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Spezialisiert auf die Behandlung urologischer Krebserkrankungen

Spezialisiert auf die Behandlung urologischer Krebserkrankungen

Die Behandlung urologischer Krebserkrankungen erfordert viel Erfahrung, Einfühlungsvermögen und ein fachübergreifendes Netzwerk.

Im Rahmen der Tumorchirurgie des Beckens nehmen wir besondere Rücksicht auf die komplexen anatomischen Verhältnissen. Die Operationen der Harnblase und der Prostata erfolgen unter optischer Vergrößerung, so dass umgebende Gefäß- und Nerven optimal verschont bleiben. Wann immer möglich, gehen wir mit Operationstechniken vor, die die Funktion der betroffenen Organe erhalten.

Mit einem Klick auf das Krankheitsbild erhalten Sie weitere Informationen zu unserem Behandlungsspektrum. Bei allen Therapieoptionen stehen wir Ihnen selbstverständlich auch persönlich beratend zur Seite.

Behandelte Krankheitsbilder

Der häufigste bösartige Tumor der Niere ist das Nierenzellkarzinom, ein Tumor, der vom Nierenparenchym ausgeht. Frühsymptome finden sich bei dieser Erkrankung nicht. Eine regelmäßige Ultraschalluntersuchung hilft heute oft frühzeitig, einen derartigen Tumor zu entdecken und ihn somit auch frühzeitig zu behandeln. Häufig ist das Nierenzellkarzinom auch ein Zufallsbefund bei einer computertomographischen Untersuchung.

In den vergangenen Jahren hat sich die operative Behandlung des Nierentumors stark verändert. Lange galt die Entfernung der Niere als der Therapiestandard, heute wird wann immer möglich ein organerhaltendes Vorgehen gewählt.
Durch die verbesserte Diagnostik können Raumforderungen der Niere zudem früher und in einem günstigeren Tumorstadium erkannt werden, was uns zusätzlich häufiger in die Lage versetzt, das Organ zu erhalten. Wie genau das abläuft, erfahren Sie hier.

Unsere Klinikverfügt über ausgewiesene Expertise in der Diagnostik und Therapie von Tumoren in der Blase. Häufig kann der Krebs mithilfe einer endoskopischen Operation so behandelt werden, dass das Organ erhalten bleibt. Ob dies möglich ist, hängt letztlich vom Tumor und seiner Biologie ab. 

Bereits während der OP prüfen wir mittels zytologischer Diagnostik, ob eine Erweiterung der Maßnahme erforderlich ist. Dabei schauen wir uns den oberen Harntraktes genau an und entnehmen auch Proben weiterer Schleimhautbereiche.

Auf diese Weise können wir Tumore mit einer sogenannten aggressiven Tumorbiologie optimal charakterisieren. Das Ergebnis der zytologischen Beurteilung in Kombination mit einem histopathologischen Gutachten bestimmt maßgeblich, wie wir weiter vorgehen – immer mit Blick auf die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse des Patienten. 

Die Zytologie während des Eingriffs bestimmt auch das Vorgehen in der Operation selbst. So kann bei Patienten mit kleinen Tumoren an einer ungünstigen Stelle (z.B. am Blasendach) im Falle von unbedenklichen Ergebnissen der Zytologie trotzdem auf eine weiträumige Gewebe- und Muskulaturentnahme verzichtet werden.

Können wir aufgrund eines zu hohen Risikos das Organ nicht erhalten, dann bieten wir Ihnen die modernen Formen der Harnableitung und des orthotopen Blasenersatzes an. Wir informieren Sie ausführlich über die individuell passende Alternative.

Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) ist heute die häufigste Tumorerkrankung des Mannes in Deutschland. Ab dem 40. Lebensjahr sollte jeder Mann zur urologischen Vorsorgeuntersuchung gehen. Dabei untersucht der Urologe auch die Prostata.

Die Bestimmung des PSA-Wertes (prostataspezifisches Antigen im Blut) mit einer digitalen/rektalen Untersuchung in Kombination mit einer gründlichen körperlichen Untersuchung ermöglicht heute die frühzeitige Diagnose eines Prostatakrebses mit sehr guten Heilungschancen.

Einem Verdacht auf Prostatakrebs wird durch eine feingewebliche Probenentnahme aus der Prostata mit anschließender Untersuchung unter dem Mikroskop nachgegangen. Hierfür nutzen wir die moderne Möglichkeit der MRT-Fusionsbiopsie.

Wird Krebs in der Prostata nachgewiesen, so ist eine Behandlung notwendig. 

Die vier Säulen der Therapie sind:

  1. die Operation
  2. verschiedenen Formen der Bestrahlung
  3. die kontinuierliche oder intermittierende Hormontherapie
  4. eine kontrollierende Überwachungsstrategie.

Welche Art von Behandlung in Frage kommt, ist von vielen objektiven und individuellen Faktoren abhängig. Sie sollten in einem ausführlichen ärztlichen Gespräch erörtert und gegeneinander abgewogen werden.

Die operative Technik der radikalen Prostatektomie (komplette Entfernung der Prostata) ist über viele Jahre so verfeinert worden, dass die Operation sich zu einem sicheren Eingriff gewandelt hat. Durch die Möglichkeiten der optischen Vergrößerung sind wir zudem in der Lage, die Bereiche, die für die Kontinenz und die Erektion verantwortlich sind, während des Eingriffs möglichst wenig zu beeinflussen.

Das beste Ergebnis ist, dass nachher alles so ist, wie vor der Operation. Inwieweit dies gelingen kann, analysieren wir vorab für jeden Patienten individuell. In einem ausführlichen Gespräch vor dem Eingriff beantworten wir alle Ihre Fragen und reduzieren hoffentlich Ängste und Anspannung. Trotz der guten Vorbereitung ist das Ergebnis jedoch ebenso davon abhängig, welche Bedingungen der Operateur während des Eingriffs vorfindet.

Über 90% der Hodenkarzinome (Hodenkrebs) wird allein durch Tasten erkannt. In den häufigsten Fällen fällt dem Patienten selber eine Verhärtung oder eine Schwellung oder eine stetige Größenzunahme des Hodens auf. Allerdings vergeht häufig noch eine Zeit von durchschnittlich 3 Monaten bis der Patient sich in urologische Behandlung begibt. Hodenkrebs hat eine gute Chance der Heilung. Entscheidend hierfür ist aber: Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen!

Wir bieten die gesamte Bandbreite der Hodentumortherapie an. Während man in den frühen Tumorstadien die Möglichkeit hat, ein individuelles Behandlungskonzept zu formen, so ist die medizinische Therapie in den fortgeschrittenen Stadien sehr festgelegt. Der tumorbefallene Hoden wird einschließlich des Samenstranges über einen Leistenschnitt radikal entfernt. Integraler Bestandteil der Therapie ist die sogenannte cisplatinbasierte Polychemotherapie. Je histologischem Typ des Tumors muss nach der Chemotherapie zudem eine Tumorrest- oder Lymphknotenentfernung im hinteren Bauchraum angeschlossen werden. Es besteht die Möglichkeit, den entfernten Hoden durch eine Prothese zu ersetzen

Für weitere Informationen

Wenn Sie Fragen zu bestimmten Abläufen in unserer Abteilung oder zu unserem Leistungsangebot haben, sprechen Sie uns jederzeit gerne an.

Kontakt

Sigrid Zuber

Chefarztsekretariat
Sigrid Zuber

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Telefon

0203 546 34201