Sekretariat Kardiologie
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Bestmögliche Versorgung von Patient:innen mit Herzerkrankungen in Hildesheim: Von der abklärenden Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge.
Die Katheterablation gehört zu den etablierten Behandlungsangeboten unseres Fachbereichs Kardiologie. Mit ihr behandeln wir Tachykardien und Herzstolpern: Darunter fallen Herzrhythmusstörungen, bei denen das Herz zu schnell und mitunter unregelmäßig schlägt, kurz: „Herzrasen“.
So funktioniert die Ablation
Bei der Ablation werden krankhafte Erregungsherde oder Leitungsbahnen am Herzen mithilfe eines Katheters „verödet“. Das bedeutet: Muskelerregungen, die den Herzrhythmus stören, werden unterbunden, damit das Herz wieder normal schlägt. Dabei kann es sich um angeborene zusätzliche Leitungsbündel oder um krankhafte Herzschrittmacherzellen handeln. Zumeist wird der Erregungsherd bereits bei der EPU mithilfe eines Spezialkatheters verödet, in der Regel durch Hitze- oder Kälteanwendung.
Diagnose und Therapie
Bei Verdacht auf eine Herzrhythmusstörung führen wir eine genaue Untersuchung durch. Anschließend legen Sie in Absprache mit unseren Ärzt:innen Ihre Behandlung fest
Eine Möglichkeit ist die medikamentöse Behandlung. Sie ist leider nicht bei allen Arten von Herzrhythmusstörungen ausreichend wirksam. Daher wird Ihr Arzt Ihnen vielleicht einen Herzschrittmacher oder einen Defibrillator empfehlen.
Herz- und Kreislauferkrankungen führen nach wie vor die Krankheits- und Sterbestatistiken in Deutschland und vielen anderen Ländern an. Umso wichtiger ist es, entsprechende Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. In unserer Klinik haben wir dafür viele Möglichkeiten.
Echokardiographie - Das Herz im Ultraschall
Die Echokardiografie wird bei fast allen Herz- und Kreislauferkrankungen eingesetzt, und ist damit das am häufigsten angewandte bildgebende Untersuchungsverfahren in der Kardiologie. Mit diesem Verfahren lassen sich Aussehen und Funktion einzelner Herzstrukturen mittels Ultraschallwellen darstellen, sodass sich für unsere Patient:innen keine Strahlenbelastung ergibt. Eine Untersuchung dauert zwischen zehn und dreißig Minuten und erfordert keine spezielle Vorbereitung. Wir unterscheiden dabei drei verschiedene Verfahren:
- Transthorakale Echokardiografie: Bei diesem Verfahren wird der Schallkopf von außen auf den Brustkorb (Thorax) aufgesetzt, sodass die Ultraschallwellen durch die Rippen ein Bild vom Herzen zeichnen können. Mittels 2D-Verfahren und Farbdoppler können wir die Fließrichtungen des Blutes in verschiedenen Farben darstellen. Hierbei handelt es sich um das am häufigsten eingesetzte Verfahren.
- Transösophageale Echokardiografie: Hier wird das Herz von innen untersucht, indem eine Sonde über die Speiseröhre (Ösophagus) des Patienten eingeführt wird. Dieses Verfahren wird zur Abklärung spezieller Fragestellungen und Herzerkrankungen genutzt.
- Stress-Echokardiografie: Um Durchblutungsstörungen des Herzens gut sichtbar machen zu können, wird unter körperlicher oder medikamentöser Belastung eine Echokardiografie durchgeführt.
Spiroergometrie – Zum Leistungscheck aufs Fahrrad
Bei einer Spiroergometrie analysieren wir mittels einer Maske die Atemgase unserer Patient:innen unter körperlicher Belastung auf einem Fahrrad-Ergometer. Die Untersuchung spiegelt in optimaler Weise das Zusammenspiel von Herz, Lunge, Kreislauf und Stoffwechsel wider. Dies ist beispielsweise wichtig, um den Zustand unserer Patient:innen vor größeren Operationen bestmöglich einschätzen zu können.
Mit Hilfe dieser Untersuchung lässt sich zudem die Ausdauerleistungsfähigkeit beurteilen. Eine wichtige Fragestellung, vor allem für chronisch herzkranke Menschen, die sich sportlich betätigen möchten.
Kardiale Magnetresonanztomografie – Herz im MRT
Die Kernspintomographie des Herzens (kardiales MRT) setzen wir zur Abklärung spezieller Fragestellungen wie Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, um nach Herzinfarktnarben oder Herzmuskelentzündungen zu suchen, Fehler des Herzens und der angrenzenden großen Gefäße ein. Die Untersuchungen führen wir in Kooperation mit dem Institut für Bildgebende Diagnostik und Interventionelle Radiologie durch.
Den Verschluss des Vorhofohrs bieten wir als wirksame Methode der Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern an. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit und kann durch Thrombenbildung im linken Vorhofohr Schlaganfälle auslösen. Die effektive Schlaganfallprophylaxe durch den Verschluss des Vorhofohrs hat deshalb eine sehr hohe Bedeutung in der Behandlung von Vorhofflimmern.
Besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall, übernehmen unsere Expert:innen der Schlaganfall-Einheit am Helios Klinikum Hildesheim die sofortige Diagnostik und Versorgung. Rund um die Uhr stehen dafür spezialisierte Teams bereit. Zum Verständnis:
Ischämischer Schlaganfall
Der ischämische Schlaganfall ist die häufigste Form des Hirnschlags. Er liegt in etwa acht von zehn Fällen vor. Meist entsteht er durch ein Blutgerinnsel, das eine hirnversorgende Arterie ganz oder teilweise verstopft und somit die Blut- und Sauerstoffversorgung für bestimmte Hirnbereiche unterbricht. In der Regel passiert dies als Folge von Arterienverkalkung.
Hämorrhagischer Schlaganfall
Ein hämorrhagischer Schlaganfall kommt seltener vor, nämlich in nur etwa zwei von zehn Fällen. Er entsteht, wenn ein Blutgefäß im Gehirn einreißt und zu einer Hirnblutung führt. Dadurch werden zum einen Hirnbereiche, die hinter dem "Leck" liegen, nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt und beginnen abzusterben. Zum anderen lässt das ins Gewebe austretende Blut das Hirn anschwellen, wodurch der Druck im Schädel steigt. Als Folge wird das Hirn "eingequetscht" und Hirnzellen nehmen Schaden.
Eine der häufigsten Ursachen dafür, dass ein Blutgefäß im Hirn reißt, ist Bluthochdruck. Denn er schädigt auf Dauer die Blutgefäße und schwächt dadurch die Gefäßwände. Ein plötzlicher Blutdruckanstieg kann so dazu führen, dass das Blutgefäß einreißt. Auch ein Diabetes mellitus kann die Gefäßwände langfristig schädigen. Eine Hirnblutung kann zudem auftreten, wenn ein Hirngefäß krankhaft ausgeweitet ist (Aneurysma) und einreißt.
In unserem modernen Herzkatheterlabor können wir neben der Diagnose von Erkrankungen an Herzmuskel, Herzklappen und Herzkranzgefäßen auch therapeutische Eingriffe wie Gefäßaufdehnungen vornehmen.
Dabei wird ein dünner, biegsamer Kunststoffschlauch über die Hauptschlagader (Aorta) bis zum Herzen vorgeschoben und zur Darstellung der Herzkranzgefäße an deren Gefäßabgängen positioniert. Mit Hilfe eines Kontrastmittels werden die Herzkranzgefäße sichtbar gemacht und sind so auf dem Bildschirm zu sehen.
(05121) 894–5020
(05121) 894–5241
Wir betreuen im Bereich Sportmedizin Profi- bzw. Leistungssportler oder Hobbysportler im Amateurverein.