Im September 2025 implantierte das Herzzentrum Leipzig zum dritten Mal überhaupt in Europa einem 67-jährigen Patienten mit schwerer, biventrikulärer Herzinsuffizienz ein innovatives Herzunterstützungssystem. Der Patient leidet seit 16 Jahren an den Folgen einer schweren Herzinsuffizienz und war in dieser Zeit wiederholt in verschiedenen Kliniken in Behandlung. Aufgrund seines Alters und relevanter Begleiterkrankungen kam eine Herztransplantation für ihn nicht infrage: „Ohne das Gerät hätte ich nicht weiterleben können“, beschreibt Frank Schulz seine Situation vor dem Eingriff. Mit der Implantation des DuoCor BiVAS erhielt er eine neue, individuell passende Therapieoption, die auf seine medizinische Situation und seine persönlichen Ziele zugeschnitten ist.
„Früher war ich sehr aktiv und die Herzinsuffizienz hat mich in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt. Ich habe mich für das neue Unterstützungssystem entschieden, um meine Träume nicht aufzugeben und – wenn möglich – in Teilen wieder in mein Leben zurückzukehren. Dank der innovativen Lösung durch das Herzzentrum Leipzig und der stetigen Unterstützung meiner Familie freue ich mich nun wieder auf die kleinen alltäglichen Dinge, wie zum Beispiel auf den Frühling und darauf, wieder rauszugehen“, resümiert Frank Schulz.
Für die Implantation des DuoCor BiVAS konnte er auf seine langjährige Erfahrung zurückgreifen. Außerdem bereitete er sich umfassend auf den Eingriff vor; traf sich mit Expert:innen aus anderen Kliniken und Ländern und probte den Eingriff zusätzlich an einem Modell. Die gesamte Behandlung wurde von einem multiprofessionellen Team getragen. „Alle müssen einen so hoch komplexen und innovativen Eingriff mittragen – das geht nicht allein, sondern nur gemeinsam.“ Gerade die enge Zusammenarbeit zwischen Arzt- und Pflegepersonal der Fachbereiche Herzchirurgie, Kardiologie, Intensivmedizin und Anästhesiologie sowie der OP-Teams und der Intensivpflege bis hin zur Kardiotechnik, mit den Psycholog:innen, Physiotherapeut:innen und Ernährungstherapeut:innen war entscheidend dafür, den Patienten optimal vorbereitet in den OP zu begleiten und ihn anschließend in bestmöglichem Zustand in die nächste Behandlungsphase zu überführen. Zusätzlich wurde das Team vom Herzzentrum Leipzig durch die Herstellerfirma und deren technische Expertise unterstützt – sowohl in der Implantationsphase als auch in den nachgelagerten Prozessen der technischen Betreuung und Nachsorge.