Spezialsprechstunde für Frauen

Dysplasiesprechstunde

Dysplasiesprechstunde

Unsere Dysplasiesprechstunde ist eine Spezialsprechstunde für Frauen mit Veränderungen am inneren oder äußeren Genital sowie auffälligen PAP-Abstrichen. Sie werden von unserem ärztlichen Team umfassend beraten und über alle Therapiemöglichkeiten aufgeklärt.

Was ist eine Dysplasie?

Eine Dysplasie ist eine abnorme, aber immer noch gutartige Veränderung von Zellen am Gebärmutterhals, der Scheide und den Schamlippen. Sie wird meist im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung mittels PAP-Abstrich festgestellt und verursacht in der Regel keine Beschwerden.

Eine Dysplasie ist somit kein Krebs, sondern eine Krebsvorstufe, die über Jahre hinweg entstehen kann und sich häufig ohne Behandlung wieder zurückbildet. In seltenen Fällen können sich Dysplasien über längere Zeitintervalle fortbestehen und sich zu Krebs weiterentwickeln. Dysplasien können z. B. entzündlich oder durch eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) bedingt sein.

Die gutartigen Zellveränderungen kommen in unterschiedlichen Schweregraden vor und werden in niedriggradige, mittelgradige und hochgradige Dysplasien unterteilt. Mit dem bloßen Auge sind sie oft nicht sichtbar, weshalb eine Abklärung mittels einer sogenannten Kolposkopie im Rahmen der Dysplasiesprechstunde notwendig ist.

Was ist eine Kolposkopie?

Die Kolposkopie ist eine sehr sichere Methode, um Dysplasien zu erkennen und genauer einzustufen. Das äußere und innere Genital wird dabei mittels einer 7 bis 10-fachen Vergrößerung betrachtet. Das Auftragen von 5%iger Essigsäure am Gebärmutterhals erleichtert zudem die Erkennung von auffälligen Bereichen. Dies wird aber nicht als schmerzhaft empfunden. Auf Ihren Wunsch hin besteht die Möglichkeit der Mitverfolgung per Videokolposkopie. Liegt eine Auffälligkeit vor, erfolgt eine gezielte Probeentnahme, um den Schweregrad der Veränderung diagnostizieren zu können. Zur Gewebeprobenentnahme am Gebärmutterhals wird normalerweise keine Betäubung benötigt; Gewebeprobeentnahmen an der Vulva erfordern hingegen immer eine örtliche Betäubung.

Wie kann eine Dysplasie behandelt werden?

Nach Erhalt der feingeweblichen Untersuchung findet ein Folgetermin statt, in dem wir Ihnen ausführlich das Untersuchungsergebnis erläutern und das weitere Procedere besprechen. Bei geringgradigen Dysplasien ist oft nur eine engmaschige Kontrolle ggf. nach medikamentöser Therapie notwendig, da sich die Veränderungen auch wieder spontan zurückbilden können.

Sollte eine hochgradige Dysplasie vorliegen, können kleine Eingriffe, wie eine operative Abtragung des veränderten Bereichs mittels elektrischer Schlingenkonisation/-exzision notwendig sein. Sie werden hierüber im Rahmen des Folgetermins individuell beraten. 

Dysplasien können auch in der Schwangerschaft problemlos mittels Kolposkopie abgeklärt werden. Eine operative Versorgung ist hier meist nicht erforderlich.

Eine für Sie optimale und auf Ihre Lebenssituation abgestimmte Behandlung ist unser Ziel. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Sprechzeiten

Kontakt und Anmeldung: (089) 8892-2325
Montag: 9:00-12:00 Uhr
Bitte Folgendes beim Erstkontakt mitbringen:
Einweisungsschein vom Frauenarzt, Überweisungsschein für die Pathologie sowie Vorbefunde (PAP-Abstrich, ggf. HPV-Testung; OP-Berichte)
Bitte beachten Sie vor der Terminvereinbarung, dass die Untersuchung - wenn möglich - nicht während Ihrer Periode stattfinden sollte. Eine Verschiebung des Termins ist in diesem Fall sinnvoll.