Patientenwissen

Sport und Krebs

Viele Studien zeigen, dass sich körperliche Aktivität bei Brustkrebs positiv auf Therapie, Lebensqualität und sogar Prognose auswirkt.

In der stressigen Zeit im Zusammenhang mit der Diagnose bauen Sie mit Spaziergängen in der Natur oder dem Sport, den Sie gerne machen, Stresshormone ab. Während einer Chemotherapie  und Bestrahlung verhindert moderate Bewegung Schlappheit und macht eventuelle  Nebenwirkungen  leichter. Spätestens nach der Reha sollten Sie dreimal pro Woche Sport treiben und dabei auch mal ins Schwitzen kommen. Suchen sie aber unbedingt etwas, das Ihnen Freude macht und nutzen Sie die Möglichkeit mit Gleichgesinnten Spaß dabei zu haben.  Nur so bleiben Sie langfristig „am Ball“!

Es gibt viele Möglichkeiten sich zu bewegen. Probieren Sie aus, wo Sie sich am besten aufgehoben fühlen. Das kann eine Reha-Sportgruppe sein, ein Kurs der Volkshochschule, die Sportangebote der Stadt München, Teilnahme an Walkinggruppen z.B. der Bayerischen Krebsgesellschaft, Besuch eines Fitnessstudios, Wandergruppen - etwa beim DAV , Tanzen  und vieles mehr. Außerdem kann man Bewegung gut auch in den Alltag integrieren. Treppensteigen statt den Lift zu nehmen, mal eine Station früher aus der U-Bahn steigen und zu Fuß laufen, Radfahren statt das Auto zu nehmen und im Garten zu arbeiten, all das zählt! Ein Armband mit Schrittzähler kann Sie zusätzlich motivieren und Ihre Anstrengungen dokumentieren. Dieses Verfahren bieten wir im Rahmen von Studien kostenlos an. Bewegung ist auch das Mittel der Wahl gegen die Erschöpfung, die im Krankheitsverlauf bei Krebs auftreten kann, die sogenannte Fatigue.

In unseren Prospektständern finden Sie  eine informative Broschüre von Health Care Bayern e.V. mit dem Titel „Sport gegen Krebs“ sowie aus der Serie der blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe „Bewegung und Sport bei Krebs“. Einen detaillierten Überblick über die Studienlandschaft  finden Sie in dem Buch „Aktiv leben gegen Krebs“ von Michel H. Schoenberg, herausgekommen im Piper-Verlag. Darin enthalten ist auch ein motivierendes Kapitel über Psychoonkologie von Franziska Neufeld. Möchten Sie sich gezielt beraten lassen, dann nutzen Sie die Sprechstunde „Sport und Krebs“ oder „Sport und Ernährung bei Krebs“ des Zentrums für Prävention und Sportmedizin am Klinikum Rechts der Isar.