Entgeltsteigerung um acht Prozent – auch Auszubildende profitieren

Tarifeinigung in den Helios Kliniken Erlenbach und Miltenberg

Erlenbach

Helios und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben sich auf eine Erhöhung der Tarifentgelte für die Beschäftigten des nichtärztlichen Dienstes der Helios Kliniken in Erlenbach und Miltenberg geeinigt. Für den Tarifabschluss gilt noch eine beidseitige Erklärungsfrist bis zum 18. Juni 2018. „Wir freuen uns, dass wir in den konstruktiv geführten Verhandlungen ein für beide Seiten tragfähiges und akzeptables Ergebnis erzielen konnten“, sagte Helios Verhandlungsführerin Dorothea Schmidt nach dem Abschluss der Gespräche.

 

Die Grundvergütung der Beschäftigten steigt in drei Stufen um 3,6 Prozent (zum 1. April 2018), 3,4 Prozent (1. Januar 2019) und 1,0 Prozent (1. Oktober 2019). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des nichtärztlichen Dienstes erhalten damit insgesamt 8,0 Prozent mehr Gehalt.

Auch die Auszubildenden erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2018 und zum 1. Januar 2019 jeweils 60 Euro mehr. Außerdem wird die Ausbildungszeit bei Gesundheits- und Krankenpflegeschülern, die aus eigener Ausbildung in die Helios Kliniken Erlenbach und Miltenberg übernommen werden, als Berufserfahrung anerkannt, was im Ergebnis zu einer sofortigen höheren Eingruppierung führt.

Die Jahressonderzahlung beläuft sich im Jahr 2018 auf 68,5 Prozent und im Jahr 2019 auf 72,5 Prozent.

In den Bereichen Labor und Radiologie eingesetzte medizinisch-technische Labor- und Radiologieassistenten/-innen erhalten ab 1. April 2018 eine monatliche Zulage in Höhe von 150 Euro. Teilzeitbeschäftigte erhalten den Betrag anteilig entsprechend ihrem Beschäftigungsgrad.

Die Tarifparteien haben sich ferner – auch als tarifpolitisches Signal - darauf geeinigt, bis zum Ende der Laufzeit des Tarifvertrags auf die kalendermäßige („sachgrundlose“) Befristung von Arbeitsverträgen in den beiden Kliniken zu verzichten

Im September 2018 wird zudem eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, für die Tarifparteien einen Vorschlag zur zeitgemäßen Eingruppierung zu erarbeiten. Diese Arbeitsgruppe wird paritätisch mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern besetzt sein.

Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2019.