Neue Robotertechnik bei Kniegelenk-Ersatz  im Helios Klinikum München West
Pressemitteilung
Digitalisierung in der Endoprothetik

Neue Robotertechnik bei Kniegelenk-Ersatz im Helios Klinikum München West

München

Patientinnen und Patienten, die im Pasinger Helios Klinikum ein künstliches Kniegelenk erhalten, profitieren künftig von menschlicher Expertise und neuester Technologie.

Ein neues roboterarm-assistiertes Operationsverfahren unterstützt ab sofort das ärztliche Team des Endoprothetikzentrums am Helios Klinikum München West beim Einsatz von künstlichen Kniegelenken. Das Mako-System ersetzt dabei weder den Operateur, noch operiert es selbstständig. „Vielmehr ‚leiht‘ der Roboter der Chirurgin oder dem Chirurgen seine Präzision und unterstützt dabei, den Eingriff mit größtmöglicher Genauigkeit zu planen und durchzuführen“, sagt Assoz. Prof. Dr. Martin Thaler, Chefarzt des Endoprothetikzentrums München West.


Schonendes Verfahren und schnellere Genesung

Gegenüber der herkömmlichen manuellen Methode ermöglicht die Roboterarmtechnologie, Implantate mit einer Präzision von über 99,5 Prozent noch genauer zu positionieren und die optimale Spannung der Bänder am Knie zu bestimmen. „Ziel ist es, mit dem Implantat der natürlichen Gelenkanatomie möglichst nahezukommen. Dabei ist eine ideale Bandspannung deshalb so wichtig, weil sie das feine Gleichgewicht zwischen erforderlicher Stabilität und hoher Beweglichkeit des Knies sichert“, erklärt der Chefarzt. 

Darüber hinaus bietet das Mako-System weitere Vorteile: So könne das Weichgewebe des Knies geschont und der Eingriff messbar knochensparender ausgeführt werden, sagt Thaler. „Unsere Patientinnen und Patienten sind nach der Operation schneller und mit weniger Schmerzen wieder auf den Beinen. Außerdem ist durch die hochpräzise Platzierung der Prothese eine längere Haltbarkeit zu erwarten.“


So funktioniert die Mako-Technologie

Um die hohe Präzision zu erreichen, wird vor der Operation auf der Grundlage einer Computertomografie des Kniegelenks ein virtuelles 3D-Modell erstellt. Daraus entsteht anschließend ein digitaler Operationsplan. Während des Eingriffs steuert die Chirurgin oder der Chirurg den Roboterarm dann in dem vordefinierten Bereich. Die virtuell im Plan gesetzten Grenzen verhindern dabei eine Verletzung des Seitenbandes. Erst wenn das Kniegelenk ausgerichtet und die Bandspannung darauf angepasst ist, wird die Knieprothese eingesetzt. 


Chefarzt in der Forschung des Systems beteiligt

Das Pasinger Helios Klinikum verfügt als eine von wenigen Kliniken in Deutschland über das roboterarm-assistiertes Mako-Operationssystem. Mit Professor Thaler steht Patientinnen und Patienten im Endoprothetikzentrum München West darüber hinaus einer der europaweit erfahrensten Operateure zur Seite: Er kann bereits auf hunderte Eingriffe mit dem OP-Roboter zurückblicken. Zudem bildet der Chefarzt, der auch in der Forschung des Systems beteiligt ist, regelmäßig Ärztinnen und Ärzte aus der ganzen Welt in der Anwendung aus, speziell in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das Endoprothetikzentrum leitet Thaler seit April dieses Jahres. Er kommt von der Innsbrucker Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie, wo er zuletzt als stellvertretender Direktor tätig war. Der gebürtige Österreicher ist Facharzt für Orthopädie und Traumatologie. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten zählen neben der roboter-unterstützten Implantation von künstlichen Knie- und Hüftgelenken unter anderem minimalinvasive, muskelschonende Operationsmethoden sowie die gelenkerhaltende Chirurgie an Hüfte und Knie.

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Marten Deseyve

Pressesprecher | Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
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