Anruf statt Wartezimmer

Liebe Patienten und Angehörige,

Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus suchen Sie bitte nicht direkt Ihren Hausarzt oder die Klinik auf.

Rufen Sie bitte zunächst Ihren Hausarzt oder den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung an.

Das Wichtigste zum Corona-Virus

116 117 Ihre Ansprechpartner Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung
Unser Haus

Willkommen in der Helios Mariahilf Klinik

Willkommen in der Helios Mariahilf Klinik

Kleine Klinik mit großer Geschichte und gewachsenem Spektrum: Die Helios Mariahilf Klinik ist seit ihrer Gründung durch Ordensschwestern im Jahr 1900 in ihrer Geschichte stetig gewachsen - und hat dabei neben zahlreichen baulichen Veränderungen auch viele neue Leistungsbereiche für Patienten etabliert.

Die Geschichte unserer Klinik

"Liebe sei Tat"

Die Geschichte unserer Klinik beginnt im Jahr 1895: Der Harburger Pastor Johannes Meyer von der Gemeinde St. Maria erwirbt das Haus Albertstraße Nr.19 in der Absicht, dort eine Abordnung der Kongregation "Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul" anzusiedeln. Die Ordensschwestern genossen weit über ihren Stammsitz in Hildesheim hinaus einen hervorragenden Ruf für ihre Fähigkeiten in der Pflege und Kinderbetreuung. Ihr Schutzpatron Vinzenz de Paul gilt als Begründer der neuzeitlichen Caritas.

Obwohl Norddeutschland zu diesem Zeitpunkt protestantisch geprägt ist, wuchs zeitgleich die katholische Gemeinde südlich der Elbe durch den Ausbau des Hamburger Hafens. Pastor Meyers Leitsatz: "Wo nur drei Schwestern sind, da entsteht bald ein Krankenhaus."

Und so kam es dann auch: Am 22. Mai 1900 traf General-Oberin Schwester Beda mit den Schwestern Valeria, Calixta und Jacoba in Harburg ein. Vom Bahnhof abgeholt wurden sie mit dem Vierspänner, der auch unsere Patienten und Besucher am Haupteingang empfängt.

Das klassische Schwesternbild

Vor der Einführung des Sozialsystems, wie wir es heute kennen, nahmen sich kirchliche Organisationen den Bedürftigen an.

Damals waren Schwestern, direkt von der Ordensschwester abgeleitet, üblicherweise weiblich und Ärzte männlich. Markenzeichen der Schwestern war die weiße "Flügelhaube".

Mit Leib und Seel dem Stift verschrieben

Das große Engagement der Barmherzigen Schwestern sorgte dafür, dass sich das Krankenhaus schnell entwickelte. Zunächst konnte 1906 ein bereits drei Jahre zuvor angemietetes Schulgebäude erworben werden, bis 1914 kamen das Nachbarhaus Albertstraße 20, die Gebäude Marienstraße 18 und 20 sowie die Lindenstraße 25 hinzu. Auch die Einrichtung einer "Bewahrstätte" für Vorschulkinder geht auf die Initiative der Schwestern zurück.

Die gewaltige Expansion des Mariahilf zu Beginn des 20. Jahrhunderts war nötig, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Immer mehr Menschen mussten versorgt werden. Dafür mussten sich die Schwestern hoch verschulden.

Ein trügerisches Idyll

Während des ersten Weltkrieges wurde Mariahilf zu einem Lazarett umfunktioniert. Die Wiederaufnahme des regulären Krankenhausbetriebes war mit hohen Neuinvestitionen verbunden, da die Räume völlig verwohnt waren. Doch bereits im Laufe der 1920er Jahr konnten die Schwestern das Haus erneut erweitern – nun gab es eine Chirurgische, eine Innere und eine Kinderabteilung.

Das Haus kam unter der Leitung von Schwester M. Devota nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erneut in große Schwierigkeiten, denn kirchliche Einrichtungen waren den neuen Machtinhabern ein Dorn im Auge.

Raum für Besinnung und Andacht

Ursprünglich verfügten kirchliche Krankenhäuser über eigene Kapellen und Altarräume, in denen auch Gottesdienste abgehalten wurden.

Heute haben die meisten Kliniken, wie wir auch, einen überreligiösen Raum der Stille und Besinnung.

Was geblieben ist: Die Menschen sollen in schwierigen Stunden die Möglichkeit haben, einen Raum aufzusuchen, in dem Sie Ruhe und Trost finden können.

Mahnmal für kommende Generationen

Die Industrie- und Hafenanlagen Hamburgs und Harburgs waren für die Alliierten ein strategisch wichtiges Ziel. Ungünstige Windverhältnisse und Ungenauigkeiten beim Abwurf sorgten dafür, dass Brand- und Sprengbomben häufig auch zivile Einrichtungen und Wohnhäuser trafen.

Auch für Mariahilf hatten die Bombennächte von 1944 dramatische Folgen: Die Gebäude in der Alberstraße wurden am 25. Oktober völlig zerstört, die dahinter gelegene Kirche St. Maria schwer beschädigt. Neben vielen anderen Opfern, die im Luftschutzraum verschüttet wurden, verloren hier der langjährige Chefarzt Dr. Spartz und die junge Schwester Ströhlein bei einem Rettungsversuch ihr Leben.

Am 05. November, nur zehn Tag nach der Zerstörung, konnte das Krankenhaus in die neue Schule von Marmstorf umziehen. Damit hatte die Kongregation der Barmherzigen Schwestern neben dem Vinzenzhaus am Reeseberg, das schon 1934 bezogen worden war, ein zweites Gebäude, das bis 1948 als Provisorium dienen sollte.

Umzug in ein Schloss

Im Jahr 1946 konnte das Mariahilf die Villa des Hamburger Fabrikanten H.C. Meyer erwerben. Das imposante Gebäude lag inmitten eines malerischen Parks, musste jedoch den neuen Anforderungen angepasst werden. Um Raum für die Krankenstationen zu schaffen, wurde auf die klassizistische Villa ein zusätzliches Geschoss aufgesetzt.

Der Umbau zum Krankenhaus dauerte zwei Jahre. Ab 1948 gab es im neuen Domizil dann einen Operationssaal, ein Labor, eine Röntgeneinheit, Behandlungs- und Wirtschaftsräume sowie mehrere Krankenstationen. Da die Kapazitäten des großzügigen Gebäudes dennoch nicht für alle Patienten ausreichten, musste das "Provisorium" am Reeseberg weiter betrieben werden.

Wachablösung an der Stader Straße

Die Schwestern wohnten, wo sie arbeiteten: auf dem Krankenhausgelände. Auch Ärzte hatten zumeist eine Unterkunft im Haus, denn noch in den 1940er Jahren war eine Sieben-Tage-Woche die Regel, Urlaub eine ungern gesehene Ausnahme und Freizeit gänzlich unbekannt. Ärztinnen gab es erst in den 1950er Jahren.

Mit der Entwicklung neuer medizinischer Qualifikationen und Technologien änderte sich auch das Personal – neben Assistenzärzten arbeitete auch vermehrt "weltliches" Pflegepersonal in der Klinik, das nach Dienstschluss auch nach Hause ging.

Villa mit sieben Stockwerken

Im Zuge der rasanten medizinischen Entwicklung wurden Geburten mehr und mehr von der heimischen Wohnung in Kliniken verlegt. Noch in den 1950er Jahren fehlte es dem Mariahilf an Kapazitäten für eine dringend benötigte Gynäkologie sowie eine moderne Geburtsstation – auch das Provisorium am Reeseberg konnte den steigenden Anforderungen nicht mehr genügen. Nach mehreren Sitzungen erteilte die Bürgerschaft die Genehmigung, direkt angrenzend an die Villa Meyer ein siebenstöckiges Bettenhaus zu errichten. Am 13. Juni 1959 wurde das Haus von Bischof Heinrich Maria Janssen geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Ein Schritt, der sich spätestens 1962 als "wahrer Segen" erweisen sollte: Nach der großen Flut wurde jedes Klinikbett dringend benötigt.

Ein Jahrzehnt der Veränderung

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland brachte immer komplexer werdende Management-Anforderungen mit sich, die von den Ordensschwestern neben ihrer Pflege- und Seelsorgeaufgaben nicht mehr angemessen geleistet werden konnten. Deshalb entschied man sich im selben Jahr, die Verwaltung von Mariahilf in die Hände eines ausgebildeten Betriebswirts zu legen.

1979 wurden die Kapazitäten ein weiteres mal erweitert: Die Kinderstation erhielt 18 neue Betten durch den Bau eines Pavillons.

Und heute?

2007 wurde Mariahilf zur Helios Mariahilf Klinik Hamburg. Schon nach wenigen Jahren entschied sich der neue Träger zu einem Neubau, um den modernsten medizinischen Standards gerecht zu werden.

Unser Neubau wurde im Juni 2015 in Betrieb genommen und umfasst heute 176 Betten sowie zehn Fachdisziplinen.