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Sekretariat Kardiologie / Angiologie: 02241 18-22 68
Sekretariat Rhythmologie: 02241 18-22 73
Wir behandeln Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße – von Verengungen der Herzkranzgefäße über Herzklappenerkrankungen und Herzschwäche bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Gefäßerkrankungen. Zu den Schwerpunkten gehören u. a. Herzkatheter-Untersuchungen, minimalinvasive Eingriffe und die Herzschrittmacher-Implantationen.
Unsere Leistungen im Überblick
Bei einer Lungenarterienembolie verlegt ein Blutgerinnsel die Gefäße zwischen dem rechten Herz und der Lungenstrombahn. Dies führt in der Regel zu akuter Atemnot und in der Folge zu einer Überlastung des Herz-Lungen-Kreislaufs. Diese lebensbedrohliche Situation erfordert eine schnelle und gezielte Therapie: Während bei einer leichten Lungenarterienembolie häufig eine einfache medikamentöse Blutverdünnung ausreicht, erfordern schwere Fälle häufig eine interventionelle Therapie. Unser erfahrenes PERT-Team (Pulmonary-Embolism-Response-Team) steht Ihnen mit langjähriger Expertise und modernster Technik rund um die Uhr zur Verfügung.
FAQ
Gelegentliches Herzstolpern ist in den meisten Fällen unbedenklich. Häufig handelt es sich dabei um sogenannte Extrasystolen, also zusätzliche Herzschläge, die auch bei gesunden Menschen beispielsweise durch Stress, Koffeinkonsum oder Schlafmangel ausgelöst werden können.
Eine genauere Abklärung ist insbesondere dann erforderlich, wenn das Herzstolpern sehr häufig auftritt, mit Beschwerden wie Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen einhergeht oder eine strukturelle Herzerkrankung bekannt ist. Zur Beurteilung der Herzrhythmusstörungen kann ein Langzeit-EKG eingesetzt werden
Treten plötzlich starke Druck- oder Engegefühle oder brennende Schmerzen im Brustbereich auf, die länger als 5–10 Minuten anhalten und gegebenenfalls in den Arm, den Kiefer oder den Rücken ausstrahlen, sollte umgehend der Notruf 112 verständigt werden. Diese Beschwerden können auf einen Herzinfarkt hindeuten und erfordern eine sofortige medizinische Abklärung. Warten Sie in einem solchen Fall nicht auf einen Termin beim Hausarzt.
Ein Ruhe-EKG erfasst die elektrische Aktivität des Herzens lediglich über wenige Sekunden und stellt somit eine Momentaufnahme dar. Dabei können akute Veränderungen, beispielsweise Hinweise auf einen frischen Herzinfarkt, sowie anhaltende Herzrhythmusstörungen erkannt werden.
Verengungen der Herzkranzgefäße zeigen sich hingegen häufig erst unter körperlicher Belastung und können daher mithilfe eines Belastungs-EKGs untersucht werden. Treten Herzrhythmusstörungen nur gelegentlich auf, kann ein Langzeit-EKG erforderlich sein. Bei sehr seltenen Ereignissen kommt gegebenenfalls auch ein implantierbarer Ereignisrekorder infrage.
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Dabei ziehen sich die Vorhöfe des Herzens unkoordiniert und mit sehr hoher elektrischer Aktivität zusammen.
Obwohl Vorhofflimmern nicht zwangsläufig unmittelbar lebensbedrohlich ist, bestehen zwei wesentliche Risiken: Durch den gestörten Blutfluss kann sich in den Vorhöfen ein Blutgerinnsel bilden, das das Risiko für einen Schlaganfall deutlich erhöht. Darüber hinaus kann eine dauerhaft zu hohe Herzfrequenz den Herzmuskel langfristig belasten und eine Herzschwäche begünstigen.
Deshalb ist eine individuell abgestimmte Behandlung wichtig. Dazu können unter anderem gerinnungshemmende Medikamente zur Schlaganfallvorbeugung sowie Maßnahmen zur Kontrolle des Herzrhythmus oder der Herzfrequenz gehören.
Treten Beschwerden wie Schwindel, ausgeprägte Müdigkeit oder kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkopen) auf, kann eine Fehlfunktion des natürlichen Schrittmachers des Herzens die Ursache sein. In solchen Fällen kann die Implantation eines Herzschrittmachers sinnvoll sein. Er unterstützt die regelmäßige Herzaktivität, indem er bei Bedarf elektrische Impulse abgibt, und kann dadurch Beschwerden lindern sowie die Lebensqualität verbessern.
Die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) ist ein spezielles Verfahren zur Untersuchung der elektrischen Reizleitung des Herzens. Dabei werden dünne, flexible Katheter über eine Vene in der Leistengegend bis zum Herzen geführt, um dessen elektrische Aktivität zu messen und mögliche Rhythmusstörungen zu erkennen.
Der Eingriff findet in der Regel unter örtlicher Betäubung an der Einstichstelle statt und kann zusätzlich durch eine leichte Sedierung ergänzt werden. Das Vorschieben der Katheter durch die Blutgefäße ist normalerweise nicht spürbar, da die Gefäßinnenwände nur eine geringe Schmerzempfindlichkeit aufweisen.
Bei einer Ablation (Verödung) wird das für die Fehlimpulse verantwortliche Herzgewebe mithilfe von 3D-Mapping lokalisiert und gezielt durch Hitze, Kälte oder Pulsfeldablation (PFA) behandelt. Die Erfolgsaussichten hängen von der Art der Rhythmusstörung ab: Bei AVNRT liegen sie bei über 95 %, während bei Vorhofflimmern häufig eine langfristige Kontrolle erreicht wird, gelegentlich jedoch ein weiterer Eingriff erforderlich ist.
Die EPU/Ablation gilt heute als sicheres Routineverfahren. Am häufigsten treten Blutergüsse an der Einstichstelle in der Leiste auf. Sehr seltene, aber schwerwiegende Komplikationen (unter 1 %) sind Verletzungen der Herzwand mit Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel oder Schäden am natürlichen Reizleitungssystem, die einen Herzschrittmacher erforderlich machen können.
Während Ihres Aufenthalts sind Sie bei uns bestens aufgehoben. Freuen Sie sich auf moderne Patientenzimmer und eine angenehme Atmosphäre.
Oksana Kindrat
(02241) 18-71 04
Stefanie Linder
(02241) 18-71 08
Jacqueline Krücke
(02241) 18-71 11
Heidi Klauke
(02241) 18-71 05
Sergej Mollecker
(02241) 18-71 03
Vorhofflimmern (VHF) bleibt eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen weltweit. Sie kann zu Beschwerden wie Herzrasen, Luftnot oder schwankender Leistungsfähigkeit führen und erhöht das Schlaganfallrisiko. Und: sie stellt Patient:innen sowie medizinisches Fachpersonal vor komplexe Entscheidungen: Wann kommt eine medikamentöse Behandlung infrage, wann ein Schrittmacher oder eine Ablation?
Siegburg – Immer mehr (junge) Patient:innen profitieren vom Ross-Operations-Verfahren, das am Herzzentrum des Helios Klinikums in Siegburg angeboten wird. Bei der seltenen Operations-Methode wird die erkrankte Aortenklappe durch die körpereigene Pulmonalklappe ersetzt, deren Platz wiederum ein Spenderpräparat oder eine biologische Prothese einnimmt. Die Vorteile sind vielfältig: die Langzeitstabilität der Pulmonalklappe, das geringe Komplikationsrisiko und das langfristige Entfallen der Einnahme von Blutverdünnern führen zu einer hohen Lebenserwartung für Patientinnen und Patienten.
Ein Organ, kaum größer als die eigene Faust – und doch hält es unser gesamtes Leben in Bewegung. Unser Herz arbeitet Tag für Tag im Verborgenen, meist unermüdlich und zuverlässig. Erst dann, wenn seine Kraft nachlässt, wird vielen von uns bewusst, was es tatsächlich tagtäglich leistet.
Nach den Zahlen des aktuellen Deutschen Herzberichts sind Durchblutungsstörungen durch Herzkranzgefäßverengungen noch immer die häufigste Todesursache in Deutschland. Unter dem Motto „Gesunde Gefäße – gesundes HERZ. Den Herzinfarkt vermeiden“ stehen in diesem Jahr deshalb die Koronare Herzkrankheit (KHK) und der Herzinfarkt im Mittelpunkt der Herzwochen, die von der Deutschen Herzstiftung ausgerufen werden.
Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) sind potentiell lebensbedrohlich. Dabei gehören Einrisse (Dissektionen) in der Gefäßwand mitunter zu den häufigsten und gleichzeitig gefährlichsten Erkrankungen der Aorta – Patient:innen mit Aortendissektionen erreichen meist als Notfälle das Helios Klinikum Siegburg. Durch den Zusammenschluss mehrerer Fachbereiche im Aortenzentrum Rhein-Sieg kann inzwischen nicht nur die akute Dissektion behoben, sondern in einem zweizeitigen Verfahren die komplette Aorta stabilisiert werden.
Siegburg – ECpella-Verfahren rettet am Helios Klinikum Siegburg einem Patienten das Leben. Es handelt sich um eine Kombination aus der kleinsten Herzpumpe der Welt (Impella) und einer Herz-Lungen-Maschine (ECMO). Das innovative Verfahren wird auch in größeren Herzzentren noch verhältnismäßig selten angewendet.
Die neueste Folge des Gesundheitspodcasts „Bitte freimachen!“ geht mitten ins Herz. Denn im Herzzentrum am Helios Klinikum Siegburg arbeiten unterschiedliche Teams auf höchstem Niveau für die Herzen ihrer Patient:innen zusammen.
Unser Experte Prof. Dr. René Andrié, Chefarzt Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie, über die Diagnose und Behandlungs von Herzrhythmusstörungen.
Die Trikuspidalklappe ist eine von vier Herzklappen. Sie sorgt dafür, dass das Blut bei jedem Herzschlag in die richtige Richtung fließt. Schließt diese Herzklappe nicht mehr richtig, muss sie unter Umständen durch einen operativen Eingriff repariert werden. Das Team des Herzzentrums am Helios Klinikum Siegburg bietet hier verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, darunter den interventionellen Klappenersatz. Im Interview erklärt Prof. Dr. Marc Vorpahl, Chefarzt Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie, für wen dieser Eingriff infrage kommt und wie er abläuft.