Nach 21 Jahren: Chefarzt Rieck verabschiedet sich in den Ruhestand
Pressemitteilung

Nach 21 Jahren: Chefarzt Rieck verabschiedet sich in den Ruhestand

Hildesheim

Zum 1. Januar 2020 übergibt Prof. Dr. Bernd Rieck den Staffelstab als Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie an den bisherigen Leitenden Oberarzt Nikolaus Unbehaun.

Hildesheim, 30. Oktober 2019 – Prof. Dr. Bernd Rieck, Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie am Helios Klinikum Hildesheim, verabschiedet sich 21 Jahre nach Gründung der Abteilung auf eigenen Wunsch in den vorzeitigen Ruhestand. Sein Nachfolger kennt das Klinikum sehr gut. Zum 1. Januar 2020 übernimmt der bisherige Leitende Oberarzt Nikolaus Unbehaun die Position des Chefarztes. Der 56-jährige Unbehaun ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Gesichts- und Mikrochirurgie, sowie für Brustrekonstruktionen mit Eigengewebe nach Krebserkrankungen und freie Lappenplastiken. Unter seiner Führung soll die Abteilung weiter ausgebaut werden und ein verstärkter Schwerpunkt auf hautstraffende Eingriffe nach massivem Gewichtsverlust gelegt werden. Zudem soll der Bereich der Ästhetischen Chirurgie erweitert werden. Neuer Leitender Oberarzt wird Jakob Krainski.

„Ich danke Herrn Prof. Dr. Rieck für sein außerordentliches Engagement und die herausragende Arbeit, die er in der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie geleistet hat. Er hat die Abteilung aufgebaut und maßgeblich ausgerichtet. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. Gleichzeitig bin ich sehr zufrieden, dass wir mit Herrn Unbehaun eine interne Nachbesetzung gefunden haben, die diese Position nahtlos ausfüllt und fortsetzt. Ich bin überzeugt, dass er die Abteilung gut für die Zukunft ausrichten und erfolgreich weiterführen wird“, sagt Sascha Kucera, Klinikgeschäftsführer des Helios Klinikums Hildesheim.

Seit 1998 war Prof. Dr. Bernd Rieck Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie, nun beendet er seine medizinische Laufbahn. Eine lange Einarbeitungszeit braucht sein Nachfolger Nikolaus Unbehaun nicht. Der Facharzt für Plastische, Wiederherstellende und Ästhetische Chirurgie sowie für Handchirurgie ist seit 2010 als Leitender Oberarzt in der Abteilung tätig und kennt die Abläufe genau. „Ich möchte die Erfolgsgeschichte fortschreiben, die Prof. Rieck in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgebaut hat. Die Nachfrage nach den Leistungen der Abteilung ist über die Jahre stetig angestiegen und tut es weiterhin. Die Handchirurgie bleibt für uns unverändert wichtig. Wir wollen aber auch weitere Bereiche ausbauen, wie die gewebsstraffende Hautchirurgie nach massiver Gewichtsabnahme oder die Brustrekonstruktion mit Eigengewebe nach Krebserkrankungen oder Unfällen“, erklärt Unbehaun. Vor seiner Tätigkeit in Hildesheim war der gebürtige Tübinger Nikolaus Unbehaun in der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am Klinikum rechts der Isar in München tätig. Sein Studium der Humanmedizin absolvierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2008 nahm er an der weltweit ersten beidseitigen Oberarmtransplantation am Klinikum rechts der Isar München teil, 2010 holte Bernd Rieck ihn nach Hildesheim. „Prof. Rieck suchte damals jemanden für wiederherstellende Brustchirurgie, was eines meiner Spezialgebiete ist. Das Hildesheimer Klinikum wurde gerade neu gebaut und ich habe hier sehr gute Voraussetzungen vorgefunden. Da ich selbst Familie in Norddeutschland habe, bin ich gerne von München nach Hildesheim gekommen“, erläutert der dreifache Familienvater.

In 21 Jahren 20.000 Mal als Operateur am OP-Tisch

1998 wurde Prof. Dr. Bernd Rieck zum ersten Chefarzt der neu gegründeten Klinik für Plastische und Handchirurgie am damaligen Städtischen Krankenhaus und heutigen Helios Klinikum gewählt. Gemeinsam mit einem Oberarzt sowie einem Assistenzarzt nahm er die Arbeit in der neuen Abteilung auf. 21 Jahre später, im Jahr 2019, ist die Abteilung auf zwei Oberärzte, zwei Fachärzte sowie drei Assistenzärzte angewachsen und hat sich damit dem über die Jahre gewachsenen Anspruch sowie der Nachfrage angepasst. 2.500 Operationen führen die Mikrochirurgen mittlerweile pro Jahr durch. Rieck selbst hat seit Gründung der Abteilung bei rund 20.000 Eingriffen als Operateur am OP-Tisch gestanden.

Dabei gibt es auch nach so langer Zeit Eingriffe, die ihm in Erinnerung geblieben sind. Beispielsweise ein Mann, der sich bei Handwerkerarbeiten vier Finger einer Hand abgetrennt hat. Rieck konnte sie allesamt wieder funktionsfähig annähen. Oder ein Junge, der sich an Silvester fast die ganze Hand weggesprengt hat. „Dem haben wir durch die Transplantation seiner eigenen Zehen wieder eine greiffähige Hand ‚gebaut‘“, berichtet der Professor. In besonderer Erinnerung werden dem Chirurgen immer die vielen Kinder aus den Friedensdörfern bleiben, denen in ihren Heimatländern bei komplizierten Verletzungen wie zum Beispiel schwersten Verbrennungen, nicht adäquat geholfen werden konnte. Im Helios Klinikum Hildesheim wurden sie kostenlos von Rieck und seinem Team operiert und konnten danach zum ersten Mal seit langem wieder richtig laufen, den Arm strecken oder ihre Hand benutzen. Für seine Abteilung hat der scheidende Chefarzt nur die besten Wünsche: „Ich wünsche mir, dass die Bevölkerung der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie auch nach meinem Abschied weiterhin ihr berechtigtes Vertrauen schenkt. Das haben die Kolleginnen und Kollegen verdient.“

Handchirurgie auf internationalem Niveau

Als Replantationszentrum Süd-Niedersachsen bietet die Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie des Helios Klinikums Hildesheim ihren Patienten mikrochirurgische Kompetenz und handchirurgisches Können rund um die Uhr. Aufgrund der Leistungsfähigkeit und der zahlreichen mikrochirurgischen Operationen hat der Dachverband der Europäischen Gesellschaften für Handchirurgie (FESSH) die Klinik bereits im Jahr 2011 als „Hand Trauma Center“ akkreditiert. Damit ist sie eine von nur rund 40 Einrichtungen in Deutschland, die auf internationalem Niveau zur Versorgung schwerer Handverletzungen zur Verfügung stehen. In dem Handtraumazentrum versorgt die Klinik Patienten mit schwersten Handverletzungen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Das erfahrene Team gewährleistet die gesamte Notfallversorgung der Hand inklusive der Replantation abgetrennter Gliedmaßen und freier Gewebsübertragung.

 

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Marc Pingel

Referent Unternehmenskommunikation und Marketing
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