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Schnelle Genesung dank Bikini-Schnitt

In Deutschland werden pro Jahr etwa 200.000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt. Obwohl die OP an den meisten Kliniken mittlerweile ein Standardeingriff ist, gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede bei der Zugangstechnik.
Während Hüft-OPs vielerorts noch mit großen Schnitten in Hüfte und Oberschenkel verbunden sind, arbeitet Prof. Dr. Martin Thaler, Chefarzt des Endoprothetikzentrums am Helios Klinikum München West, beim Einsetzen des neuen Gelenks mit einem gewebeschonenden, minimalinvasiven Zugangsweg. Mithilfe des sogenannten Bikini-Schnitts gelangt er durch eine natürliche Muskelspalte zum Hüftgelenk und schon damit auch Nerven. Der Schnitt ist nur wenige Zentimeter lang und liegt so, dass die Narbe selbst beim Tragen eines Bikinis nicht sichtbar ist.

Unser Spezialist

Chefarzt Prof. Dr. Thaler gehört zu den Pionieren dieser Operationstechnik, die auch als „direkter vorderer Zugang“ bekannt ist. Seit über 20 Jahren begleitet er den Einsatz künstlicher Hüftgelenke mit ihrer Hilfe.

Die Vorteile des Bikini-Schnitts sind offensichtlich: weniger Schmerzen weniger Blutverlust schnellere Erholung und Mobilisierung kürzere Operationszeiten und geringeres Risiko, dass sich das künstliche Gelenk ausrenkt. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sich der Eingriff schon nach dem Aufwachen nicht anfühlt wie eine große Operation. Der gewebeschonende Zugang ermöglicht einen ganz individuellen Genesungsfahrplan. Die ersten Schritte können noch am Tag der OP gemacht werden. Wann sie die Gehhilfen weglassen, entscheiden die Patientinnen und Patienten selbst. Auch ein langwieriger Reha-Aufenthalt ist nach dem Bikini-Schnitt nicht mehr unbedingt notwendig. Sämtliche Sportarten sind dafür aber ausdrücklich erlaubt