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Vom Notfall bis zum OP: Kinder erleben beim Zukunftstag den Klinikalltag hautnah

Ein Unfall passiert – und was dann? Genau diese Frage stand im Mittelpunkt des Zukunftstags der St.-Marienberg-Klinik Helmstedt. Spielerisch und interaktiv erlebten die Kinder alle Schritte, die im Ernstfall ineinandergreifen: von Erster Hilfe über Rettungswagen und Reanimation bis hin zu OP‑Vorbereitung und Stationsalltag. Mit großem Engagement vieler Mitarbeitender aus unterschiedlichsten Bereichen wurde jede Station lebendig und greifbar – ein Rundgang, der zeigte, wie Teamarbeit im Krankenhaus funktioniert.

24.04.2026 Lesedauer: - Min.
Vom Notfall bis zum OP: Kinder erleben beim Zukunftstag den Klinikalltag hautnah

Die St.-Marienberg-Klinik Helmstedt hat den diesjährigen Zukunftstag mit einem kom-plett neu gestalteten, besonders interaktiven Programm durchgeführt. Insgesamt 33 Kin-der erkundeten in fünf Gruppen – jeweils in unterschiedlicher Reihenfolge – die vielfälti-gen Bereiche des Krankenhauses. Federführend organisiert wurde der Tag vom engagier-ten Team der Praxisanleiterinnen, unterstützt von zahlreichen Mitarbeitenden aus u.a. aus Pflege, Medizin, OP, Labor, Physiotherapie, Verwaltung, dem Bildungszentrum und der Kli-nikhygiene.

 

Eine Station war ein fiktiver Unfall, wie er überall passieren könnte: Ein Mensch braucht Hilfe – und nun zählt jeder Schritt. Die Kinder lernten, wie man eine Situation einschätzt, Erste Hilfe leistet und welche grundlegenden Fragen im Notfall wichtig sind. Sie übten die stabile Seitenlage, wechselten Verbände und führten eine Reanimation an einer Übungs-puppe durch.

 

Ein weiterer Höhepunkt war der Rettungswagen des Landkreises. Dort erfuhren die Teil-nehmenden, wie eine Notrufmeldung abgesetzt wird, wie eine Trage funktioniert und wie Blaulicht und Martinshorn aktiviert werden. Außerdem durften sie EKG-Elektroden anle-gen sowie Puls und Blutdruck messen.

 

In einem nachgestellten Untersuchungszimmer erklärten Pflegekräfte die Abläufe der Tri-age. Die Kinder maßen Blutdruck, Größe und Gewicht und füllten einen eigenen Gesund-heitspass aus. Beim Medikamentenstellen sortierten sie Smarties und Bonbons nach Far-ben – eine spielerische Übung für Genauigkeit und Konzentration.

 

Die Physiotherapie testete Reflexe und Sehvermögen, während im Labor mikroskopiert wurde. Ein Drogentest als Attrappe, selbst hergestellte Zuckerwatte und ein beeindru-ckender Trockeneisnebel sorgten für Staunen und Begeisterung.

 

Im OP-Bereich lernten die Kinder, wie wichtig Hygiene und sterile Arbeitsweise sind. Sie desinfizierten ihre Hände, setzten Hauben auf, zogen sterile Kittel an und durften an-schließend mit einem Endoskop Gummibärchen „angeln“. Auf Station wurde zudem die Vorbereitung eines Patienten für eine Operation simuliert.

 

Zwischen den Stationen gab es kleine Snacks, und beim gemeinsamen Mittagessen re-flektierten die Kinder ihre Erlebnisse. Viele äußerten, dass sie sich gut vorstellen könn-ten, später einmal im Krankenhaus zu arbeiten.

 

Franziska Dräger, Verwaltungsleitung, freut sich über das große Interesse der Schülerin-nen und Schüler: „Die Kinder haben mit großer Begeisterung teilgenommen. Es ist beein-druckend zu sehen, wie neugierig sie an die Themen herangehen und wie viel sie an ei-nem einzigen Tag erleben.“

 

Aline Prasse, Pflegedirektorin, betont das Engagement aller Beteiligten: „Mein herzlicher Dank gilt den vielen Kolleginnen und Kollegen, die diesen Tag mit so viel Herzblut gestal-tet haben. Die interaktiven Stationen haben den Kindern einen authentischen Einblick in unseren Arbeitsalltag ermöglicht.“

Vom Notfall bis zum OP: Kinder erleben beim Zukunftstag den Klinikalltag hautnah