Unsere Narkoseverfahren
Sofern Sie eine regionale Anästhesie bevorzugen, können Sie selbst wählen, ob Sie während der Operation Ihrer Lieblingsmusik oder vielleicht lieber einem Hörspiel über einen Kopfhörer lauschen möchten.
In der Helios ENDO-Klinik Hamburg legen wir seit der Gründung 1976 sehr großen Wert auf die Weiterentwicklung regionaler Anästhesieformen, d.h. es wird nur das betäubt, was operiert wird.
Insbesondere bei älteren Menschen, speziellen Vorerkrankungen und auch für bestimmte Eingriffe mit Verwendung von Knochenzement ist dieses Verfahren der klassischen Vollnarkose mitunter überlegen.
Zielvorgabe ist heutzutage weniger der reine Narkosezustand als vielmehr die vollständige Schmerzfreiheit während und nach der OP. Dabei spielen Ihr Gesundheitszustand, Ihre speziellen Wünsche und die Erfordernisse für den Operateur eine entscheidende Rolle bei der Auswahl eines geeigneten Verfahrens.
Die Vollnarkose selbst, die bei uns für größere Eingriffe etwa bei wirbelsäulenchirurgischen Operationen oder Schultereingriffen routinemäßig zum Einsatz kommt, ist in den letzten Jahren ständig verbessert worden.
Heute bedeutet eine Narkose für unsere Patienten nur noch eine Leber- und Nervenzellbelastung etwa in der Größenordnung eines Glases Wein. Damit ist sie sehr gut verträglich.
Jede Operation kann zu einem mehr oder weniger hohen Blutverlust führen. Die langjährige Erfahrung der Operationsteams in Verbindung mit schonenden Operationstechniken und anästhesiologischen Maßnahmen sorgen dafür, dass dieser Blutverlust in der Regel sehr gering bleibt.
Zu Ihrer Sicherheit ist seit über 25 Jahren in der Helios ENDO-Klinik Hamburg das „Concept Autologe Transfusion“ (CAT) umgesetzt und ständig verbessert worden. Heute würden wir unser Konzept mit der Bezeichnung „Concept Avoiding Transfusion“ (Transfusionen vermeiden) umschreiben.
Das vollständige Konzept setzt sich aus einer Vielzahl blutsparender Maßnahmen zusammen:
- präoperative Korrektur einer evtl. bestehenden Blutarmut, ggfs. unterstützt durch blutbildende Medikamente (z.B. Eisen, EPO)
- maschinelle Autotransfusion (Eigenblutrückgewinnung) während und nach der Operation (Cell-Saver-Technik)
- Gabe spezieller blutsparender Medikamente
- milde und kontrollierte Blutdrucksenkung während und nach der Operation
- Aufrechterhaltung der Körpertemperatur
- Akzeptanz einer adäquaten „Blutverdünnung“
Unter Ausnutzen dieser Ressourcen kann in der Regel auf eine Übertragung von Fremdblut verzichtet werden. Sollte aus gesundheitlichen oder medizinischen Gründen der Einsatz der maschinellen Autotransfusion nicht möglich sein, stehen zur Operation selbstverständlich eingehend getestete und auf Verträglichkeit geprüfte Fremdblutkonserven bereit.
Unsere Anästhesieambulanz
In der Ambulanz des Instituts A.I.T. haben unsere Patienten gewöhnlich den ersten Kontakt mit den Mitarbeitern der Anästhesie. Hier arbeiten erfahrene Ärzte und Ärztinnen, die nach Erhebung der Vorgeschichte, eingehender körperlicher Untersuchung sowie unter Einbeziehung spezieller Untersuchungsbefunde eine Beurteilung über das Risiko des geplanten Eingriffes treffen und dementsprechend ein optimal angepasstes Anästhesieverfahren vorschlagen.
Für besondere internistische Fragestellungen steht in den Ambulanzräumen auch ein internistisches Facharztteam zur Verfügung. So können vorbestehende Organstörungen von Herz, Lunge, Leber oder Niere, Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen rechtzeitig erkannt und ggf. vor der Operation in Absprache mit Hausärzten oder niedergelassenen Fachärzten behandelt werden.
Die zentrale Aufgabe der Mitarbeiter in der Ambulanz besteht in der Beantwortung aller Ihrer Fragen im Zusammenhang mit Narkose, Intensiv- und Schmerztherapie sowie der Transfusionsmedizin. Es ist uns ein besonderes Anliegen, für jeden Patienten das individuell beste Anästhesieverfahren in Anlehnung an die jeweils persönlichen Erfordernisse auszuwählen.