Erkrankungen (ALS, Muskeldystrophie)
    • Atemanstriebsstörungen (Undine Syndrom, Apolex)
  • Postoperative respiratorische Insuffizienz
  • Postextubationsversagen

Patienten, die nach einer Woche Entwöhnung immer noch beatmungspflichtig sind, benötigen eine besondere Kompetenz auf dem Gebiet des Weanings. Definitionsgemäß handelt es sich nach der internationalen Weaningklassifikation um Patienten der Gruppe 3: prolongiertes Weaning (Boles et al.; Eur Respir J 2007; 29: 1033 - 1056).

Täglich beurteilen wir kritisch das Weaningpotential und evaluieren die Bereitschaft zur Entwöhnung. Das Weaning findet in einem eigens dafür bereitgestellten Bereich, der respiratorischen Intensivstation (RICU), auf der interdisziplinären Intensivstation statt. Genau diese Interdisziplinarität ermöglicht uns eine ganzheitliche internistische und intensivmedizinische Sicht und gewährleistet, dass optimale Voraussetzungen für die Entwöhnung von der Langzeitbeatmung tatsächlich gegeben sind.
Wir beurteilen täglich auch die Kriterien zur "NIV-Fähigkeit" im Weaningprozess und können die nicht invasive Beatmung (NIV) in der Postextubationsphase oder bei persistierender chronisch ventilatorischer Insuffizienz nach Weaning etablieren.

Der Weaningprozess verlangt eine intensive pflegerische Zuwendung. Unser Pflegeteam ist professionell geschult und hoch motiviert, betroffene Menschen vertrauensvoll während dieser schweren Zeit zu begleiten. Zum Team gehören auch Atmungstherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten und Seelsorger.
Patienten, die wir aus anderen Einrichtungen zum Weaning übernehmen, entlassen wir jederzeit nach Abschluss des Weanings auf Wunsch wieder heimatnah.

Stellen wir vorerst ein Weaningversagen fest, organisieren wir die Überleitung in die außerklinische Versorgung und evaluieren gerne das Weaningpotential zu einem späteren Zeitpunkt.

Ist die Beatmungstherapie nicht mehr indiziert, helfen wir individuell bei der Entscheidungsfindung am Ende des Lebens, welche Methode zur Beendigung der Beatmungstherapie die geeignetste ist (Terminales Weaning). Wir achten sorgfältig im Team auf die Vermeidung von Stress und unnötigem Leid bis zum letzten Atemzug.